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Patient auch häufig die ihm Vorgesetzten Speisen verweigert,
so verzehrt er sie, wenn sie ihm einige Stunden später vor
gesetzt werden, bis auf den letzten Rest. Die Schwankungen,
denen das Körpergewicht der Katatoniker sonst in der Regel
im stärksten Grade unterworfen ist, und die bis zu 301?
und mehr in einem Zeitraum von kaum einem Monat be
tragen können, sind im vorliegenden Falle gering. Patient
hat bei seiner Aufnahme in die Klinik hei einer Größe von
1,30 m ein Körpergewicht von 28 kg, welches im Monat
Juli zwischen 27,4 und 28,3 kg schwankt und im August
gleichmäßig auf 28 kg, 27,7 kg und zuletzt auf 27 kg sinkt.
Im September steigt es wieder allmählich auf 28,3 kg, fällt
dann auf 26,7 kg und steigt bis zum 4. December ohne Re
missionen auf 33,5 kg. Während weniger Tage sinkt es
jetzt um 0,5 kg, um dann allmählich bis zum 25. Januar
07 auf 37,4 kg zu steigen und nach einer geringen Remission
von 0,5 kg in den nächsten 4 Tagen bis zum 19. Februar
auf 39,5 kg anzuwachsen. Bis zur Entlassung des Patienten
am 5. Mai schwankt es dann zwischen 39,5 kg und 36,5 kg;
am 2. Mai, dem Tage, an welchem Patient zum letzten
Male in der Klinik gewogen ist, beträgt es 37,5 kg.
Die Therapie hat, abgesehen von der gelegentlichen
Verordnung von Einläufen und von Brustpulver zur Rege
lung der Verdauung, in der Anwendung von Dauerbädern
bestanden.
Eine am 9. Juli vorgenommene Lumbalpunktion ergab
einen Druck von 50 mm. Der Liquor war so stark mit
Blut vermischt, daß eine weitere Untersuchung desselben
unmöglich war.
Gegen ausdrücklichen Rat des Arztes wurde Patient
am 5. Mai von seiner Mutter abgeholt und als ungeheilt
aus der Klinik entlassen.
Im vorliegenden Falle hat die Krankheit bei einem
geistig schlecht entwickelten Kinde in akuter Weise eingesetzt;
epileptiforme (?) Anfälle, seltsames Benehmen bei der Arbeit
und die Äußerung von Ideen religiöser Färbung treten uns
als Symptome beginnender Katatonie entgegen. Die spätere
körperliche Untersuchung liefert als für Katatonie besonders