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AN 41 © HAUCH
Athen, den 7. April 1841
Aus der Stadt Minervas kommt mein Brief; ich hatte
schon lange beschlossen, daß Sie von hier einen Brief haben
sollten.
Lieber, lieber Hauch!
Wieviel Neues und Interessantes habe ich nicht erlebt,
seit Sie zuletzt durch meinen Brief an Ingemann von mir
gehört haben.
Ich bin gleich nach dem Karneval aus Rom abgereist
und fand bei meiner Ankunft in Neapel einen Brief von
daheim mit einer Anweisung auf 350 Speziestaler; ich
brauchte also nicht sofort in den Norden zurückzukehren,
nd ich beschloß nun, nach Sizilien zu gehen; aber die
Dampfschiffe gingen so kreuz und quer, daß es sich nicht
anders arrangieren ließ, als daß ich entweder einen Monat
in Sizilien blieb, und dazu reichte meine Kasse nicht, wenn
ich nach Griechenland wollte, oder auch mich gleich nach
Malta einschiffen mußte.
Es war winterlich in Neapel; alle Bäume waren mit
Schnee bedeckt, und doch brannte die Sonne. Ich bekam
einen Fieberanfall, mußte sofort zur Ader gelassen werden,
und das half. Am 15. März ging ich an Bord des französischen
Kriegsdampfschiffs Leonidas und war nach zweitägiger Fahrt,
wobei ich die Küste von Sizilien sah — der Ätna war voll-
kommen mit Schnee bedeckt —, auf Malta. Hier war eine
afrikanische Glut. Die Palmen wuchsen im Wallgraben, und
diese Palmen waren ungefähr die einzigen Bäume, die ich
auf der ganzen Insel gesehen habe; ich fuhr den ganzen Tag
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