Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1857. (Band IV.)

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Binzer aus Kiel — Brachholz — Franck aus Altona — Fritzsch aus 
Schleswig •— Hansen in Kopenhagen — Caesar Hesse aus Altona — Fräulein 
Jürgensen aus Friedrichstadt — Fr. Kamphövener aus Rendsburg — Krafft 
aus Altona — Meyer aus Altona — Michelsen aus Neumünster — Trübe aus 
Altona — Fräulein Wiedebusch aus Kiel — Lütjens aus Lütjenburg *— Blanck 
aus Rendsburg — C. F. Lorenzen — Ibsen aus Schleswig — Kühl aus Eckernförde. 
Da es, wie erwähnt, eine Aufgabe des Vereins sein wird, allmälig ein klares 
Bild der vaterländischen Kunst zu erhalten, so schliesst der Vorstand an diese Mit 
theilung die Bitte an Alle, welche über die Lebensumstände und die Werke vater 
ländischer Künstler Näheres anzugeben wissen, ihre Kunde dem Vorstände zukommen 
zu lassen. 
An diese Erwähnung der Eröffnung unserer Kunsthalle schliesst sich am besten 
der Bericht über die Bauangelegenheit selbst an. 
Nach Beendigung der Eröffnungsausstellung wurde mit den Arbeiten zur Voll 
endung der inneren Einrichtung fortgefahren. Diese waren im September so weit 
gediehen, dass eine Uebergabe des Baues Seitens'des Baumeisters an den Vereins 
vorstand erfolgen konnte. Diese Uebergabe fand unter Zuziehung eines unparteiischen 
Sachverständigen am 16. December 1857 statt, und ergab die solide und contrakt- 
mässige Ausführung des Gebäudes. Da indessen die Jahreszeit zur Herstellung einer 
Reihe von kleinen inneren Einrichtungen nicht geeignet war, so verständigte sich der 
Vorstand mit dem Baumeister dahin, dass diese genau zu Protocoll genommenen Ein 
richtungen erst in der guten Jahreszeit ausgeführt werden sollten, wogegen der Bau 
meister auf die Auszahlung einer Restzahlung bis zur völligen Beendigung auch des 
inneren Ausbaues verzichtete. 
Ueber die Kosten des Baues wird nach völliger Beendigung desselben eine 
Baurechnung vorgelegt werden, welche für jetzt das Resultat ergiebt, dass die für 
den Bau speciell disponiblen Mittel nicht ausgereicht hätten, so weit zu gelangen, als 
es in der That der Fall ist. Es haben inzwischen die laufenden Einnahmen des Ver 
eines aushelfen müssen. Der Grund der ungünstigen Finanzlage für den Bau liegt 
besonders darin, dass es nicht gelungen ist, die sämmtliehen 120 Bauaktien unterzu 
bringen, sondern nur 95 derselben. 
Inzwischen hat bereits die erste Ausloosung von zwei Aktien stattgefunden, 
und der Werth des Besitzes ist durch eine Anzahl von Schenkungen so gewachsen, 
dass der Vorstand genügende Sicherheit glaubt bieten zu können, um die Anleihe 
eines Capitales zu versuchen, bis es gelingt, den Rest der Aktien untcrzubringeii. 
Von der Generalversammlung wird die Genehmigung einer Geldaufnahme zur Tilgung 
der Bauschulden unter möglichst guten Bedingungen zu erbitten sein.
	        
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