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der Patientinnen geblieben waren, habe ich folgende Verteilung
dieser Erkrankung über die verschiedenen Lebensalter der Frauen
gefunden:
Alter:
1—-10 Jahr
11—20 »
21—30 »
31—40 »
Anzahl der Fälle:
3
4
16
41—50 » 9
51—60 » 12
61—70 » 1
71—80 »
45 Fälle.
Hiervon entfällt die ganz entschiedene Mehrheit (d. h. 37) auf
das Alter von 31—60 Jahren, und zwar derartig, dass die grösste
Anzahl auf die dreissiger Jahre kommt. In 12 Fällen sind Frauen
von 51—60 Jahren befallen, während nur 9 Erkrankungen bei
Frauen des 5. Dezenniums aufgezählt sind Vom 61. Jahr auf- und
30. abwärts nimmt das Vorkommen des primären Scheidenkrebses
rapide bis auf 1 bezw. 4 ab, um dann in den darnach folgenden
Dezennien (71—80 bezw. II—20 Jahr) garnicht mehr Erwähnung
zu finden. Der Vollständigkeit und Kuriosität wegen sei noch
hinzugefügt, dass als grosse Seltenheit 3 Fälle in dem 1. bis
10. Lebensjahr beobachtet sind. So sah Johannowsky bei einem
9jährigen und J. Guersant bei einem 3Va Jahre alten Mädchen
primäres Karcinorn der Vagina, ja das von Smith untersuchte
Individuum hatte erst ein Alter von 14 Monaten!
Zwei Formen sind es, in denen der primäre Scheidenkrebs
auftritt, die umschriebene Geschwulst und die diffuse Infiltration.
Erstere beginnt nach Schröder an einer Stelle und springt all
mählich wechselnd halbkugelförmig in die Scheide vor. »Diese
Geschwulst kommt dann zum Zerfall und kann durch starkes
Wachstum zu einem pilzförmigen Umwerfen der Ränder führen.
Die zweite Form, die diffuse Infiltration, »ist sehr flach, so dass
die Schleimhaut an den ergriffenen Stellen wie geschunden aus
sieht; später wird die Scheide in ein Rohr mit starren Wänden
verwandelt, dessen Lumen sich verengt.« Der letzten Art gleich
habe ich nur 2 Fälle gefunden. Bei den anderen 41 Patientinnen
— bei 6 war die Form der Erkrankung überhaupt nicht angegeben —