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wird in den Tubus geleitet und extrahiert. „Es war ein
erfreulicher Anblick, als der so lauge verborgene Nagel
zürn Vorschein kam“, der sich als eiserner Sattlernagel
von 2Vs ein Länge und 2 mm Dicke mit flachem Kopf
erwies.
Sofort nach der Entfernung des Nagels hustet Pat. reichlich
eitrigseröses Sputum aus. Die geringe Blutung aus den Granu
lationen wird mit Adrenalin leicht gestillt. Nach Entfernung
des Tubus und Einlegen der Kanüle geht der Hustenreiz
vorüber, der Pat. atmet ruhig und fühlt sich völlig wohl.
Die Dauer des ganzen Eingriffes betrug etwa 10 bis
12 Minuten. .
19. IV. 04. Pat. hat gut geschlafen, Husten besteht nicht.
Die Kanüle wird entfernt. Das Decanulenient geht ohne
Schwierigkeiten vor sich. Abends einmalige Temperatur-
Steigerung auf 38,3°.
20. IV. 04. Temperatur normal. Subjectives Wohlbe
finden. Pat. verläßt heute das Bett.
25. IV. 04. Pat. wird heute in weitere Behandlung seines
Arztes nach Hause entlassen. Die Tracheotomiewunde
granuliert gut, es strömt beim Sprechen keine Luft mehr
durch dieselbe aus.
10. IX. 05. Nachdem nunmehr über ein Jahr nach der
Operation vergangen ist, wird heute Pat. auf seinen jetzigen
Gesundheitszustand untersucht.
Der Knabe hat sich seit der Entfernung des Fremd
körpers dauernd wohlgefühlt, der Husten ist gänzlich ge
schwunden, der Appetit gut und die Leistungsfähigkeit nach
Angabe des Vaters vollkommen den Jahren entsprechend.
Der jetzt 10 jährige Knabe ist seinem Alter entsprechend
kräftig gebaut, zeigt frische Hautfarbe, die sichtbaren
Schleimhäute sind von normaler Rötung, Muskulatur und
Fettpolster gut entwickelt. Cor ohne pathol. Befund.
Die Sprache ist klar und laut, die Atmung erfolgt
ohne Anstrengung und Geräusch.