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einer heftigen Anstrengung, nach Überladen der Därme mit
unverdaulichen Gegenständen; z. B. nach dem Essen vieler
Kirschen samt deren Steinen. Es ist eine schon lange be
kannte, wenn auch nicht oft beobachtete Tatsache, daß
eine Invaginatiou durch einen innerhalb des Darmrohres
sitzenden Polypen, sei er fibröser, papillärer oder lipomatöser
Natur, hervorgerufeu wurde.
Da bei dem in der hiesigen Klinik behandelten Falle
ein Lipom die Ursache für die Invagination abgab, so sei
es mir, bevor ich auf diesen Fall näher eingehe, gestattet,
die einschlägige Litteratur anzuführen.
1. „Hiller 1 )
Patient, 51 Jahre alt, war immer gesund, insbesondere
batte er nie Beschwerden von seiten des Verdauungskanales.
Am 23. VIII. 1898 stand er morgens in vollem Wohl
befinden auf; er hatte wie alltäglich Stuhlgangohne Besch werden.
Nach 2 Stunden fühlte er plötzlich Kolikschmerzen, die
rasch heftiger wurden; bald trat Erbrechen ein. Temperatur
am folgenden Tage etwas gestiegen, Leib aufgetrieben, auf
Klysma eine Entleerung, öfterer erfolgloser Stuhldrang, an
haltendes Erbrechen.
Am 25. VIII. Leib sehr stark aufgetrieben, durch die
stark gespannten Bauchdecken nichts durchzutasten, durch
den After nichts zu fühlen.
Diagnose. Innerer hochsitzender Darmverschluß,
dessen Ursache nicht festgestellt ist, am wahrscheinlichsten
Volvulus oder Knickung.
Operation. Laparotomie. Im unteren Teile des
Dünndarms kommt man auf einen Tumor, der sich als Invagi
nation des Dünndarmes erweist. Die Lösung gelingt ziemlich
leicht; als man die Schlinge 10 cm weit entwickelt hat, zeigt sie
sich in ihreiQ, weiteren 40 cm langen Verlaufe total gangränös.
Die ganze invaginierte Partie wird reseciert.
Am folgenden Tage Tod durch Peritonitis.
Das bei der Sektion gewonnene Präparat besteht aus
') Damilipome. Beitrüge zur klin. Cliir.