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bis zum 5. V. 07 in der hiesigen königlichen psychiatrischen
Universitätsklinik zur Beobachtung.
Nach den von der Mutter des Patienten, des 12 jährigen
A. 0., gemachten Angaben besteht keine Heredität. Patient
hat früher niemals an Krämpfen gelitten, keine Kopfverletzung
erlitten oder eine andere schwere Krankheit durchgemacht,
dagegen ist er schlecht begabt gewesen und hat
in der Schule schwer gelernt. Eine direkte Ursache für
die jetzige Erkrankung läßt sich nicht ermitteln. Am Nachmittage
des 23. Juni hat Patient im Felde mitgearbeitet, hat
auf einmal alles verkehrt gemacht und dabei Ideen religiöser
Färbung geäußert, wie „Der liebe Gott werde ihm helfen“,
„Er werde seine Eltern nicht verlassen“ etc. Er wußte aber,
wo er war, und sprach auch nachher wieder vernünftig
Am folgenden Tage ist Patient schwindelig geworden, ohne
aber hinzufallen, auch ist er nicht mehr ganz klar gewesen.
Am 27. Juni hat Patient ca. 5 Minuten lang epileptiforme
Krämpfe gehabt, er hat zuerst steif dagelegen, die Fäuste
geballt, dann mit den Extremitäten gezuckt und gegen die
Bettstelle gestampft. Das Gesicht ist blaurot gewesen, und
die Zunge hat aus dem Munde gehangen. Patient hat dann
etwa zwei Stunden ohne Bewußtsein gelegen und darauf
geschafen. Andere Symptome epileptischer Anfälle wie
lautes Aufschreien zu Beginn des Anfalles, Schaum vor
dem Munde während des Stadiums der klonischen Zukkungeu,
Zuugenbisse und Einnässen haben angeblich gefehlt.
Seitdem ist Patient nicht mehr ganz klar gewesen,
und es hat sich außerdem seit diesem Tage sofort nach
der Nahrungsaufnahme Erbrechen eingestellt. Am nächsten
Tage hat Patient apathisch dagelegeu, ohne zu sprechen,
und wird au dem hierauf folgenden Tage, dem 29. Juni,
von seiner Mutter in die hiesige psychiatrische Klinik zur
Behandlung gebracht.
Patient besitzt einen gracileu Knochenbau, eine mäßig
entwickelte Muskulatur und befindet sich in mäßigem Ernährungszustande.
Die Untersuchung der Lungen ergibt
einen normalen Befund, an der Herzspitze ist der erste Ton
nicht ganz rein. An der linken Hand befindet sich zwischen