33
von Noviodunum (bei Isakscha) am see Morsianus bis zum Danaster und nordwärts
bis zur Weichsel (Viscla) ausgebreitet, die Anten vom Danaster bis zum Danaper,
euss s. 592 ffg.; an der küste des oceans aber, wo die Weichsel, hier Vistula, mit
rei armen mündet, sitzen die Vidivarier, aus verschiedenen Völkern gemischt (Zeuss
S ' 668 f S-)> un<1 neben ihnen am ocean die Aesten, ein pacatum hominum genus
omnino, homines humanissimi bei Adam von Bremen 4, 18. südlich von diesen
Völkern es sind nicht nur die Aesten und Vidivarier, sondern auch die Anten
ünd Sclavenen zu verstehen — auf den steppen über dem Pontus bis zur Maeotis
ausen die nomadischen stamme der Bulgaren oder Hünen, die namentlich aufgeführt
Werden, Zeuss s. 710 715. so klar diese aufstellung und die ganze beschreibung
cythiens ist, so ist doch sehr die frage ob all die neuen namen schon auf der karte
standen und diese, in diesem abschnitt wenigstens, eine dem sechsten jahrh. gemässe
Recension erfahren hatte. es könnte dafür die beschreibung von Suevia sprechen,
ie c. 55 verkehrt genug in einem zusammenhange, wo nur von Sueven über der
Mittlern Donau, den Überresten der alten Quaden und Marcomannen die rede ist,
vorkommt: regio Suevorum ab Oriente Bajovaros habet, ab occidente Francos, a
meridie Burgundzones (wie oben Scandza), a septentrione Thuringos. quibus Suevis
üncti Alamanni — Alpes erectas omnino regentes, unde nonnulla fluenta Danubio
mfluunt, nimio cum sono vergentia. die fränkische völkertafel bei Pertz X (VIII)
P- 314, die um 520 entworfen ist, abgerechnet, ist dies das älteste zeugnis für die
aiern, die der kosmograph von Ravenna noch nicht auf seiner karte vorfand, oder
übersah. die beschreibung lässt an eine karte denken die, ähnlich wie die seinige,
111 lhrem nordwestab'schnitt der Stellung der Völker zu anfang des sechsten jahrh!
gemäss erneuert war. aber der letzte satz knüpft an die beschreibung der Donau
Ci 12 un d weist damit das stück der anonymen chorographie zu. gegen jene
• na hme, dass die beschreibung Scythiens tüne recension der karte aus dem sechsten
ih. voraussetze, spricht dass neben den neuen noch zum theil die alten namen
g r k°mmen. der lyras wird sogar neben dem Danaster (Danastus bei Ammian 31,
’. ° ^ au %elührt als wären es zwei verschiedene flüsse, der Borysthenes des Mela
md erst durch Danaper übersetzt, der Tanais, die Ripäen, die städte am Pontus
^ a en unverändert ihre alten namen. dazu kommt, wie es scheint, c. 12: Dacia
bqua, heisst es hier, das jetzt die Gepiden inne haben, liegt von einem kranz von
^ lr gen umgeben jenseit der Donau Mocsien gegenüber, es hat nur zwei Zugänge:
r . ers ^ e per Boutgs ist sonst unbekannt, der andre per Tapas wird in den dacischen
j/®?en wiederholt genannt, Dio 67, 10. 68, 8. dies gothische Land, das ehemals
J, ly ° la ^* ess > j et ^t Gepidia, ist im osten von den Roxolanen, im westen von den
"ygen, im norden von den Sarmaten und Bastarnen, im Süden von der Donau be-
^ enn ’ so wird wunderlich genug noch hinzugesetzt, die Jazygen werden von
oxolanen durch den fluss Aluta geschieden. die Umgrenzung ist im "runde