Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1856. (Band III.)

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von ihm einmal gegebene schema auf mittelalterlichen karten sich darstellt, kann 
jcdei in den betreffenden werken nachsehen. das medium der Überlieferung ist hier 
um theilj wie schon erwähnt s. 2, die römische karte. als ergebnis der Unter 
suchung, glaube ich, darf man trotz ihrer unVollständigkeit schon behaupten dass bei 
entwerfung der römischen weit- und reichskarte durch Agrippa die karte des Erato 
sthenes zu gründe gelegt und ihre projection in allem wesentlichen beibehalten 
wurde, ein resultat zu dem man ohne die völkertafel des Africanus nicht gelangt 
wäre. 
Die art und weise wie diese abhandlung geschrieben werden muste, macht einige nachträgliche 
Bemerkungen notwendig. S. 2. ich hätte nicht sagen sollen dass Strabos chorographos dieselbe 
quelle wie der %apoyfK(pixo( irivat bezeichnet, sondern nur eine damit verwandte; man vergleiche jetzt 
s - 2> flg. — S. 5. für das doppelte Tiuisco auf der peutingerschen karte bleibt zu erwägen dass Ptole- 
niaeus 3, 8, 9. 10 in Dacien ein Tiriscum und Tibiscum unterscheidet, wie schon ükert (Skythien s. 016) 
gegen Männert einwandte. — S. 14. die Saraceni nennt schon Ptolemaeus 6, 7, 21, und wahrscheinlich 
s 'nd die Arraceni bei Plinius 6, 32, 157 dieselben, sie werden aber erst seit 192 in der geschichte ge 
nannt. S. 14 anm. schon früher als Karl Pertz hat Mommsen in den berichten über die Verhand 
lungen cet. 1851 p. 100 anm. die Übereinstimmung der dimensuratio mit Dicuil bemerkt und dabei auf 
jleermann zu Burmanns anthol. lat. V ep. 115 verwiesen, der Sedulius als den Verfasser der verse bei 
lcu ‘I erkannte - indem ich die verse wieder ansehe, muss ich ihm darin recht geben dass sie sich wohl 
n ' lr au ^ die Herstellung der karte beziehen, obgleich nicht geläugnet werden kann dass zugleich die dimen- 
suratio eine revision erfuhr. - S. 18 oben, vgl. tab. peut. VII E: Humen quidam Grin vocant. alii Nilum 
«P p ellant. dicitur enim sub terra Aethiopum in Nilum ire lacum. — S. 26. 27. IWrcwUr, oi wXoUmi 
otvoL bei Ptolemaeus 2, 3, 6 (vgl. Avien. or. mar. 421) erklärt wie eine notiz über die punische bevöl- 
yuung der küste von Calpe bis gegen Carthago nova auch bei Agrippa Vorkommen konnte. — S. 37, 
v. o. lies: Chronographen statt chorographen. — S. 37. die stelle über Nimrod im chronicon pasch. 
P 50 enthält ein citat aus den clementinischen recognitionen. — S. 37, 6 v. u. lies: mit der die Ordnung 
er namen und die . — S. 48. auch die klimata bei Geminos elem. astron. c. 5, Cleomedes cycl. 
^ le or. I, 5. 6.2, I und Martianus Capelia 8, 876. 877 sind wesentlich die eratosthenisch-hipparchischen.—• 
^ °l. Otyfaiov dicta Asia pars cuius metropolis fuit Nicaea, urbes vero praecipuae Cotyaeum Dorylaeum 
^Pamea Lampsacus Cyzicus et Abydus, dictaque vulgo provincia seu Si/uot ’Otpmtov, quod legio destinata 
°Bsequium seu comitatum imperatoris in earn praesidio mitti consuevisset, Ducange gloss, med. graec. 
s ^ovxeAxTou sind daher wohl die Buccellarier, die leibwächter und Schergen der spätem römi- 
len und byzantinischen kaiser. 
28, 7-29, 9. 56.
	        
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