Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1859 (Band VI.)

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Nun hat die Gleichung (50) zwar 3 Wurzelwerthe, indess sind die beiden 
von (51) nur einander reciprok, insofern 
k 
— W — 1 
1 
k + Vk~ — 1 
ist. Hierdurch ist offenbar nur eine Vertauschung der Halbaxen b und c bezeichnet. 
Man kann also folgenden Satz aussprechen: 
Für den unendlichen massiven elliptischen Cylinder sind 
innerhalb der Gränzen V = 0 und V" — 0,5 zwei verschiedene 
Axenverhältnisse, innerhalb der Gränzen V" und V'" — 1,0 nur 
ein einziges möglich. 
Ausser diesen zwei cylindrischen Gleichgewichtsfiguren einer rotirenden Flüssig 
keit gibt es noch eine dritte, nämlich den von zwei concentrischen kreisförmigen 
cylindrischen Flächen begränzten Hohlcylinder. Aus der Natur der Anziehung des 
hohlen Cylinders auf seine Theilchen geht hervor, dass im Zustande der Ruhe sich 
das Maximum des hydrostatischen Drucks in der innern Oberfläche befinden wird, 
indem alle Anziehungen normal gegen die Axe gerichtet sind. Weil nun die Anziehung 
von der innersten Oberfläche bis zur äussersten nach einem bestimmten Gesetze beständig 
zunimmt, so muss sich eine Rotationsgeschwindigkeit finden lassen, bei welcher der 
Druck auf die innere Oberfläche verschwindet. Denn bezeichnen wir die Massenan 
ziehung auf irgend einen Punct, der sich in einem normal gegen die Axe gezogenen 
unendlich engen Kanäle befindet, mit R, das Theilchen mit J'r, so ist der im Zustande 
der Ruhe gegen die innere Obei-fläche gerichtete Druck 
r , ' !l: L > V ahOTOvr 
- Po =f ? Rh 
r 
Da nun R als negativ, die Axifugalkraft ir aber als positiv aufzufassen ist, so kann 
man i so wählen, dass Gleichgewicht eintritt oder dass 
-nil »jb agiud. oe ’ u> tilg ob ^jiritod* I = er at'Owfas'iuW USD &»’// 
r' r' 
R cJ'r -f- i = 0 (54) 
r r 
wird. Da i nur einen Werth hat für bestimmte r und r', d. h. für Hohlcylinder von 
derselben Dichtigkeit und demselben Verhältnisse von r und r', so wird es stets 
ausser jenen zwei massiven noch einen Hohlcylinder geben, der zwischen den Gränzen 
V = 0 und V = 1 dem Gleichgewichte genügt. Weiter unten in § 11 wird das 
Speciellere in Betracht des Verhältnisses der Dimensionen von r und r' zu der Ro 
tationsgeschwindigkeit abgehandelt werden.
	        
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