âu spielen. Palmerston zog. bevor er ihn empfing,
Nachrichten bei den Deutschen ein und erhielt die
entschiedene Verwahrung gegen seine Theilnahme.
Nun wandte er sich um Auskunft an die Dänen
und diese wiesen jede Beziehung zu ihm noch ent-
Ichiedener zurück. Graf Moltke wurde daher nicht
bon Palmerston empfangen. Bemerkenswerth ist,
daß der russische Gesandte in Kopenhagen die Dänen
zur Annahme des Planes zu bestimmen suchte, nach
welchem die Landesvertretungen von Schleswig, und
Holstein mit dem Könige vereinbaren sollten, welche
Verhältniße Schleswig mit Holstein, welche es mit
Dänemark gemeinsam haben sollte. Der englische
Bevollmächtigte, Sir Henry Byng, war aber dage
gen, er trägt zum Theil die Schuld des Mißlingens,
^7 der beste Beweis, daß England den Frieden nicht
Will, denn sonst würde es wohl das Friedenswerk
Unterstützt haben. So wird die dänische Frage von
der Diplomatie als Mittel zum Zwecke benutzt. In
Berlin ruhen die Unterhandlungen, bis man aus dein
dickleibigen dänischen Memoire den in der Tiefe lie
genden Sinn begriffen haben wird. „Die dänischen
Denkschriften sind entweder so confus geschrieben" —
sagte vor einiger Zeit selbst ' ein Dänenfreund --
»oder aus Interesse so confus abgefaßt, daß kein
Mensch sie verstehen kann."
—^ den 11. Juni. In der dänischen Angelegen
heit nimmt das dänische Cabinet gegenwärtig eine
gegen früher ganz veränderte Stellung ein. 'Wäh
lend die russische Diplomatie, vorzüglich Herr v. Meyen-
dorff. auf Frieden dringt und die dänische Regierung
zur Nachgiebigkeit gegen die holsteinischen Bertrauens-
wänner aufgefordert hat, arbeitet der englische Ge
sandte ill Kopenhagen, Herr Henry Byng, (Henry
Wynn) jeder Verständigung entgegen. Man schreibt
>hm das Mißlingen aller Unterhandlungen der Ver-
"auensmänner zu. Sind wir recht unterrichtet, so
Unterstützt Rußland einen Plan, nach welchem die
zu berufenden Landesvertretungen von Schleswig und
Holstein sich mit dem Könige von Dänemark verein
baren sollte», welche Beziehungen Schleswig mit
Dänemark und welche Verhältnisse es mit Holstein
gemein haben sollte. Die Dänen steigerten aber auf
Ş a then Englands ihre Forderungen absichtlich, um
holsteinischen Bevollmächtigten zur Abreise zu
Nöthigen. So verlangen sie, um nur eins anzufüh-
w», paß Graf C. Moltke und der frühere Präsident
w Scheel schleswig-holsteinische Minister werden soll-
S' was bei dem in den Herzogthümer» herrschen-
ufu Hasse gegen diese Männer mindestens keine aus-
lohnende Maßregel gewesen sein würde. Die beim*
lche Regierung weiß nun wohl selbst nicht, was wei-
\ tx zu thun sei. Sie hat durch ihre Rüstungen das
Heer bis auf 40,000 Mann vermehrt, und wagt
doch eigentlich nicht, den Krieg zu beginnen, weil
Friedenspartei im Lande, unter den Bauern, sehr
b^oß ist. Diese Bauern müssen die Lasten tragen.
Während in Kopenhagen, trotz des Krieges, der See-
handel blüht und den Stadtpöbel übermüthiger als
W vorher macht. Dazu kommt, daß die holsteinische
Vmee 35,000 tüchtige Soldaten zählt, vor welchen
s'ê Dänen bei Kolding und Friedcricia Respect lern-
siU. Der König soll oft, den Wunsch ausgesprochen
laben, siine „schönen Insurgenten" zu sehen. Die
Zachsten Tage dürften die Gründe bringen, weshalb
och plötzlich Russen und Engländer in der dänischen
Politik getrennt haben, nachdem noch vor Kurzem
Palmerston eine russische Intervention in Schles
wig zugelassen haben würde. (Voss. Z.)
. — Glaubwürdigem Vernehmen zufolge, schreibt
W „C. B.," steht eine directe Einmischung Rußlands
b dff Streitigkeiten zwischen Dänemark und Schles-
silg-Hvistein vorerst nicht zu erwarten. Ebensowenig
."P Preußen seine Zustimmung zu einer Jncorpora-
siv» der Herzogthümer gegeben, es will einen ein-
Uen Friedensabschluß, die Feststellung der späteren
Khältniffe der Herzogthümer bei einem Thronwechsel
vorbehalten bleiben. Von einer Zustimmung
Incorporation, wie dänische und andere Blätter
Zzählen, ist weder bei den hiesigen Verhandlungen
sie Repe gewesen, noch hat Hr. v. Below derartige
Aufträge gehabt.
Dtdcitbttrg, den tt. Juni. Wiederholt hören
">lr hier von der See her Kanonendonner; es sind
Vs, wahrscheinlich Uebungen der dänischen Kriegs-
Wffe, die fortwährend in großer Anzahl zwischen
fßboe, dem fehmarnschen Sunde und den nahen dä-
"sichen Inseln kreuzen. Mitunter kommen aber auch
Weine Kriegsfahrzeuge der Batterie bei Heiligen
den ff nahe, wie dies u. a. am 4. d. M. Morgens
Hall war, daß ans derselbe» auf solche scharf
ģîseuert wird.
s, Miderstedt, den 8. Juni. Ungeachtet des
Ummen Anscheines, weil der Frost so lange im
BUhjahr anhielt, ist dennoch die Saatzeit glücklich
ì Endigt und durch die abwechselnde regnigte Witte-
W'g begünstigt, gedeiht Sommer-, wie Winterkorn
ö vortrefflich. Der Graswuchs ist üppig und
somit auch eine gute Heuerndte zu erwarten,
g// sitzt bald ausgeblühte Rappsaat hat bei den
/Mlgen Gewittern in letzter Zeit keinen Nachtheil
inT en ‘ Şo ist auch der Stand der Kartoffeln hier
Marsch bis jetzt noch ein günstiger und be-
daher zu froher Erwartung. Möchte dieselbe
Wx Btäuscht werden! Obwohl bisher im Woll-
adel hi^- »och nicht viel Leben verspürt wird, so
hört man dvch, daß bereits Wolle verkauft ist und
ein Preis von 13, 14 bis 16 ßl. pr. Pfund bezahlt
worden. Dies Resultat ist für den kleinen Mann
sehr erwünjcht. da er im letzten Winter bedeutende
Unkosten der Fütterung wegen gehabt hat. Ueber-
baupt ist das Wollgeld im Frühjahr für Biele eine
lange vorausersehnte Einnahme.
Das „Jtzehoer Wochenblatt" enthält folgende Be
richtigung des in No. 44 dieses Blattes mitgetheilten
Schreibens aus dem östlichen Holstein:
Hciligenhafen, den 9. Juni. In Beziehung
auf den in No. 46 d. Bl. aus Rendsburg geäußer
tem Wunsch bemerke ich, daß von hier aus kein dä
nisches Kriegsschiff Lootsen an Bord bekommen hat.
Es ist allerdings am 25. v. M., Morgens zwischen
5 und 6 Uhr. wie die, auf eingegangene Meldung,
am selbigen Tage von mir angestellte Untersuchung
ergeben hat, eine Lootsenjolle vom hiesigen Hasen
vogt in See beordert, um zweien, mit der Lootsen-
flagge am Topp heransegelnden Schiffen die nöthige
Hülfe zu leisten. Der Führer der Lootsenjolle ist
aber in den hiesigen Hafen zurückgekehrt, nachdem er
die ansegelnden Schiffe als dänische Kriegsschiffe er
kannt hat, und mag dieser Vorfall zu der hier srag-
lichen, in mehrere öffentliche Blätter aufgenommene
Nachricht die Veranlassung gegeben haben.
Helmke, Bürgermeister.
ZķêteUigeķtz - 'Anzeige--.
- • 0—
Kirchliche Anzeige.
. An, Sonntage den 16. Juni predigen in der Christ- und
Gätiitsonsktrche:
Im Vormtttägsgottesdienste Herr Pastor Balemann.
Im Nachmittagsgottesdienste Herr Pastor Ruch mann.
•i Ì %
Am v. d. M. Abends um 6 Uhr, entschlief zu einem bes
seren Crwachen, nach kurzem Krankenlager, mein inniqstae-
liebter Mann
Hans Jürgen Lau.
t» seinem 66 stcn Lebensjahre Diesen für mich lind meine
Sohne so schmerzlichen Verlust zeige ich edle» Freunden und
Bekannte» hiedurch ergebenst an.
Christine Lau, Wittwe.
Am Montage, den 17. Juni d. I., von Morgens
9 Uhr an, soll auf dem hiesigen Rathhause die Wahl
ernes Stadtverordneten für das Neuwerk unter Lei
tung einer aus zwei Mitgliedern des Magistrats und
zwei Mitgliedern des Stadtverordneten -Collegii be
stehenden Wahlcommission stattfinden.
Vorstehendes wird hiedurch mit dem Hinzufüge»
bekannt gemacht, daß das Verzeichniß der Wahlbe
rechtigten vom Montage, den 3, Juni d. I., an, 14
Tage von Morgens 9 bis Mittags 12 Uch auf dem
Rathhause wird ausgelegt sein, daß etwanige Er
innerungen gegen die Liste, solche mögen nun darin
bestehen, daß ein Unberechtigter in dieselbe ausge
nommen, oder darin, daß ein Berechtigter darin
ausgelassen worden, mit Gründen, worauf sie gestützt
werden, spätestens drei Tage vor dem Wahltermin
der dem ersten Mitgliede der Wahlcommission, dem
Rathsverwandten Beckmann, eingereicht werden
müssen, daß an dem Wahltage gliartierweise gestimmt
wird, daß die Wahlberechtigten nach ihren Hans-
ntimmern, voll Nummer 1 an, so werden aufgerufen
werden, daß sämmtliche Wahlberechtigte, sowohl aus
der Altstadt, als ans dem Neuwert, am Vormittage
werden aufgerufen werden unb daß mit dem Auf-
ŗusiff. der bei dem ersten Ausruf nicht erschienenen
Wähler Nachmittags um 3 Uhr wird angefangen
werden. ö ö
Rendsburg, den 29. Mai 1850.
Präsident,
Bürgermeister und Rath hieselbst.
Bànntmachrmg.
Bei der am 7. d. M. abgehaltenen Wahl eines
Stadtverordneten für das hiesige Neuwerk ist der
Herr Gastwirth Paul Sievers zum Stadtverord
neten für gedachten Stadttheil erwählt worden.
Vorstehendes wird hiedurch zur öffentlichen Kunde
gebracht.
Rendsburg, den 14. Juni 1850.
Präsident,
Bürgermeister und Rath
bieselbst.
Am Montage, den I. Juli d. I., von Morgens
J "br an, soll auf dem hiesigen Rathhause die Wahl
eines Stadtverordneten für die Altstadt unter Lei
tung einer ans zwei Mitgliedern des Magistrats und
zwer Mitgliedern des Stadtverordneten-Collegii be
stehenden Wahlcommission stattfinden.
Vorstehendes wird hiedurch mit dem Hinzufügen
vetannt gemacht, daß das Verzeichniß ^r Wahlbe
rechtigte» vom Montage, den 17. Juni d. I.. an
X Morgens 9 bis Mittags 12 Uhr auf
oein mathhcnlse wird ausgelegt sein, daß etwanige
Erinnerungen gegen diese Liste, solche mögen nun
dann bestehen, daß ein Unberechtigter in' dieselbe j
aufgenommen, oder darin, daß ein Berechtigter darin
ausgelassen worden, mit Gründen, worauf sie gestützt
werden, spätestens drei Tage vor dem Wahltermin
bei dem ersten Mitgliede der Wahlcommission, dem
Rathsverwandten Mahrt, eingereicht werden müssen,
daß an dem Wahltage quartierweise gestimmt wird!
daß die Wahlberechtigten nach ihren Hausnummern,
von Nummer l an, so werdeii aufgerufen werden!
daß sämmtliche Wahlberechtigte, sowohl aus der All-
stadt, als ans dem Neuwerk, am Vormittage werden
aufgerufen werden und daß mit dem Aufrufen der
bei dem ersten Aufruf nicht erschienenen Wähler
Nachmittags um 3 Uhr wird angefangen werden.
Rendsburg, den 14. Juni 1850.
Präsident. -
Bürgermeister und Rath hieselbst.
Schic rd umpksch îşşahrt.
O r d e ll t l i ch e G e n e r a l v e r sa m m l u n g
Montag den 1. Juli, Morgens 11 Uhr
im Rnvenschen Gasthofe in Schleswig. '
Gegenstände der Verhandlung:
1) Rechnungsablage pro 1849 und Bericht über den
jetzige» Stand des Unternehmens.
2) Wahl eines Directors, für den nach fünfjähriger
Function statutenmäßig ausscheidenden Vorsitzenden
Dr. Gülich. '
3) Wahl zweier Revisoren für die diesjährige Rech
nung.
Schleswig Und Cappeln den 10. Juni 1850.
Die Direction
_ Das
D ampffich iff Mendsbnvg,
Capital» P. Ş. Jans,
fährt bis weiter
von
Rendsburg nach Tönning:
jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonnabend
Mittags 1 Uhr,
(jedoch erst nach Ankunft des ersten Bahnzugs),
von
Tönning nach Rendsburg:
jede» Sonntag, Dienstag, Mittwoch und Freitag,
Morgens 5 Uhr.
(nach der Rendsbnrger Bahnhofsuhr gerechnet).
cluÜinqslnmmlnnq r-um .JvJnvalidensondü»
— o—
Die Sammlung der 21 ten Woche vom 2.
bis 8. Juni brachte:
». aus der Altstadt von 40 Gebern 5 Mk. 10 ßl.
6. aus Neuwerk von 58 Gebern 14 g 1 „
Außerdem von Hrn. E. P. Rhode ein
geliefert der Uederschuß des von
seinen Schülern zum Vogelschießen
gesammelten Geldes . ....... 3 „ 3 „
Summa 23 Mk. 4 ßl.
Im Ganzen sind jetzt eingegangen 2360 Mk. 8 ßl.
Rendsburg, den 14. Juni 1850.
C. H. Jess, Cassirer.
Ä-m 77
iî r
vom 8. Juni 1850.
Als Eandtdat zu der Stadtverordnetenwahl für Neuwe-k am
17. Juni wird aufgestellt:
Herr Makler I. R. iy. Kühl.
D j e Direction.
C. Decker. H. Hagge. H. Bolmcrs.
Der
KeZsee-MffeLMVÄuz-Verein
in Altona
zahlt an Dividende für das Jahr vom 1. Juli 1848
bis zum 30- Juni 1849 den dritte» Theil der
eingezahlten Prämie zurück, welcher von den Be-
thciligten bis" zum 30. September d. I. bei mir in
Empfang genommen werden kann. Außer dieser Zu
rückzahlung hat der Verein in diesem Rechnungsjahr
den vierten Theils der Prämie als Reservefond
zurückgelegt, welcher Fond den Versicherten zu gute
kommt, mithin mehr als die Hälfte der Prämie als
zurück erhalten anzunehmen ist.
Anträge zu Versicherungen bei diesem inländischen
Verein zu brlligen Prämien, werden für Rendsburg
und Umgegend ans Mobilien, Waaren und land-
wirkhschastliche Gegenstände von mir entgegcngenoin-
men, zu welchem Behufe die Declarationen nebst