Chirurgie uml Ophthalmologie.
421
fast einen Halbkreis, sah ganz weiss aus und ihre Al grenzung
■von der untern war der untere Bogen des Halbkreises, der ganz
mit jener auf der ersten Durchschnittsfläche genannten Linie
im rechten Winkel zusammentraf. Die untere Abtheilung war
um */ 3 kleiner, ganz roth, rund, von Fasern umgränzt und so
gross wie ein Taubenei. Die kleinere Partie war etwas ge-
rölhet und stand schon nicht mit der grössten Partie im Zu
sammenhänge. Die untere kleinere stellte den Durchschnitt
der beim ersten Durchschnitt genannten durch ihre parallelen
Fasern deutlich abgeschiedenen Partie vor, die mit der Caudu
epididymidis verglichen wurde. Dritter Durchschnitt.
Er wurde in der andern Hälfte gemacht, wo man fast diesel
ben Gruppen wieder unterscheiden konnte, wie in der ersten
Hälfte. Die Grenzlinie zwischen der rothen und weissen Ab
theilung war hier ebenfalls sehr markirt, die rotlie Partie ent
sprach völlig der von ihr getrennten auf der ersten Hälfte, so
dass, wenn man sich beide Stücke znsammengefügt dachte, sie
die Grösse und Form eines kleinen Hühnereies ausmachteii.
Die obere weisse Abtheilung dagegen war durch unregelmäs
sige Faserung von der rothen Abtheilung getrennt und nicht
so deutlich, wie auf der andern Seite durch einen Halbkreis
bezeichnet; auch enthielt sie grössere Cysten, als jene. Die
meisten waren erbsengross und einige wie eine Flintenkugel.
Bei Eröffnung einer solchen grossen Cyste fand K. dieselbe
durch ein grosses Loch mit einer zweiten verbunden und ebenso
die zweite Höhlung mit einer dritten. Weiter gewahrte man
keine Communication, an der Seite der innern Wände aber
viele Vertiefungen. Diese Formation war durch die oben er
wähnten Vorsprünge entstanden. Merkwürdig war aber die
gleichmässige Rundung der jene 3 Höhlen verbindenden erb-
sengrosseu Oeffnungen, so dass man sie leicht für Verbindung
dreier Cysten unter sich halten konnte. Allein die Anssen-
fläche bot eine grosse, ziemlich gleichraässig gerundete Cyste
dar, ohne Einschnürungen oder überhaupt schmälere Stellen,
die den innern Vorspriingeu entsprochen hätten. Vom Zu
sammenhang der Cysten unter sich. Was die Be
rührung ganzer Cystengruppeu mit einander anlangt, so fand
bei einigen so genauer Uebergang von einer zur andern Gruppe
statt, dass ihre Trennung nur durch die sichtbaren Hervorra-
gungen und Vertiefungen deutlich wurde, andere dagegen sah
man schon durch schärfere Furchen geschieden, am ausge
zeichnetsten aber war die Trennung bei den schon oben ge
schilderten Gruppen auf dem perpeudiculären Durchschnitt in
der ersten Hälfte. Die weisse Partie liess sich da, wo sie au
die rothe grenzte, die rotlie fast im ganzen Umfange vom um-