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ausgeschnittenen Menschendarm und befestigt sie durch Nähte,
so bemerkt man, dass sie, selbst bei einer Tiefe von 3 / 4 — i cm
sich auch wirklich in dieser Ausdehnung hält. Man muss alsdann
nur mehr Nähte, 7—8, anlegen, damit nicht in den Nahtlücken
■der Darm sich bis an die Abschnürungslinie zurückzieht. Man
erhält also eine Klappe von 3 / 4 — 1 cm Länge. Der Durch
messer des Rohrs und also auch der Nahtstelle im Darm beträgt
2—2,4 cm, wird also selbst bei verkehrt stattfindender Invagina-
tion die Klappe leicht unter dem Druck des nachrückenden
Kotes nach der andern Seite hin durchtreten lassen.
Nichts destoweniger ist es auch für diese Invaginations-
methode von grösster Wichtigkeit, zu- und abführendes Darm-
stück zu kennen. Denn, wenn dies der Fall ist, kann man dreist
eine tiefe Invagination machen und durch Aneinanderlagern
breiter seröser Flächen die Aussichten auf schnelle und feste
Vereinigung günstiger gestalten und mit wenig Nähten (5) aus-
kommen. Dazu kommt, dass bei richtiger Invagination, wie
man leicht an Fig. 5 erkennen kann, fast den ganzen Zug in
der Längsrichtung nicht die Naht, sondern der Faden, der den
zuführenden Schenkel auf das Rohr abschnürt und an dessen
Nachgeben bei festem Zuschnüren nicht zu denken ist, auszuhalten
hat, während umgekehrt bei verkehrter Invagination diese Rolle
der Naht zufällt.
Ein anderer Übelstand, der auch allen bisherigen Invagina-
tionsmethoden anhaftete, war die Notwendigkeit, mindestens an
einem Darmstück das Mesenterium abzulösen, weil sich sonst die
Invagination schwer hersteilen liess und durch das mitinvaginierte
Mensenterium die Darmlichtung zu sehr verengt wurde. Ich sehe
nicht ein, warum man darauf Gewicht legt, nur an einem Darm
stück das Mesenterium abzulösen. Denn entweder ist dies beim
Menschen auf kurze Entfernung gefahrlos, dann kann man es
gerade so gut an beiden Darmenden ablösen und sich die Sache
noch mehr erleichtern, oder es ist gefährlich, dann ist es unerlaubt.
Es scheint nach Erfahrungen, die man machte bei der Exstirpation
mesenterialer und anderer Tumoren, die durch Ablösung des
Mesenteriums zugänglich gemacht werden mussten, wahrscheinlich,
dass auch der Menschendarm Mesenterialablösungen bis zu einem
gewissen Grade verträgt. Dafür spricht ferner die Beobachtung