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Die Theorie der heterogenen Hohleylinder ist einer beliebigen Verallgemeine
rung fähig. Sind nämlich die relativen Mengen beliebig vieler Flüssigkeiten nebst
ihren Dichtigkeiten gegeben, so lassen sich, vorausgesetzt, dass ihre Anzahl gleich n
ist, stets n -f- 1 Gleichungen mit n -f- 3 unbekannten Grössen finden. Die End
gleichung derselben enthält also immer zwei Grössen, die willkührlich sind, so weit
es die Gleichung (99) gestattet.
Aus allem Diesem geht deutlich hervor, dass bei der oben betrachteten Art
von Figuren für eine unendlich verschiedene Anordnung der Flüssigkeiten noch
Gleichgewicht stattfindet, während sich bei den heterogenen Sphäroiden die Anzahl
der Gleichgewichtsfiguren auf eine sehr geringe endliche Menge reducirt. Dies liegt
offenbar in der Art der Communication der Schichten verschiedener Dichtigkeit. Die
Hohleylinder verhalten sich in dieser Hinsicht vergleichsweise zu den Sphäroiden, wie
die communicirenden Röhren zu den einfachen Gefässen, wenn diese mit verschiedenen
Flüssigkeiten angefüllt sind.
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§ 12.
Von den Figuren einer ruhenden Flüssigkeit nnd Betrachtung einiger anderer
Gleichgewichtsformen, welche sich denselben Gränzen nähern.
Es lässt sich noch eine Menge anderer Gleichgewichtskörper mittelst der
obigen sechs Grundkörper auffinden und zwar dadurch, dass man die sechs Gleich
gewichtsformen der Ruhe theilt oder aushöhlt. Diese Hohlkörper oder, wie wir sie be
nennen wollen, secundären Körper des Gleichgewichts kann man alsdann als Gränz-
fälle anderer von den Ellipsoiden abweichenden Körper betrachten. Es entstehen so
entweder wahre Hohlkörper oder paarige Systeme, bei denen sich das eine Glied
durch einen sogenannten Centralkörper ersetzen lässt. Aus diesem Grunde ist der
Unterschied zwischen den primären und secundären Gleichgewichtsfiguren im All<r e -
meinen der, dass bei jenen (mit Ausnahme der sechsten) der Schwerpunct in der
Masse liegt und die * Massenanziehung ausschliesslich nach innen gerichtet ist d. h.
negative Werthe der Componenten hat; dass bei diesen hingegen der „Oeffiümgen“
wegen der Schwerpunct ausserhalb liegt und die Massenanziehung theils einwärts,
theils auswärts gerichtet ist. Wir wollen diese Gattungen im Folgenden specialisiren,
gestützt durch die Analysis, vermittelst deren wir eine strenge Lösung des Problems
erhalten.
Wir haben im 6ten und 7ten Satze gefunden, dass die sechs ellipsoidischen
Ruhekörper folgende sind:
1) die Kugel, als Gränze des Ellipsoides ( a ),
2) der unendliche Cylinder, als Gränze des dreiaxigen Ellipsoides,
3) der unendliche kreisförmige Discus, als Gränze des Ellipsoides (ß),