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karzinoms auf. Es ist sicher ja sehr interessant, an diesem
großen Material zu sehen, daß das Licht auf die Entwicklung
aller Arten von Hautkrebs einen nicht zu unterschätzenden
Einfluß ausübt. Doch bildet das Xeroderm meines Erachtens
eine in seinem ganzen Bilde so eigenartige Krankheit, daß
man es nicht so ohne weiteres der Kategorie gewöhnlicher
Hautkrebse einordnen kann. Und für das Xeroderma pigmen
tosum allein kann Nevins Hyde bei seiner Seltenheit keine
größere Statistik bringen.
Ein Punkt, der bereits mehrfach zur Sprache gekommen
ist, scheint mir besonders wichtig für die Beurteilung der
Stellung der Tumorbildung im ganzen Bilde dieser Dermatose;
das ist der Umstand, daß es sich durchaus nicht immer
um gleichartige Tumoren handelt. Neben dem sehr
häufigen Karzinom sind mehrere Male Sarkome gefunden
worden. Auch bei unsern Fällen sah man andere Tumoren
als Karzinome. So wurde bei Paul 1899 am Zungenrande
ein Tumor abgetragen, der ein gewöhnliches Papillom dar
stellte, und ein Jahr vorher erwies sich ein Tumor der Kopf
haut ebenfalls nicht als karzinomatös. Dies scheint mir
sehr dafür zu sprechen, daß die Tumorenbildung etwas se
kundäres ist und daß man durchaus nicht berechtigt ist,
das Xeroderm als eine Art von Hautkarzinom des Kindes
alters aufzufassen.
In ihrem Verlauf boten unsere Fälle kaum etwas außer
gewöhnliches. Alle uns bekannten Stadien wurden nach
einander durchlaufen; daß die Art der Beschäftigung und
der Lebensweise einen so eklatanten Einfluß auf das Fort
schreiten und die Schwere der Afiektion hatte, kann uns nach
den voraufgegangenen Betrachtungen nicht Wunder nehmen.
Doch kann man meiner Ansicht nach nicht so weit gehen, wie
es Klein in seiner Dissertation (Straßburg 1906) tut, der eine
verschiedene Krankheitsdisposition bei Geschwistern als höchst
unwahrscheinlich ausschalten und das Verschontbleiben der
Schwestern erkrankter Brüder lediglich dem Umstande zu-