Die übrigen Räume dieses Stockwerks bilden die Dienstwohnung des Direktors.
Das obere Stockwerk (Fig. I|JL.) endlich enthält die eigentlichen Arbeitsräume und einen andern Theil
der Instrumentensammlung. Auf dem Hachen Dache des Treppenhauses sind zunächst eine Anzahl von
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Instrumenten aufgestellt: die; verschiedene Verdunstungsmesser und ein. Regenmesser. Pfeiler, die rings
auf der Umfassungsmauer angebracht und mit Steinplatten belegt sind, können zur Aufstellung von Mess
instrumenten benutzt werden, wenn Beobachtungen oder Uebungen mit derartigen Apparaten anzustellen
sind. Üeber der Mitte des Treppenhauses ist endlich noch ein Blitzableiter und eine Windfahne angebracht;
die Bewegungen der letzteren können vom Innern des Treppenhauses an einer an der Decke befindlichen
Windrose abgelesen werden.
Von der Decke des Treppenhauses hängt noch bis zum Erdgeschoss hinab ein langes zur Anstellung
des Foucault’schen Pendelversuches bestimmtes Pendel, dessen Schwingungen auf einem Theilkreise von
4 Fuss Durchmesser controllirt werden können.
Die drei einfensterigen Zimmer a, b und c enthalten die Apparate zur Maass- und Gewichtsbestim
mung, zur Statik und Dynamik fester, flüssiger und luftförmiger Körper, welche in 7 Glassichräriken und
in einigen Repositorien aufgestellt sind. Neben den Fenstern sind Arbeitsplätze für Praktikanten und in
jedem Zimmer ist mindestens ein fester Consolentisch zur Aufstellung von Waagen oder Messinstru
menten etc, angebracht.
ln dem Saale d, welcher als Auditorium für die physikalischen Vorlesungen dient, sind die ver
schiedenen Hülfsgeräthe wie Gläser. Flaschen, Porzellanschalen, Lampen, Gestelle u. s. w., ferner eine
Sammlung der am häufigsten zu benutzenden chemischen Präparate in einem grossen Glasschranke und in
4 grossen Repositorien aufbew'ahrt. In demselben Saale befinden sich ferner einige grössere Apparate, die
in den Vorlesungen benutzt werden und welche jedesmal von den eigentlichen Sammlungsräumen und
wieder zurück zu transportiren zu umständlich sein würde, wie z. B. die Luftpumpe, eine Elektrisirmaschine,
Fallmaschine, Pendelapparate,etc. Auf 4 grossen, an den Wänden befestigten Consolen sind Messinstru
mente gegen Erschütterungen gesichert aufzustellen; diese Consolen sind ohne Hülfe eiserner Haken be
festigt, um sie auch für magnetische Messapparate zu gebrauchen. Endlich ist noch ein Heerd zur Benutzung
bei den Vorlesungen, und eine Wasserleitung (die auch in das Zimmer a führt) vorhanden, welche letztere
ähnlich wie die beim Erdgeschoss erwähnte aus einem Reservoir unter dem Dache gespeist wird.
Das Auditorium und der dahinter liegende Bodenraum i können durch Läden Verfinstert werden
und ist alsdann zu optischen Versuchen das Sonnenlicht entweder durch das Mittelfenster von d oder das
correspondirende Fenster von i in das Auditorium zu leiten, zu welchem Zwecke an den gedachten Fenstern
aussen Marmorplattcn zur Aufstellung des Heliostaten angebracht sind.
Neben dem Auditorium befindet , sich noch ein zugleich als Sprechzimmer dienendes Bibliothek
zimmer e, und neben diesem ein den Praktikantenzimmern a, b, c gleiches Arbeitszimmer für den Direktor'.
Alle diese Räume können durch Gaslicht erhellt werden, wobei es sich von selbst versteht, dass
das Gaslicht auch statt des Alkohol bei Verbrennungen, Abdampfen etc. zu benutzen ist.
Was die Sammlung der Instrumente betrifft, so ist dieselbe zwar, von einzelnen Zweigen abgesehen,
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nicht ungewöhnlich reich, dürfte aber doch zu den besseren Sammlungen zu zählen sein.
Der Grund zu derselben war im Jahre 1811 durch den Ankauf der dem Conferenzrath Pfajf ge
hörenden Privatsammlung für 3200 gelegt worden. Diese, von dem genannten berühmten Gelehrten
während seiner langen Amtstätigkeit stetig vermehrte Sammlung war dennoch beim Antritt der neuen
Direktion im Jahre 1817 nicht so werthvoll, wie man sie hätte erwarten sollen, besonders weil ein grosser