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VI. Gynäkologie und Pädiatrik.
Falle, wegen des nach Aufhören der Convulsionen fortdauernden
tiefen Sopors gar nicht möglich wird. Es sind daher allgemeine
lauwarme Bäder mit krampfstilleuden Kräutern, Klystiere init
Opiumtinctur, Senfpflaster an die Waden oder in die Herzgrube
anwendbar; vor Allem aber verdient wohl die endermatische Me
thode nirgends mehr angewendet zu werden, als eben bei diesen
Convulsionen, und S. würde in so verzweifelten Fällen Morphium
m Pulverform auf eine wunde Stelle in der Gegend der Herz
grube oder an der innern Fläche des Oberarms oder Oberschen
kels einstreuen, da nach den bisherigen Erfahrungen dieses Mit
tel, so angewendet, die schnellsten und günstigsten Wirkungen
ei nervösen Zufällen hervorbringt. Da aber hier Entblösung der
...rhaut durch ein Vesicator zu zeitraubend seyn würde, so
dürfte es gut seyn, nach Hoffmans (Summar. Bd. V. Hft. 4.
hr. 11?.), durch Aufdrucken eines in siedendes Wasser getauch-
ten Stückes Eisens aut die Haut eine wunde Stelle zu machen,
dann vom Pulv. morpli. acet. | — 1 Gr. einzustreuen und die
Stelle mit in Oel getränkter Leinwand zu decken. [Med. Zeit,
v. Vereine f. Heilk. in Preussen, 1835, Ar. 14.]
68. Zurückbleiben der Placenta bei einem Abor-
US u 11 d A b ga n g derselben bei einem zweiten; von Pi-
Rondi. P. erzählt fliesen Fall von einer 38jährigen Frau, welche
schwanger gewesen war, allein nur die 2 ersten
a e (er Norm gemäss geboren hatte. Die übrigen Male abortirte
^e, un le Nachgeburt blieb immer längere Zeit, einmal sogar
‘ h. 0 * 2 * ? uruc “’ dem 13. Abortus ward die Placenta gar
IV. C . e . 1 ' ernt- Oer Wochenfluss war reichlich, sehr übelriechend.
le a c erscheinenden Regeln waren mit Eiter gemischt. Pat.
emp an . anhaltend Schmerzen des Leibes. Nach 4 Monaten er-
o g e eine neue, die 14. Schwangerschaft, und ira 3. Monate der-
se en rat heftiger Bärmulterfluss ein. Das Ei ward nebst Pla-
11 V" Nabelstrang ausgestossen. Kurz hierauf stellten sich
n euem Wehen ein, welche einen grossen, harten, runden
tn» r ^ >er .. a V ss *' e f sei1 » den Pieondi für die von dem vorigen Abor-
so e |,” ru . c ^S e hliebene Placenta erkannte. Täuschte sich P. nicht,
nein» VT ^ er dass trotz einer zurückgebliebenen Placenta
69 r S r llBft möglich ist. [Gazette mdd. Nr. 41, 1834,]
j\ r „ "fbiudung einer Wahnsinnigen; vom 0. A.
der in «(.' 1 r - ckkr ln Herrenberg. Am 2. Febr. d. J. Abends in
lebpndpii ivi" 1*1 Wur ^ e e,ne wahnsinnige Frau von eiuem reifen,
I- a chen künstlich enlbunden. Dieselbe ist 43 Jahre
rUn^i- S Un " a f er ’ 8 * e sieht blass aus, hat aufgeworfene tro-
I; , 'ppen und mehr trübe als glänzende, meist sehr beweg-
viel ’ z “' vei J^h aber auch stier? Augen, spricht schnell, laut,
frerh UU «• n ’T 4 J Und 8c,lim pft Tag und Nacht; ihr Blick ist
ment’ a ! lHa en .’ das Gesicht hat etwas Verzerrtes, ihr Tempera-
und sia n° n .j? “ 8cIl i heftig, wie noch jetzt, gewesen seyn,
soll sich immer sehr leidenschaftlich, höchst reizbar und