Full text: H.C. Andersens Briefwechsel mit Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach und anderen Zeitgenossen

14 
er lebe und blühe! — Für das Weimarische Herder⸗Album 
meinen innigsten Dank! 
Darf ich bald einen neuen Brief von Euer Hoheit 
hoffen? den 2. April ist mein Geburtstag, vielleicht kommt 
dann ein Brief; ein solcher wirft immer Freude und Fest⸗ 
lichkeit in meine Brust, und dann singt und blüht sie, da 
gucken die Märchen und Lieder hervor, die Sie leider nur 
in fremdem Gewande kennen, das bald zu weit, bald zu eng 
ist. O, wenn ich Deutsch dichten könnte! Aber die Muse 
hat nur meine dänische Lippe geküßt. Meinen innigsten, ehr⸗ 
furchtsvollen Gruß an Ew. Hoheit, an die Erbgroßherzogin 
und die hohen Eltern, so auch, wenn ich bitten darf, an die 
Frau von Groß, die Hofdamen, dann Canzler Müller, 
Beaullieun, Eckermann. 
Eurer Hoheit innig 
ergebener 
H. C. Andersen. 
7 
Copenhagen 18. April 1845. 
Mein edler Erbgroßherzog! 
An unserem ersten schönen Frühlingstage kam Ew. 
Hoheit lieber Brief, Gott strahle Ihnen so viel Sonnenschein 
ins Herz hinein, wie Ew. Hoheit Brief mir gebracht hat! 
Begierig öffnete ich das mitfolgende Paquet, ich rieth auf 
ein Portrait; es war aber Ettersburg, die Sommer-Heimath, 
worin ich so glückliche Stunden verbrachte. Wie gnädig und 
liebreich ist es von Ew. Hoheit, mich so zu erfreuen; ich 
habe es beim Anblick des Bildes und beim Lesen des lieben 
Briefes eine Sehnsucht, ein Heimweh nach der Ferne, wenn 
ich es so nennen kann, nach Weimar, nach dem noch immer 
mein Herz so wunderbar tief und liebevoll schlägt. Leider 
muß ich diesen Sommer hier in Dänemart hingehen lassen; 
allein es wird mir möglich werden, den Winter in Deuilsch⸗ 
land 
fliege 
Hohei 
ich fre 
Ergel 
Herzli 
ich vic 
cher eꝛ 
nicht 
neue 
Bänd« 
Sonn 
es sch 
humor 
und g 
trieb u 
schläge 
mittelr 
Thaler 
Schrif 
den. 
Lebens 
mit jt 
hat A 
so viel 
von de 
über r 
für de 
bekann 
ins Er 
ersehe, 
derem 
erschein 
im Ho 
erfreul 
an mern 
macht 
ja All—
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.