Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1859 (Band VI.)

82 
suchung der Luff in dem grösseren für weibliche Kranke bestimmten Zimmer im zweiten Stock, 
dessen bauliche Einrichtung besonders fehlerhaft ist, wies in dieser Luft einen Kohlensäuregehalt 
von 4 pro mille nach. Durch Herstellung besonderer Ventilationsvorkehrungen ist dieses Verhältniss 
seitdem gebessert worden. 
Der für klinische Untersuchungen erforderliche Instrumenten-Apparat ist im Jahre 1859 durch 
Anschaffung einer grossen Decimalwage von JPintus in Brandenburg zur Bestimmung des Körper 
gewichtes, und durch Erwerbung einer zwar älteren, aber sehr guten chemischen Waage bereichert 
worden. Dr. Bartels. 
8) Die chirurgische ophthalmiatrische Klinik im Friedrichshospitale. 
Vom 1. Januar bis zum 31. December 1859 wurden im Ganzen 997 Kranke von der Klinik 
aus behandelt und zwar ambulatorisch 701, als Hospitalskranke 296 Individuen. 
Als erster Assistent fungirte von Neujahr 1859 bis zum 1. October Herr Dr. Nissen, vom 
1. October an der frühere zweite Assistent Herr Dr. Meyer, als zweiter Assistent von da an Herr 
Cand. Völckers. 
An dem klinischen Unterricht betheiligten sich im Sommersemester 11, im Wintersemester 
14 Studirende. 
Von den häufigeren Krankheitsformen kamen zur Behandlung: 
Wunden und Contusionen 52 Fälle. 
Fracturen ! 30 „ 
Luxationen 9 „ 
Verkrümmungen 24 „ 
Hernien 17 „ 
Krankhafte Neubildungen 65 „ 
Entzündungen und Eiterungen der Haut und des Zellgewebes.... 77 „ 
Entzündungen der Knochen 35 „ 
Entzündungen der Gelenke 46 „ 
Geschwüre und Fisteln 52 „ 
Angeborne Missbildungen 5 „ 
Ohrenkrankheiten 40 „ 
Hautkrankheiten 57 „ 
Neurosen 22 „ 
Augenkrankheiten 205 „ 
(Darunter 10 mal Ophth. granulosa.) 
Es wurden im Ganzen 264 grössere chirurgische Operationen vorgenommen, darunter 
namentlich: 
17 Amputationen mit Exarticulationen, 
14 Resectioncn, 
60 Exstirpationen von Geschwülsten, 
7 Nekrotomien, 
9 Tenotomien, 
18 plastische Operationen, 
1 Herniotomie,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.