Full text: Beitrage zur Kenntnis des Xeroderma pigmentosum

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wissen disponierten Individuen die aktinischen Lichtstrahlen 
einen schädigenden Einfluß auf die Haut ausübten, der 
schließlich zur Karzinombildung führte. Die Hyperämie sei 
die erste Schutzreaktion des Körpers. Durch sie sollen alle 
Lichtstrahlen bis auf die unwirksamen roten reflektiert oder 
absorbiert werden. Auch die folgende Hyperpigmentation 
sei ein Schutzmittel gegen das Licht. Zum Beweise führt 
er an, daß die farbigen Rassen weniger an Hautkrebs 
leiden als die weißen. Sie würden durch ihr physi 
ologisches Pigment gegen die Lichtstrahlen geschützt. Er 
bringt hierfür Zahlen der Staatszählung, aus denen hervor 
geht, daß alle Staaten mit großem Prozentsatz von Neger 
bevölkerung erheblich weniger Krebsfälle aufzuweisen hatten 
als die mit vorwiegend weißer Bevölkerung. Das Ver 
hältnis ist ungefähr so, daß die südlichen Staaten 
prozentualiter doppelt so viel Neger als die nörd 
lichen, die nördlichen aber doppelt so viel Krebs 
todesfälle als die südlichen haben. Weiter zeigen die 
Zahlen, daß vorwiegend Leute mit einer Beschäftigung 
im Freien erkrankten, z. B. Bootsleute, Fischer, Land 
leute, Farmer, Gärtner, Straßenarbeiter und dergleichen. 
Nun könne man, da die ländlichen Berufe hierbei das Über 
gewicht haben, einwerfen, daß es vielleicht nicht das Licht, 
sondern Kälte, Wind und sonstige Unbilden der Witterung 
seien, die als Ursache angesprochen werden müßten. Aber 
genauere Betrachtung lehre, daß die ländliche Bevölkerung 
sicli den Witterungsunbilden weniger aussetze als die städ 
tische. Der Landmann ziehe sich im Winter in seine vier 
Wände zurück und mache sich wenig draußen zu schaffen. 
Hingegen sei er dem Einflüsse des Sonnenlichtes weit mehr 
ausgesetzt als die Städter. Auch sei in Ländern mit sehr 
rauher Witterung, wie Grönland, Island und den Färöer 
Krebs außerordentlich selten. 
Dem Xeroderm räumt er keine Sonderstellung ein, 
sondern faßt es lediglich als eine kindliche Form des Haut-
	        
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