Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1856. (Band III.)

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hat, durch die abschreiber oder denjenigen von dem das Verzeichnis seine jetzige 
gestalt erhalten. aus Judaea werden zuerst zwei städte an der käste von norden 
nach Süden Caesarea und Ascalon aufgeführt, dann aus dem innern die nördlichste 
Tiberias, die mittlern Neapolis-Sichem, Sebaste-Samaria und Scythopolis am Jordan, 
endlich Jerusalem-Aelia. wenn darauf unter Arabia Petraea ausser Petra zwei städte 
— in der richtung von Süden nach norden — aus der Palaestina peraea, Medaba 
und Bostra, Vorkommen, so beruht das wohl weniger auf Verwechslung und Verderb 
nis, als auf der einrichtung der provinz Arabia mit der hauptstadt Bostra unter 
Trajan, unter dem auch die Petraea unterworfen wurde, Dio 68, 14. später freilich 
gehörte diese als tertia zu Palaestina, notit. dign. or. c. 29 mit Böckings anm., vgl. 
c. 30. Teredon unterhalb des Zusammenflusses des Euphrat und Tigris bezeichnet 
dann zuletzt noch offenbar sehr genau die linie die als nordgrenze des klimas ge 
dacht werden soll. 
4. Der fünfte parallel des Eratosthenes ist das diaphragma, der parallel von 
Rhodus und Athen, aber Strabo p. 134 gibt zunächst nach Hipparch an dass in Phoeni- 
zien um Ptolemais Sidon und Tyrus, ungefähr 1600 Stadien nördlich von Alexandrien, 
d. h. auf ungefähr 33° 25' nördlicher breite, der längste tag 14J stunden betrage, 
dass hienach später ein neuer parallel gezogen wurde, beweist Plinius. ich muss hier 
vollständig mittheilen was er über seinen zweiten circulus sagt: incipit ab India ver- 
gente ad occasum, vadit per medios Parthos, Persepolim, citima Persidis, Arabiam 
citeriorem, Judaeam, Libani montis adcolas, amplectitur Babylonem, Idumaeam, Sa- 
mariam, Hierosolyma, Ascalonem, Jopen, Caesaream Phoenices, Ptolemaidem, Sidonem, 
Tyruin, Berytum, Botryn, Tripolim, Byblum, Antiochiam, Laodiceam, Seleuciarn (Pie- 
riam), Ciliciae maritima, Cypri austrina, Cretam, Lilybaeum in Sicilia, septentrionalia 
Africae et Xumidiae. dies autem noxque maxuma XIV horarum aequinoctialium est, 
accedente quinta parte unius horae. ich bemerke hiebei dass des Plinius gewährs- 
mann, wie auch schon aus dem ersten circulus sich ergibt, hinsichtlich Indiens ent 
schieden dem Hipparch folgte der gegen Eratosthenes eine nördlichere läge dafür be 
hauptet hatte, Strabo p. 68—77. die linie ist auch bei Ptolemaeus in der geogr. der anfang 
seines fünften klima, im Almagest die mitte desselben, und deutlich setzt den neuen 
parallel das vierte klima des Africanus voraus, freilich fehlen die nördlichem phöni' 
zischen städte, aber Damaskus und weiterhin Babylon Seleucia Ctesiphon Susa be 
zeichnen hinlänglich die grenze gegen das vorige klima, während bei Plinius wie 
bemerkt alles verwirrt ist. auf der andern seite rücken Arsacia, das alte Ragae an 
den Caspischen pforten, Arbela Nisibis Zeugma Samosata bis an den fuss des Taurus 
vor, und nirgend wird die hauptlinie des Eratosthenes überschritten, ausdrücklich 
setzt dieser Strabo p. 134 den breitenstrich gleich, der durch den Peloponnes, di e 
mitte von Rhodus, die umgegend von Xanthos in Lykien oder etwas südlicher, un<J 
400 Stadien südlich — nördlich? — von Syrakus geht, obgleich hier eine abweichun»
	        
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