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Als I ) r . LuciuS den Verband vollendet hatte , schien der Verwundete sich etwas zu erholen , sein eingefallenes und todtenbleicheS Gesicht nahm einen ruhigem , seine Augen einen lebendigem Ausdruck an . Er bat um etwas Wein , der ihm gereicht ward , und dankte den um ihn versammel - teil Freunden für ihre Theilnahme . Seine blutigen Kleider wurden entfernt , durch reine ersetzt , und mit der nöthigen Vorsicht ward er zu Bett gebracht , wo mau durch Reiben mit warmen Tüchern und durch Wärmflaschen seine sin - kende LebenSthätigkeit zu heben suchte . Es ward beschlossen , daß 'beide Aerzte bei ihm wachen , Hr . Wilson aber und ich abwechselnd zugegen sein sollten , im Fall man weiterer Hülfe bedürfte .
Da die augenblickliche Gefahr vorüber schien , so kehrte ich nach Akabani zurück , um Nachtkleider für den Doctor und mich zu holen , und traf um Mitternacht wieder auf der amerikanischen Gesandtschaft ein .
Ich kam nur noch zeitig genug , um uusern Freund ster - ben zu sehen .
Gegen Mitternacht ward er plötzlich unruhig , bat um mehr Wein und später um Wasser , verlangte , aufgerichtet zu werden ; sein bis dahin ruhiger Athem ward röchelnd , und einige Minuten nach Mitternacht lebte er nicht mehr . Der Abb« ? Girard , welcher etwas früher von der französi - scheu Gesandtschaft angelangt war , reichte ihm im letzten Augenblick die heilige Commnnion .
Wir alle standen in feierlicher Stille um die Leiche un - fers werthen Freundes . Erinnerungen der schmerzlichsten