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Stauung und der vermehrten Peristaltik im zuführenden Darm
schenkel, auszuhalten hatte, erfolgreich Widerstand geleistet. Diese
Methode scheint deshalb an Widerstandsfähigkeit jede andere
weit zu übertreffen, dagegen scheint die Gefahr des Ileus in der
That nach den bisherigen Versuchen eine grosse zu sein, obwohl
auch diese wahrscheinlich durchaus nicht so bedeutend ist. Denn
der Klumpen aus Stroh, Heu und Sand, der bei dem eingegangenen
Hunde den Ileus verursachte, hätte wohl keine nach irgend einer
anderen Methode ausgeführte Nahtstelle im Darm ohne Schaden
passiert, und die Abknickung des Menschendarms hätte sich, wie
schon auseinandergesetzt, bei besserer Entfaltung des Darms ver
meiden lassen. Die lleusfälle beim Kaninchen aber sind für
grössere Tiere und also auch für den Menschen durchaus nicht
beweisend; denn je kleiner das Tier und somit auch sein Darm,
um so ungünstiger liegen natürlich die Verhältnisse für die Durch
gängigkeit des Knochenrohrs. Es kommt hinzu, dass beim
Kaninchen der Dünndarminhalt aus zähen Pflanzenmassen besteht,
die sich niemals vor der Ausführung der Darmnaht ganz entfernen
lassen, während der Dünndarminhalt des Menschen ein mehr oder
weniger flüssiger ist, der an einer Stelle, die, wie die verwendeten
Knochenröhren eine für den Zeigefinger durchgängige Lichtung
hat, wohl niemals ein Hindernis finden dürfte. Ist doch etwas
derartiges hier niemals beobachtet bei der Anwendung der ur
sprünglichen Neuberschen Knochenröhren, deren Lichtung eine
weit geringere ist.
Ein Übelstand aber haftet, wie allen Invaginationsmethoden,
auch der in Rede stehenden an. Man wird in sehr vielen Fällen
bei Darmresektionen in Zweifel sein: welcher ist der zuführende,
welcher der abführende Schenkel? Diese Frage aber ist für die
Invagination von der grössten Wichtigkeit. Denn, wenn man
statt den zuführenden in den abführenden Schenkel zu invagi-
nieren, umgekehrt verfährt, also eine dem Strom des Darm
inhalts entgegenlaufende Klappe bildet, so kann sich hier natür
lich leicht ein Klappenventil bilden, welches einen Darm Verschluss
hervorruft. Dieser verhängnisvolle Irrtum müsste, so glaubte man
früher, den unzweifelhaften Tod des Patienten zur Folge haben
Madelung dagegen zeigte, dass die Gefahr nicht so gross sei.
Er demonstrierte auf dem X. Chirurgencongress an einem Schweine