Full text: Über circuläre Darmnaht

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Die Klappe, welche die Invagination in den Darm hinein 
bildet, ist erheblich geschrumpft, doch stellt sie immerhin noch 
(statt der ursprünglichen 0,9 mm) einen Wulst von 0,3—0,5 mm 
dar. Beides, sowohl die U-förmige Krümmung des Darmes, wie 
die Klappe haben in keinem Falle ein Hindernis für den Durch 
tritt des Darminhalts abgegeben, da nirgends sich Erweiterung 
und Hypertrophie des zufünrenden Darmendes vorfand. Beides 
tritt, wie ich mich bei andern Versuchen überzeugt habe, bei allen 
Stenosenbildungen im Darm des Kaninchens in ganz ausserordent 
lich hohem Masse auf, die Hypertrophie so weit, dass die Dicke 
der Darmwand im zuführenden Ende die Dicke der normalen um 
das 2—3 fache übertrifft. 
Es ist mir bei zahlreichen Versuchen nicht gelungen, mit 
irgend einer der andern Darmnahtmethoden, der Lembert’schen, 
Czerny’schen, Kocher’schen, annähernd gleich gute Resultate beim 
Kaninchen zu erreichen. In reichlich der Hälfte der Fälle starben 
die Tiere an Perforationsperitonitis oder Ileus. Es liegt dies wohl 
wesentlich an der grossen Schwierigkeit, den ungemein feinen 
Kaninchendarm genau zu nähen, vielleicht auch am Mangel an 
Übung meinerseits in diesen Nahtmethoden, denn Herr Professor 
Madelung hatte die Güte, mir schriftlich mitzuteilen, dass er die 
Darmnaht beim Kaninchen zwar sehr schwierig gefunden habe, 
dass seine Erfolge aber gut gewesen seien. 
Ich führte beim Hunde die für den Darm dieses Tieres aus 
bereits erwähnten Gründen nicht sehr günstige Invaginationsmethode 
neunmal aus. 
Eins der Tiere, ein heruntergekommener Teckel mit sehr 
schlechten Angewohnheiten, starb nach 5 Tagen an Perforations 
peritonitis. Bei der Sektion fand sich Kot in der Bauchhöhle. 
Der Darm war oberhalb der Nahtstelle stark gebläht, unterhalb 
derselben collabiert. Vor dem fast unveränderten (weil mangel 
haft entkalkten) Knochenrohr fand sich ein dicker Klumpen, be 
stehend aus Stroh, Heu und Sand, Gegenstände, die dem Tier 
zum Lager gedient hatten, und die es verschlungen hatte. Auf 
der Höhe des Klumpens, an einer Stelle, wo ein Strohhalm stark 
vorsprang, fand sich im Darm eine feine Perforationsöffnung, aus 
der bei Druck flüssiger und gasförmiger Darminhalt trat. Die 
Invagination war vollständig verklebt. Beim Versuch, sie zu 
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