Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1857. (Band IV.)

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Beständigkeit des Funkenkanals. Wenn das Funkenmikro- 
meter nicht vor der Luftbewegung geschützt ist, die der Rota- 
tionsapparat erzeugt, so zeigen sich die ersten Funken fast 
immer ganz grade, fangen aber bald an, nach der Seite, wohin 
der Luftzug geht, sich auszubiegen und krümmen sich nun 
mehr und mehr gegen das Ende hin. Die Formveränderung 
ist dabei eine continuirlich von einem zum andern Funken 
fortschreitende und selbst wenn die Linie des Funkens an einer 
Stelle stumpf eingeknickt ist, so verfolgt man diese Winkel 
biegung durch die ganze Reihe hindurch (I ig- 7.). Dabei 
kann eine solche Einbiegung im Verlaufe der Reihe auch oft 
nach vertikaler Richtung eine geringe Lagen Veränderung er 
leiden , so dass sie sich als schräge Linie durch die F unken 
reihe hindurch zieht (Fig. 8.), was gewiss nur'einer geringen 
vertikalen Bewegung der Luft zugeschrieben werden darf. 
Dies Alles scheint mir aber ein hinreichender Beweis dafür 
zu sein, dass jede Partialentladung unter allen Umständen nur 
den W T eg einzuschlagen sucht, welchen schon die zunächst vor 
hergehende genommen hat. 
Zeitabstand zweier Partialentladungen im Verhältniss zur Schlag 
weite. Es schien mir nun von Interesse zu sein, das Zeitintervall 
welches zwischen zwei Partialfunken verfliegst, für verschiedene 
Schlagweiten und verschiedene Widerstände kennen zu lernen. 
Die Beobachtungen, welche zu verschiedenen Zeiten gemacht 
wurden, bieten jedoch durchaus nicht die Uebereinstiinmung, 
welche man von ihnen verlangen könnte, so dass die schliesslich 
gefundene Zeit keinen'Anspruch auf absolutes Maass machen darf. 
Eine solche absolute Bestimmung würde übrigens auch von gerin 
gerem W r erthc sein, so lange man Polkörper mit einer unregelmäs 
sigen Form' anwendet, wie sie an dem Funkenmikrometer durch
	        
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