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Das spongiöse Mark bietet, abgesehen von seiner
Rolle bei der Knochenentwickelung, histologisch doppeltes
Interesse, erstens in Bezug auf die topographischen
Verhältnisse: die Lage der einzelnen Zellen, zweitens in
Bezug auf das numerische Verhältnis der Zellen
zu einander.
Die Methode der Untersuchung, die einzig
und allein in beiden genannten Hinsichten zuverlässige Re
sultate liefern kann, ist die Untersuchung der Schnitte:
sie läßt gegenüber der gewöhnlich angewandten Ausstrich
methode die Lage der Zellen richtig erkennen, sowohl zu
einander, als auch ihre Beziehung zu den beiden Grund
substanzen, dem Knochen, resp. Knorpel einerseits, und
dem bindegewebigen Netzwerk andererseits.
Mit kurzen Worten möchte ich auf die Art der Be
handlung des von mir untersuchten Materials eingehen.
Die Knochen: Femur, Humerus, Tibia und Radius
von 3 frisch getöteten normalen Hunden im Alter von
1 Tag, 6 Wochen und 1 Jahr wurden der Länge nach durch
sägt in Formalin gehärtet. Darauf wurden aus verschiedenen
Abschnitten des spongiösen Marks kleine Würfel heraus
geschnitten, die entweder 24 Stunden in 10°/«, oder 1 Woche
in 3% Salpetersäure entkalkt, wie gewöhnlich weiterbehandelt
und in Paraffin eingebettet wurden. Zur Untersuchung
gelangten Schnitte von 3^: an Färbungen habe ich an
gewandt: Hämatoxylin-Eosin, Ehrlichs Triaeidlösung, van
Gieson’s Mischung von Pikrinsäure und Säurefuchsin (nach
Vorfärbung mit Hämatoxylin), sowie die von Leishmann
angegebene Modifikation der Romanowsky-Färbung. Als
Grundlage für die Differenzierung der Zellen diente mir
Hämatoxylin-Bosin, während für die bindegewebigen Elemente
sowie für die Anordnung der roten Blutkörperchen van
Gieson schöne Bilder lieferte; das Triaeid eignete sich weniger
für Schnitte, Leishmann ließ speziell die baso- und eosino
philen Granulationen leicht wahrnehmen. Die Auszählung
der Zellelemente erfolgte auf einem verschiebbaren Objekt
tisch mit Olimmersion.
Aus früheren Arbeiten anderer Autoren liegen ver