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aus Judenchristen bestehenden Lesern die in Christo geschehene Aufhebung insbe
sondere des alttestaineniliehen Cultus zu erweisen, woran Etliche zu zweifeln ange
fangen hatten, bedingt ward. —
Weiter sprechen folgende Gründe für die Abstammung unsers Briefs von
Barnabas. Dass Timotheus den Verfasser nach 13, 23. zu den Lesern begleiten
soll, hat man auf Paulus oder auf einen Pauliner gezogen. Allein diese Angabe passt
auch sehr wohl zu der Annahme von Barnabas als Verfasser. Timotheus muss näm
lich nach Apostg. 16, 1. 2. vgl. auch 1 Tim. 1, 2., 2 Tim. 1, 2 ff., Phil. 2, 22.,
wornach er seinen christlichen Glauben von Paulus empfangen zu haben scheint, auf
der Apostg. 13. u. 14. erwähnten Missionsreise, welche Paulus und Barnabas zusammen
von Antiochien aus unternahmen, bekehrt worden sein. Auch des Barnabas Predigt
mag zu seiner Bekehrung oder Gründung im Christenthume mitgewirkt haben. Jeden
falls war Timotheus aber damals zu dem angesehenen Heidenboten in ein genaueres
Verhältniss gekommen, welches auch bei den späteren Begegnungen des Letztem mit
Paulus Gal. 2, 9. 2, 11 ff. und sonst gefördert werden mochte. Nach Hebr. 2, 3.
rechnet sich der Verfasser nicht zu den unmittelbaren Zuhörern Jesu, sondern zu
denen, welche durch ihre Predigt zu Christo geführt waren. Dies passt zu Barnabas,*)
welcher nach Apostg. 4, 36. schwerlich ein Jünger Jesu, sondern ein Apostelschüler
war, wie nicht nur aus der Verschweigung jener Eigenschaft, sondern namentlich
auch aus dem Prädikat o s7[ikKy\^s)s ¥>otqvd,ßois ct7to tocv cc7fo a to Ao>v (vgl. V. 33 und
35.) hervorgeht. Mit Unrecht wollten ihn Einige in alter und neuer Zeit mit dem
Joseph Barsabas Apostg. 1, 23., der in einigen Handschriften und Uebersetzungen
fälschlich gradezu Barnabas genannt wird, identificiren. Hiergegen spricht auch, dass
der Bericht über unsern Barnabas Apostg. 4, 36. der Art ist, dass Lukas von diesem
vorher noch nicht kann geredet haben. Freilich will der Alexandriner Clemens
Stromat. II. 20., vgl. auch Euseb. h. e. 1, 12., wissen, dass Barnabas einer der siebenzig
Jünger gewesen sei, allein es ist ihm in diesem Punkte um so weniger Glauben bei
zumessen, als in dieser Sage die auf Verherrlichung des Barnabas gerichtete Absicht
vorliegt. Das Gegentheil, dass Barnabas nur Apostelschüler gewesen sei, wird von
Tertullian de pudicit. c. 20. (vgl. S. 20 ff.) auch ausdrücklich bezeugt. Es ist ferner
wahr, dass Barnabas, wenn er der Verfasser des apokryphen Barnabäsbriefes ist.
unsern Hebräerbrief nicht geschrieben haben kann. Da aber jener, wie kaum zu
bezweifeln steht, unächt**) ist und wahrscheinlich im 2ten Jahrhunderte in Alexandrien
*) Durch ein Versehen behauptet Riehm a. a. O. S. 888. Note 2., ich habe die Identität
des Apostg. 4, 36. erwähnten Barnabas mit dem bekannten Barnabas in in. Chron. des ap. Zeitalt.
S. 505 ff. Anm. geleugnet.
**) Vgl- Fessel, Pattr. apost. p. VIII. sqq. Hefele, edit, pattr. apost. u. im Kirchenlexikon
u. Barnabas. Heberle, in Herzog’s Realencyklop. u. Barnabas. Unter Anderm ist auch die biblisch
theologische Bemerkung Hefele’s sehr treffend, dass der Verfasser des apokryphen Briefes im
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