Full text: Newspaper volume (1850)

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Seeth und Drage liegenden Compagnien des 2. 
Bataillons des 12. preußischen Infanterie-Regiments 
beiwohnten. — Dem Vernehmen nach wird heute 
m Süderstapel für das Füsilirbataillon des gedachten 
Regiments eine gleiche Kirchenfeier stattfinden. 
(E. B.) 
Husum, den 1. Juni. Heute wurde hier ein 
Militärischer Gottesdienst gehalten. Es waren näm 
lich die hier cantonnirenden preußischen Truppeir 
in die Kirche commandirt, um für die Erhaltung 
ihres Königs Gott zu danken. (H. W.) 
Flensburg, den 2. Juni. Heute ist ein Theil 
der Neutralen nach dem Süden der Stadt Flensburg 
verlegt. — Bei dem geheimnißvollen Dunkel, worin 
alles,' was das Bleiben oder Abziehen der Neutralen 
betrifft, gehüllt ist. finden wir uns »och veranlaßt, 
darauf aufmerksam zu machen, daß die Neutralen 
vor ungefähr 14 Tagen das Terrain bei Lygumkloster 
haben in Augenschein nehmen lassen. Der'General- 
Major Malmborg wird auf vier Wochen nach Schwe 
den reisen. So hört man; und jedenfalls ist gewiß, 
daß^er von hier reist, oder schon abgereiset ist. 
Flensburg, voin 2. Juni. Wenn mehrere 
Tage vergangen' sind, ohne Ihnen eine Mittheilung 
von mir zu bringen, so ist der Grund dieses länge 
ren Stillschweigens ein sehr vollgültiger: es Passirte 
nichts, gar nichts. Man disputirte wie gewöhnlich 
über die Wahrscheinlichkeit von Krieg und Frieden, 
über Abberufung der Neutralen und Intervention 
Rußlands und was dergleichen unerschöpfliche The 
mata mehr sind. Am meisten aber erörtert man 
augenblicklich die Reise des Prinzen von Preußen 
nach Warschau und den Einfluß, welchen dies mögli 
cherweise auf unsere Zukunft haben dürfte. Es fehlt 
hier auch in dieser Angelegenheit nicht an Exaltados, 
die sich von dieser Mission Wunderdinge versprechen 
ünd deren überschwängliche Phantasie' ihnen schon 
als Resultat der Bemühungen des Prinzen ein freies 
Schleswig-Holstein vorspiegelt. Auch wir wünschen, 
daß es jenem gelingen möge, den russischen Kaiser 
günstig für unsere gerechte Sache zu stimmen; wir 
Wünschen es, doch wir glauben es nicht. Kann über 
haupt wohl aus einer trüben Quelle lauteres Wasser 
geschöpft werden? Ebensowenig dürfte die nationale 
Knute sich in eine Waffe für Freiheit und Licht ver 
handeln lassen, oder die Pickelhaube in eine Jakobi 
nermütze! — Indessen da das Land sich doch einmal 
fremder Willkühr und fremden Einflüsse in die Arme 
geworfen, so laßt uns wenigstens mit jenen Wunder 
gläubigen dem preußischen Prinzen alles mögliche Glück 
Wünschen zu der beabsichtigten Bekehrung des Selbst 
herrschers aller Reußen. 
Ueber den Schweden, welcher im Affect den däni 
schen Trainsoldaten tödtlich verwundete, ist das kriegs 
gerichtliche Urtheil bisher noch nicht erfolgt, doch 
M>rd dasselbe nach der einstimmigen Meinung höhe- 
le * Ossi eiere, wohl auf Tod lauten. Das Mädchen, 
um derentwillen der Streit sich entspann, war nicht 
ble Braut des Schweden selbst, sondern seines Freun 
des, welcher jetzt ganz untröstlich ist und nie von 
Iw beklagenswerthen Thäter weicht. Es soll in 
der That rührend sein, diese beiden Freunde zusam 
men vor dem Kriegsgerichte stehen zu sehen. Ueber- 
huupt nimmt man allgemein den lebhaftesten Antheil 
du dem Ausgang des blutigen Dramas, das schon 
^» Menschenleben gekostet, während die öffentliche 
stimme fortfährt. Dem Erschlagenen die Schuld bei- 
^Umessen. ' (Fr. Pr.) 
. Flensburg, den 3. Juni. In Veranlassung 
dkr nahe bevorstehenden Abreise des nach seiner Hei- 
Aath beurlaubten Generals Malmborg hat heute 
Morgen eine Parade der hier cantonnirenden schwe- 
dstch-norwegischen Infanterie und Cavallerie stattge- 
lvnden. 
(V. Durch alle uns von Alsen her zugekommenen 
Mittheilungen wird es bestätigt, daß von den Dänen 
,° le beabsichtigte Besetzung des schleswigschen Fest 
andes. zu welcher schon ein bestimmter Tag angesetzt 
Evesen sein soll, vorläufig aufgegeben ist. Es heißt. 
°dß Preußen für den Fall jener Occupation damit 
?^droht hat. sofort 40.000 Mann nach Schleswig 
Ş schicken nutz den dänischer Seils durch den Waffcn- 
"llstandsbruch hingeworfenen Fehdehandschuh wieder- 
m>i aufzunehmen. Die Soldaten der dänischen Armee, 
Welche entweder nach dem Festlande des Herzogthums 
^er noch lieber nach Hause wollen, sind durch diese 
ì^ueste ihrer Sache gegebene Wendung in eine sehr 
Me Laune versetzt und begreifen nicht, was die Expe- 
stwn nach Alsen bezweckt. Obwohl bei Tonderburg 
f'h/ große Kaserne gebaut ist. die gegen 2000 Mann 
'Mien soll, so fehlt es doch an Raum, eine Armee, 
^lche an Zahl fast der Bevölkerung der ganzen Insel 
ffs'chkömnit. so unterzubringen, daß keine Unzuträg- 
. Freiten entstehen. Auch auf die Stimmung unserer 
/Gilgen Danomanen hat die abermals getäuschte 
ONwrtung sehr niederschlagend gewirkt, zumal da 
^.allmählich einsehen, daß es auch mit der russischen 
,,W nichts ist und England die Sache des Rechtes 
R der Freiheit nicht verrathen will. (K. C.) 
à Der mit offenem Bisir in das feindliche Lager 
Q^Segangene Gras Blome von Salzau soll von 
ei • dän. Maj. sehr gnädig ausgenommen sein und 
f h " e seinen Fähigkeiten und seiner Bildung ent- 
Mkchende Anstellung am dänischen Hofe erhalten ha- 
t ’• -- Wir gratuliren den Dänen von ganzem 
äzen zu dieser Errungenschaft. 
Vom Alsener Sunde, den i. Juni. I. 
der Stacht auf den 1. d. M. sind die Schanzen von 
Alsnör zerstört. Die Verstärkung der Alsener Be 
satzung ist bereits gemeldet; sie wird im Ganzen 
um eine Briaade vermehrt werden. Hier in der 
Gegend versuchen dänische Emissäre die Einberufung 
älterer dänischer Permittirten bis zum Jahrgang 1836 
hinauf (Leute, die bereits 12 Jahre außer Dienst 
waren). Den abgesetzten Lehrern in Apenrade — 
sie sind nämlich nicht snspendirt oder auf Wartegeld 
gestellt, sondern der Kürze wegen definitiv entlassen,— 
ist bedeutet, daß sie ihre Arrcstatio» zu gewärtigen 
hätten, falls sie Privatunterricht gäben. Nach der 
für Apenrade gültigen Schulverordnung kann jeder 
examinirte Lehrer Privatunterricht ertheilen. Darum 
kümmert sich die Dreier-Commisston natürlich nicht. 
(H. N.) 
„Oeresundposten" berichtet, daß verniuthlich in 
Folge einer ältern Bestimmung, welche durch die 
neuen Eventualitäten wohl zurückgenommen werden 
dürfte, das schoonsche Dragonerregiment den Befehl 
erhalte» habe, eine Abtheilung bereit zu halten, um 
nach 3 Wochen die jetzt in Schleswig liegenden 
schoonschen Husaren abzulösen. 
Coxwell's Luftreise an» SK Mai. 
Um 6 Uhr stieg der Sylph" zu seiner Luftreise 
vor dem Dammthore in Hamburg aus und erhob 
sich mit seiner gewohnten majestätischen Mo. In 
der Gondel befanden sich neben Coxwell wieder 3 
Personen, nämlich der ungarische Graf Paul Ester 
hazy, Capt. James und ein junger Kaufmann. — 
In sehr stätiger Richtung flog der'Ballon nrch der 
Lübecker Straße zu. Die Reisenden hatten bald die 
gewöhnliche Erscheinung, daß ihnen die Erde von 
der Höhe herab keineswegs ihre Kugelgeste lt verrieth, 
sich vielmehr concav darstellte. Herrlich u ar der An 
blick der Städte Hamburg. Altona und d> r reizvollen 
Elbgcgend im Schmucke des jungen Frühlings. Eine 
gute Viertelstunde nach der Abfahrt gewahrten sie in 
weiter Entfernung bereits einen blanken Streifen, 
das Meer. Unvergleichlich schön aber machte sich 
später das Panorama von Lübeck und der Ostsee, 
während die 7 Thürme der alten Hansestadt sich im 
Reflex der Abendsonne am Horizont spiege ten. Nicht 
lange darauf störte man das Grollen einer Gewitters. 
Coxwell beruhigte jedoch lächelnd seine Reisegefährten, 
indem er sagte, daß man mit dem Winde vocgegan- 
gen und die Gewikterregion längst passirt sii. 'In 
der That hatte der schnelle „Sylpsss 5 2 teil n bin 
nen einer Stunde zurückgelegt, obwohl man zugleich 
cine ziemliche Höhe erreicht hatte, war sie doch dem 
mitreisenden Grafen Esterhazy nicht beträchtlich ge 
nug und um seinen Wunsch zu genügen, ließ Cox- 
well den Ballon bis zu einer Höhe von 7200 Fuß 
steigen. Hier war die Atmosphäre die ei res schönen 
Wintertages, die Luftreisenden konnten beim Aus- 
athmen ihren Hauch sehen. Sie flogen über Ahrens 
burg hinweg, passierten das vielthürmice, hübsche 
Schloß und dachten vorläufig bei Rolfshagen sich 
niederzulassen. Aber es ereignete sich enr seltsamer 
Zwischenfall, der nur durch die Beherztheit des mit 
gereisten Schiffscapitäns keinen unglücklichen Aus 
gang nahm. Es war nämlich schon viel Gas aus 
dem „Sylph ausgelassen worden, er senkte sich uud 
die Gondel gerieth fest zwischen dem Geäst einer im- 
posant hohen Buche, wie sie jene Gegend vielfach 
zu ihrem Schmucke aufzuweisen hat. Jener Baum 
riese mochte seine 150 Fuß Höhe zählen, und ver 
geblich waren alle Bemühungen, die Gondel loszu 
arbeiten. Der Anker war bereits hinuntergeworfen 
und nun entschloß sich der Capitän James "mit der 
echten Courage eines Seemannes, an denr Ankertau 
sich niederzulassen. So wie er das Enge derselben 
fühlte, suchte er mit den nicderschlenkernden Beinen 
einen Haltpunkt im Gezweige der Buche zu erlangen 
und wiederholte dies weniger schöne als gefährliche 
Manöver, bis er ungefähr noch 25 Fuß vom Boden 
entfernt war. Hier aber saß der brave Capitän fest, 
und wer weiß, ob er nicht noch jetzt da oben hinge 
ohne die von verschiedenen Seiten hinzugelaufenen 
Bauern. Sie halfen dem kühnen Seeman zur Erde. 
Nach seinem Wagstück, wodurch der Ballon um bei 
nahe 150 Pfd. erleichtert worden, hatte sich derselbe 
mit enormer Schnelle wieder erhoben. Coxwcll wollte 
inzwischen seinen Landsmann James nicht allein zu 
rücklassen und auf ein Anfangs für eine Wiese ge 
haltenes Kornfeld bei Rolfshagen ließ sich der„Sylph" 
nieder. Dabei gab es indessen einige derbe Stöße 
für die Reisenden, weil man sich, wie scholl bemerkt, 
des Ankers beim Rencontre mit jener Buche entle 
digt und dann keinen andern Ballast als 2 leere 
Weinflaschen behalten hatte. Die Gesellsck aft erreichte 
indeß, ohne daß Jemand verletzt wurde, den Boden, 
aber die Landleute jener Gegend machten später 
ziemlich unverschämte Forderungen an Herrn Coxwell, 
er mußte ihnen das zertretene Gras bezahlen. 
, Amtliches. 
Unterm 31. v. M. hat.die Statthalterschaft der 
Herzogthümer Schleswig-Holstein dem Oberstlieute 
nant Hann von Weyhern die nachgesuchte Entlassung 
aus dem hiesigen Militärdienste bewilligt. 
Vermischtes. 
(Römische Zustände.) Der ,.D. SR." wird aus 
Rom vvln 10. Mai geschrieben: In Ermangeluna 
politischer Nachrichten gönnen Sie folgelnde Erzäh 
lung ein Plätzchen, zumal dieselbe wenigstens einen 
Blick in die Zustände der Romagna thun läßt, über 
die man so wenig Sicheres erfährt. Dieselbe ist 
völlig verbürgt, so sehr sie auch einem Räuberromqn 
der schauerlichsten Art entnommen zu sein scheint. 
Ein Pfarrer in der Nähe von Ravenna kommt in 
später Nacht von einem Kranken zurück, als er aus 
der Straße an einen Gegenstand stößt, der sich bei 
näherer Besichtigung als ein Leichnam erweist. Zu 
gleich erschollen aus dem nächsten Harise laute Stim 
men, ein Zeichen, daß die Mörder noch nicht vollendet 
haben. Der Geistliche, ein muthiger Mann, will 
hinein. Hülfe zu bringen; aber der Räuber sind 
offenbar viele. Seine Gefährten weigern sich, ihm 
zu folgen, und überreden auch ihn zur Flucht. Bald 
jedoch erwacht ihnen das Gewissen; sie kehren zurück, 
dringen in das Haus und finden zwar nicht mehr 
die Räuber, wohl aber die Leichen von zwei anderen 
Erstochenen und ein Mädchen aufgehängt. Es ge 
lingt ihnen, das Letztere ins Leben zurückzurufen, 
und unter großer Angst gesteht dasselbe, daß es un 
ter den Mördern den Knecht des Geistlichen erkannt 
habe. Letzterer bezieht sich nach Hause und bemerkt 
allerdings, daß der Knecht erst vor Kurzem heimge 
kehrt ist. Schnell entschlossen, befiehlt er ihn. Wein 
aus dem Keller zu holen, und, als der Kerl nach 
einigem Widerstreben geht, schlägt er die Thür hinter 
ihm zu und schließt ab. Wie groß aber ist sein Er 
staunen. als plötzlich ein furchtbarer Lärm im Keller 
entsteht! Eine Menge von starken Armen bearbeiten 
die Thür. um herauszubrechen. Zum Glück leistet 
dieselbe Widerstand, bis österreichische Wachen aus 
'Ravenna, eiligst berufen, herangekommen. Der Keller 
wird geöffnet und, bis an die Zähne bewaffnet, 
steigen nicht weniger als 18 Banditen, unter ihnen 
einige der gefurchtesten Häupter, hervor. Selbigen 
Tags noch wurden sämmtliche 18 in Ravenna er 
schossen. nachdem einer das Geständniß abgelegt, es 
habe in derselben Nacht auch dem muthigcn Pfarrer 
ans Leben gehen sollen. 
ŞchWWgĢmmlZmg 
zum 
Jiwalidenfonds. 
Verzeichnis) der Geber und ihrer Beiträge. 
(Fortsetzung.) 
H. Neuwerk. 
Neunter District: Das Rondel zwischen der Kron 
prinzen-, Kanzlei-, Prinzessin-Straße und dem Pa- 
rad, platz. Sammler: W. Schmidt. 
Vierteljährliche Gaben: S. Baruch 12 ßl., Schmak- 
kels 8 ßl., Wwe. Rohwedder 12 ßl., Wwe. Hellner 
7 ßl.. I. P. O. Lindberg 13 ßl.. v. Bargen 13 ßl., 
Schütt 13 ßl.. Asmussen 11 ßl., C. Andresen 13 ßl., 
H. I. Rixen 12 ßl.. F. Gosch 12 ßl.. I. A. Meyer 
8 ßl.. W. Weber. Maurergesell 13 ßl.. Priehn 6 ßl.. 
L. Lip.nann 8 ßl., Ackermann 7 ßl.. Bettfreund 13 ßl.. 
Dr. Ruben 13 ßl., I. Man 1 Mrk., Hauptmann 
Peters 13 ßl., S. Schmidt 1 Mk., Fräulein Bendt 7 ßl.. 
H.H. Thomsen 13 ßl.. C. P. Thomsen 13 ßl., Kähler 13 ßl., 
Bitterling 12 ßl., ein Ungenannter 13 ßl., Frau 
Baurmeister 13 ßl.. deren Kinder 13 ßl.. H. H. Lüt- 
gens 2 Mk.. Schulz 1 Mk., H. Beckmann i.3 ßl.. 
Frau Lorenzen 3 Mk., Major Lützow 2 Mk. 8 ßl.. 
Zimmergesell Petersen 12 ßl. 
Wöchentliche Gaben: H. Barkmann 1 ßl., Ar 
beitsmann Koops 1 ßl., Hiller 1 ßl., ZimmergeseU 
Hiller 1 ßl.. Wittwe Jansen 1 ßl., H. I. Bock 1 ßl. 
S. Nathan 1 ßl., Tischlergesell Rabe 1 ßl.. Arbeits 
mann A. Staat 1 ßl.. Sarnau 1 ßl., I. F. Mar 
tens 1 ßl.. F. Hilbert 1 ßl.. Arbeitsmann Murmann 
1 ßl., Arbeitsmann C. Kühl 1 ßl., I. Wieck 1 ßl.. 
L. Bertram 1 ßl. B. 1 ßl., Beckmann 1 ßl., Ma- 
jorinn v. Brockdorf 1 ßl., Benn 1 ßl., Ww. Soltau 
1 ßl., W. Jensen 1 ßl. 
Einmalige Gaben: Lubick 4 ßl., Bauer 4 ßl., 
Tischlergesell Wendelstadt 4 ßl.. C. Nathan 2 ßl.. 
P. Sievers 2 ßl., Thieme 4 ßt.. Oberstinn v. Brühn 
2 ßl.. Petersen 1 ßl.. C. Unna 1 ßl. 
IutêÄigerîZ - Anzeigen. 
—0— 
Am Montage, den 10. Juni d. I., von Morgens 
9 Uhr an, soll aus dem hiesigen Rathhause die Wahl 
eines Stadtverordneten für das Neuwerk unter Lei 
tung einer aus zwei Mitgliedern des Magistrats und 
zwei Mitgliedern des Stadtverordneten -Collegii be 
stehenden Wahlcommission stattfinden. 
‘ Vorstehendes wird hiedurch mit dein Hinzufügen 
bekannt gemacht, daß das Verzeichnis; der Wahlbe 
rechtigten vom Piontage, den 27. d. M. an, vierzehn 
Tage von Morgens 9 bis Mittags 12 Uhr auf dem 
Nathhause wird ausgelegt sein, daß etwanige Erin 
nerungen gegen die Liste, solche mögen nun darin 
bestehen, daß ein Unberechtigter in dieselbe aufge 
nommen, oder darin, daß 'ein Berechtigter darin 
ausgelassen worden, mit Gründen, .Mr.a.us sie gestützt 
werden, spätestens drei Tage vor dem Wcihltermm
	        
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