Full text: Über das Tränenbein der Huftiere

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dieser Familie, legt cs sich mit zwei Dritteln seiner oberen 
Kante an das Nasale an und erstreckt sich bis zu dessen Mitte. 
Zwei Orbitalhöcker sind vorhanden, und ebenso, bei jungen Tieren, 
am Treffpunkte von Frontale, Isasalo und Laciymale kleine Eth- 
moidallücken. Bei den jungen Tieren ist auch der innerorbitale 
Teil wesentlich grösser als der faciale. Mit zunehmendem Alter 
und zunehmender Streckung des Schädels ändert sich dieses Verhältnis. 
Bison Hain. Smith 1827. Spec.: B. bouasus L. (juv.). 
Die beiden rezenten Arten, Bison bison L. und B. bonasus L. 
unterscheiden sich im Schädel durch die Form der Augenhöhlen. 
Bei ersterer Art sind diese nach außen zu verjüngt, auch zeigt die 
Orbita am Treffpunkte der oberen Kante des Lacrymale einen 
tiefen Einschnitt. Beides fehlt der anderen Art. 
Subfam. 3. Bovinae. 
Die letzte Unterfamilie der Bovidae, die der Bovinae, umfaßt 
außer Anoa H. Sm. und Bibos Hodgs. die Gattung Bos L. mit den 
beiden Untergattungen Bos L. und Poephagus Gray. Die beiden 
ersten Gattungen sind durch den Besitz von, wenn auch kleinen 
Ethmoidallücken gekennzeichnet. Diese bleiben bei ihnen das ganze 
Leben über erhalten. 
Durch die Form des Lacrymale weicht dagegen die Gattung 
Anoa II. Sm. von den übrigen Gattungen ■wesentlich ab. Aus den 
oben angeführten Gründen und wegen des Besitzes dei Ethmoidal 
lücken steht sie jedoch Bibos Hodgs. am nächsten, letzteie ihrerseits 
dagegen der Gattung Bos L. sehr nahe. 
Das Tränenbein der Gattung Anoa H. Sm. zeigt nicht die den 
Lacrymalien der anderen Gattungen eigentümliche Knickung im 
facialen Teile, sondern ist gerade und legt sich mit seiner oberen
	        
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