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grossem theil auch auf der Peuting., so dass des Honorius karte in diesem abschnitt
fast nur eine etwas jüngere und vollständigere recension dieser zu sein scheint, die
Alanii sind nach der ordnung notwendig in Alamani zu verwandeln, wie umgekehrt
die Alamani in Alani bei Mamertin genethl. Maximian, c. 17. die Langiones bleiben
rätselhaft, so leicht die änderung in Yangiones wäre, aber diese sassen innerhalb der
Rheingrenze. die Langobardi allein und zumal in der Verbindung mit den Suebi
verraten ältere Überlieferung, da sie seit dem Marcomannenkriege (Petrus Patric.
p. 124 Bonn.) erst zu anfang des sechsten jahrh. wieder an der Donau Vorkommen,
wohl aber bei Ptolemaeus die Chatten mit ihrem anhang (Zeuss s. 94 fg. Haupts
Zeitschrift 9, 233) 'Zovrjßoi Axyyoßdpioi heissen, die corrupten Tutuncii neben den Bur
gundionen können nur die Iuthungi an der obern Donau sein, und die Burgundiones
sind, wie bei Ammian, in ihrem rücken am Main zu denken. Armilausi ist dann ein
name den Honorius allein mit der Peuting. gemein hat und den diese wie jener
unmittelbar vor Marcomanni aufführt. die Mannii, bei denen man auf Manimi (Tac.
Germ. 43) oder auf Vanniani, Sueben des Yannius (Zeuss s. 118 fg.) raten könnte,
sind wahrscheinlich nur aus einer dittographie der letzten worthälfte von Marcomanni
entstanden, auffallend allein ist die Stellung der Heruler-, die erst im fünften jahrh.
in die verlassenen sitze der Marcomannen einrückten, diese aber und die Quaden
verschwinden seit dem anfang des jahrh. völlig aus der geschichte, was die karte
wieder dem vorhergehenden, vierten zuweist, ebenso sind die Sarmaten, d. h. Jazygen,
ihre nachbarn nach dem vierten jahrh. ganz ohne bedeutung und fast v erschollen,
dagegen figurierten die Basternen und Carpen jene nennt die Peuting., diese der
kosmograph von Ravenna — wieder nur als überliefert aus älterer zeit auf der karte,
wenn diese nicht über Constantin zurückgeschoben werden darf, weil jene Völker seit
ihrer Verpflanzung auf römischen boden zu ende des dritten jahrh. (Zeuss s. 442. 699)
neben den Gothen und den übrigen nicht mehr Vorkommen, nur einmal taucht noch
nach dem zerfall der gothischen macht am Pontus durch die Hünen der name
Karpodaken bei Zosimus 4, 34 um 380 auf, aber nur um alsbald für immer zu
verschwinden.
Das büchlein des Julius Honorius ist uns in verhältnismässig ursprünglicher
gestalt nur in einer einzigen, zwar alten, aber arg verderbten und selbst verstümmelten
handschrift, dem cod. Parisiens. 4808 aus dem sechsten jahrh. erhalten, das Ver
derbnis der namen mag zum theil schon in der karte, der quelle des Honorius seinen
grund haben, an dem zustand des textes wird aber auch die art der Veröffentlichung
durch einen seiner Schüler mit schuld sein, zahlreichere hss. (Karl Pertz a. a. o.
p. 31 40) gibt es von einer zweiten recension, die für diese Untersuchung von
eigenthümlichem werth ist. ich kenne sie durch die güte des hrn. prof. 1 etersen i®
Hamburg und des hrn. conferenzrath Werlauff in Kopenhagen, indem mir jenci
abschriften einzelner stellen aus dem Vatic. Palat. 973, dem Thuaneus oder Paris. 4871