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Yaters. Warum gerade die Knaben erkrankt sind und die
Mädchen verschont blieben, läßt sich nicht mit Sicherheit
sagen; vielleicht daß bei den letzteren das Erbteil des Groß
vaters väterlicherseits oder das der Großmutter mütterlicher
seits das Übergewicht hatte. Daß tatsächlich die Addition
derKrankheitsdisposition sehr wichtig ist, sieht man
daraus, daß die Kinder der Geschwister von Vater und
Mutter gesund sind. Hier hat wie früher in der aufsteigenden
Linie der Keimanteil gesunder Frauen bezw. Männer genügt,
die Krankheitsanlage in Schranken zu halten. Der eklatanteste
Beweis dafür, daß die väterliche latente Krankheitsdisposition
allein nicht genügte, würde dadurch erbracht werden, daß
Kinder dieses Vaters mit einer gesunden andern Frau gesund
wären. Leider läßt diese Beweisführung hier im Stiche, da der
Vater allerdings in zweiter Ehe verheiratet ist, jedoch nur
Mädchen dieser Ehe entsprossen sind. Sie sind gesund. Wie
ich vom Vater noch in Erfahrung brachte, ist einer seiner
Brüder ebenfalls mit einer leiblichen Cousine verheiratet.
Sie haben gesunde Knaben und Mädchen. Hier scheint die
Frau, die zwar von denselben Großeltern, aber aus einer
andern Linie stammt wie die Mutter unserer Patienten, von
ihren andern Voreltern so viel ausgleichende Keimanlage
mitgebracht zu haben, das die Krankheitsanlage ihres Mannes
nicht mehr genügte, die zum Ausbruch der Krankheit bei
den Kindern nötige Anhäufung von Disposition herbeizuführen.
Stärkere Degenerationserscheinungen finden
sich bei unsern Patienten nicht. Allerdings hat Christian
angewachsene Ohrläppchen; bei den Brüdern ist darüber
nichts auszusagen, da ihre Ohrmuscheln teils ganz zu Grunde
gegangen sind, teils so stark gelitten haben, daß das Bild
verdeckt ist. Andere Degenerationszeichen sind nicht zu
bemerken. Insbesondere sind alle Patienten psychisch durch
aus gut entwickelt. Sie machen durchweg einen intelligenten
Eindruck. Körperlich sind sie zwar nicht übermäßig kräftig
entwickelt, immerhin aber doch regelmäßig gebaut und frei