Full text: Ein Fall von Morbus Basedowii

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mässigkeit in der Anordnung der einzelnen Zellen zu einander. 
In von dichten Bindegewebssträngen abgegrenzten Inseln liegen 
die Zellen, bald zu einem kleinen Follikel, bald zu einem soliden 
Strang oder hohlem Zapfen angeordnet, dann finden sich Gruppen, 
in denen die Zellen in loser Anordnung durcheinander liegen 
und hier und dort einen kleinen schlecht ausgebildeten Follikel 
oder einmal eine kurze einreihige Zeile bilden. An manchen 
Stellen liegen die Zellen viel dichter, so dass man mit schwacher 
Yergrösserung glaubt eine Lymfzelleninfiltration vor sich zu haben. 
Die Häufigkeit der Follikel innerhalb dieses unregelmässigen Ge 
webes schwankt natürlich nicht nur in den verschiedenen Fällen, 
sondern auch an verschiedenen Stellen derselben Struma, so dass 
es Regionen giebt, wo die mässig grossen Follikel recht häufig 
und solche, in denen sie sehr selten zwischen ungeordneten 
Zellhaufen zu finden sind. Die einzelnen Follikel zeigen im 
Gegensatz zu den gleichmässig runden oder ovalen Zellbläschen 
der Struma parenchymatosa Neigung zur Verzweigung, indem sie 
hohle Sprossen aussenden. Der Inhalt der Bläschen ist meist 
krümelig. Nicht nur die Zellkerne, sondern auch die Zellen als 
ganze erscheinen entschieden kleiner als die der Colloidstruma 
und der der normalen Drüse. Zum Unterschied führt Müller 
den Befund bei Struma parenchymatosa an. Bei letzterer sind 
die runden, gleich grossen Drüsenblasen aus 5—6 Zellen be 
stehend in regelmässigem Abstand durch Bindegewebe von ein 
ander getrennt, kein Follikel sendet eine Sprosse aus; insbeson 
dere finden sich eben nur Follikel und keine zwischen den 
Follikeln ordnungslos liegende Zellen, keine Zellreihen oder 
Schläuche, keine diffuse Zellanhäufung. 
Über das Vorkommen von epithelialen Geschwülsten in der 
Schilddrüse sagtZiegler 3,; ): Die epithelialen Geschwülste bestehen 
meist aus weichen, markig aussehenden Wucherungen und bilden 
knotige Tumoren von Hühnerei- bis Kindskopfgrösse, welche in 
irgend einem Schilddrüsenlappen sitzen und meist noch von nor 
malem oder hyperplastischem Schilddrüsengewebe umgeben sind. 
Lehrbuch der allgem. Pathologie und der path. Anatom, Jahrg. 1895, 
B. II. p. 728.
	        
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