Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1857. (Band IV.)

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über von 
15) Kirche in Wandsbeck Herrn Pastor Hansen. 
16) „ „ Heiligenhafen , 
17) „ „ Hohenstein , 
18) „ „ Delve , 
19) „ „ Sarau , 
20) „ „ Steinbeck , 
Aus dieser Uebersicht ist zu ersehen, dass noch viel an einem vollständigen 
Material zur Zusammenstellung der Kunstwerke unseres Landes fehlt, und erlaubt 
sich daher der Vorstand hiermit seine Bitte um fernere Mittheilungen nach dem im 
vorigjährigen Berichte abgedruckten Schema zu wiederholen. 
Diakonus Petersen. 
Pastor Reimers. 
„ Lorenzen. 
„ Desler. 
„ Petersen. 
Wenn auch den anwesenden Mitgliedern die im verflossenen Jahre erfolgte 
Eröffnung der Kunsthalle hinlänglich bekannt ist, so darf doch in unserem Berichte 
diese Thatsache um so weniger fehlen, als an dieselbe eine Reihe von wichtigeren 
Bemerkungen anzuknüpfen ist. 
Der Bau der Kunsthalle .war in der Mitte des Jahres 1857 so weit vorge 
schritten, dass, wenn auch in den Einzelnheiten noch Manches fehlte, doch bereits 
das Gebäude zu einer Gemäldeausstellung benutzt werden konnte. Es ward daher 
auf den 31. Juli eine Eröffnungsfestlichkeit ahgesetzt, um einerseits ein glücklich 
erreichtes Ziel in geselliger Freude zu begehen, andererseits das der Kunst geweihte 
Lokal zum ersten Male mit einer Ausstellung von Werken vaterländischer Künstler 
zu schmücken. Die gesellige Feier des Tages erlauben wir uns in diesem Berichte 
nicht ausführlicher zu erwähnen, sondern in Betreff derselben auf die Beschreibung 
in den öffentlichen Blättern hinzuweisen. 
Was dagegen die Ausstellung betrifft, so erscheint es geziemend, nicht etwa 
auf eine Besprechung der Bilder einzugehen, sondern auf die Namen der Künstler 
einen Blick zu werfen, die wir die unsrigen nennen dürfen. Es ist den Bewohnern 
unseres Landes so oft und, wie man zugeben muss, nicht ganz mit Unrecht der Vor 
wurf gemacht worden, dass ihnen die Fähigkeit für die schönen Künste abginge. Es 
ist hier nicht der Ort zu untersuchen, welche Ursachen dazu beigetragen haben, dass 
die in diesem herben Urtheile ausgesprochene Behauptung einige Wahrheit erlangt 
hat. Um aber nur einige Punkte zu erwähnen, so trägt ohne Zweifel die gänzliche 
Entblössung des Landes an bedeutenden Kunstdenkmälern einen grossen Theil der 
Schuld der geringen Verbreitung allgemeinen Kunstsinnes, denn die Kunst bedarf wie 
jede edle Thätigkeit des Geistes, um zur Ausbildung zu gelangen, des Vorbildes und 
der Anregung. Hiermit hängt zusammen, dass die Jünger der Kunst, welche den 
Trieb zur Fortbildung in sich fühlten, die Heimath verlassen mussten, um Lehre und 
um dann ferner Anerkennung ihrer Werke zu finden.
	        
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