Full text: Molière's Leben und Werke vom Standpunkt der heutigen Forschung

Excars III . ( Zu Abschnitt VIL ) 
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3500—4200 1 . für das Palais - Royal , doch fehlt dabei der Gagistenlohn . 
Immerhin ist C'hapvzeau'a Angabe zu hoch gegriffen . 
4 . Das Amt des contrôleur und trésorier war nach Chapuzcau p . 229 ein Ehrenamt , doch erhalten nach La Grange p . 18 »Mlle Estange et Mr . Gobert pour la recepte et controle« pro Tag 3 4s . 
5 . Jai Grange giebt S . Ill den Lohn des Gagisten Chateauneuf auf 3 1 . für jeden Vorstellungsabend an , also auf jährlich 300—400 1 . Doch p . 135 wird der Gagistenlohn des de Villiers auf 800 1 . gegeben . Unmöglich aber gab es im Jahre 266 Vorstellungen , auch die am Hofe und bei den Grossen eingerechnet . Warum das Honorar des Gagisten von 1671 an ( damals trat Villiers ein ) so gesteigert wurde , ist nicht ersichtlich . 
6 . Chapuzcau a . a . O . S . 88 bemerkt : wenn ein Stück folg habe , so machten die Schauspieler dem Dichter Geschenke . Nun erhalt Buyer für den am Palais - Royal aufgeführten ^Tonnaxare« ( trotz des M i ss er f o 1 g es ) ausser den 550 1 . Autorenlohn noch eine mit Gold und Silber verzierte Börse . Für den Miss er folg spricht aber , dass das Stück dieses bekannteren Autors nur 32 Tage Re - pertoirstück blieb ( s . Reg . 49 , 50 ) . 
Excurs III . 
( Zu Abschnitt VII . ) 
Das in Abschnitt VII erwähnte Pamphlet : >Le Roy glorieux au monde , p . Pierre Roulòs« ist trotz des Wiederabdruckes in der Collection Moliòresque ( Genève , J . Gay et Fils 1867 ) so selten und so schwer zu erlangen , dass ich es für nicht unverdienstlich halte , dasselbe genauer , als bisher geschehen ist , zu besprechen . 
Ueber die Abfassungszeit desselben sind wir im Klaren , denn da der Aufenthalt Ludwigs XIV . zu Fontainebleau ( 16 . Mai—13 . August 1664 ) und zugleich der Besuch des Cardinallegaten ( s . o . 28 . Juli d . J . ) darin erwähnt wird , so ist jenes Pamphlet zwischen dem 28 . Juli und 16 . August 1664 abgefasst worden , weniger klar sind wir über die Tendenz desselben , wie über die Aufnahme , die es bei Ludwig XIV . fand . Lacroix in der Einleitung zu jenem Wiederabdruck ( p . XII ) behauptet , dass die ganze Autlage des Machwerkes , mit Ausnahme jenes dem Könige überreichten Exemplares , vernichtet worden sei , doch haben sich später noch einzelne Exemplare vorgefunden ' ) . Auch sonst lassen die typographischen Eigenthümlichkeiten des Titels ( croix a . a . 0 . ) noch nicht darauf schliessen , dass der sendgültige Titel niemals festgestellt worden« und dass die ganze Auflage auf 
' ) Lacroix , Bibl . Mol . , zweite Auflage Nr . 1209 Note .
	        
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