'lustys wd wier Retjhen nennt sl
.nempfindiicher; ihre Worte auf die Wagscha-
„n/ oder sie deswegen für ein strenges Recht fo-
jonet das Menschliche Mitleiden mit Widet-
.d einet vielmehr mit denen Weinenden! Man hat
‘dult. Hieltenihnendoch garihrStumi-seyndie klugen
e zu gute/ und befahlen in ihren Schulen: Man fol-
„lassen taubseyn: may solle einen für Jammer
ien nicht trösten: desscn wir an des Jaminer- vollen
„Freunden ein Beyspiel finden/ die da sassen 7. Tage
7. Nacht auf der Erden] und redeten nichts mit
weil sie sahen daß der Schmertz sehr groß war.
.d werde ich euch ja jetzo in meinem Jammer, nicht zum Ge-
¡Zter dienenz indem ich versprochen än euch eine stumme
Rede zuhalten/ denn ihr wisset ja/ daß mein Schmert
ehr groß ist. Es könte mir zwar mein) in seinem Leben hertz-
lich geliebter Freund/ der Selige Morhoff an die Seite treten/
iwelchér der Nachwelt gewiesen/ vie das Alterthum durch
Schweigen reden können : Denn die Thränen meiner Au-
gen! das Ringen meiner Hände! das Pochen meines Hertens!
das Wancken meiner Füsse! muß für nuch sprechen] wenn
ich gleich stumm bin. Und wer saget von einen lallenden
und seine Zunge nur schleppenden Menschen! daß er spre-
che? oder wer heisset zerstümmelte gebroëßene Worte! eine
ben Schatten dee Hohrit beirn det Bunge, i tr auzusi :
ren sich unternommen : redet der nicht so viel als nichts :
und dieses nichts ist es richt ein von allen Klugen geurtheiltes
Stumm- seyn ? Also möget ihr nach diesen Geseßen mir das
Recht sprechen/ wie ihr wollet/ ihr höret nichts als eine stum-
me Rede.
Duréß-