der Stimmenden 2161; Advocat Wichmann 1104,
Adv. Bargum 1.055 Stimmen.
Häreetz, den 28. Juni. Bis heute Abend 7 U.
find von den Landkirchspielen und dem Militair an
000 Stimmen abgegeben. Von diesen fielen etwa
620 auf den Candidaten des Militairs, den Lieut.
Nitz sch, auf den sich die Conservative,! auch ge
worfen hatten, 240 auf den Professor Stein, die
übrigen zersplitterten sich. Da der Flecken Preetz,
der jetzt zu stimmen beginnt, dein Militaircandidaten
auch noch eine Anzahl Stimmen zuwenden wird, ist
das Resultat der Wahl jetzt nicht mit Sicherheit zu
bestimmen. Die Wahrscheinlichkeit ist indessen für
Nitzsch.
Nach einer Mittheilung aus Kiel vom heutigen
Datum ist Lieut. Nitzsch mit ca. 1200 Stimmen
gewählt; Professor Stein erhielt gegen 600 St.
Crop ft. Die Wahl eines Abgeordneten für den
18. allgemeinen Wahldistrict fiel mit 176 Stimmen
bon 295 auf den Papierfabrikanten Robb er t zu Hütten,
Koegsbesitzer Tiedemann erhielt 118 St.
Cckeruförde, den 28. Juni. Auf der heute
stattgehabten Wahl für den 21. allgemeinen Wahl
district bekamen der Advocat R. Neergaard in
Kiel 838, General-Superintendent Nielsen 410 St.;
Neergaard jun. also gewählt.
In dem 39. District für die allgemeinen Wahlen
(Wahlort Stockelsdorf) wurde v. Neergaard zu
Oevelgönne mit 133 Stimmen von 257 zum Ab
geordneten gewählt; Dr. Carl Lorenzen bekam
124 Stimmen.
Schleswig, den .29. Juni. Die gestrige Wahl
im 2. allgemeinen Wahldistrict hat das Resultat ge
habt, daß der Kirchenpropst Boy sen hieselost, Mit-
glied der constituirenden Landesversammlung (Linke),
Mit 660 Stimmen für die schleswig-holsteinische Lan-
desbersammlung.erwählt ist.
Heide, vom 27. u. 28. Juni. An diesen Tagen
hat hieselbst die Wahl eines Abgeordneten zur Lan
desversammlung für den 27. Wahldistrict der allge
meinen Wahlen, welcher die Kirchspiele Herstedt,
Dalve, Tallingstedt, Weddingstedt und Heide (Fleckens
gebiet) umfaßt, stattgefunden. Unserer früherer Ab
geordnete Neergaard l. von Oevelgönne (der bis
herige Abgeordnete zur Landesversammlung) ist mit
291 Stimmen gewählt worden, während 203 St.
auf H. R. Claussen in Kiel und von den übrigen
lesp. 14 und 2 Stimmen aus die Departementschefs
Boysen und Rehhoff abgegeben wurden.
iWilster, den 28. Juni. Bei der heute hic-
selbst abgehaltenen Wahl für den 31. allgemeinen
Wahldistrict ist der Landinspector Tiedemann von
Johannisberg mit 222 gegen90Stimmen, welche
auf den hiesigen Senator Lübbe sielen, zum Abge
ordneten erwählt worden.
Bredstedt. Bei der allgemeinen Wahl des 10.
Wahldistricts, Wahlort Bredstedt, ist der bisherige
Abgeordnete dieser Gegend, der Ober- und Landes-
Gerichts-Advocat De. Heiberg in Schleswig wieder
gewählt worden. Der Wahldistrict umfaßt die west-
ilchst belegenen Kirchspiele zwischen Bredstedt und
Husum, so wie die Inseln Nordstrand, Pellworm und
die Halligen. Ferner ist in dem löten Wahldistrict
der das östliche Angeln nebst Cappeln und dem nörd-
stchen Schwansen umfaßt, der Rechensmann Kirchner
M Oesberg gewählt wie voraussichtlich war. Kirchner
>st einer der tüchtigsten und gescheutesten. Männer
Angelns, jeder Zoll deutsch und von liberalen Grund
lätzen.
Rendsburg. Bei der am Freitag dahier statt
gefundenen allgemeinen Wahl eines Abgeordneten für
die erste ordentliche Landesversammlung wurde der
phii. Rauch aus Kiel mit 776 Stimmen ge
wählt. Der Gegen-Candjdat Major H e n n i n g se n
ühielt 36 l Stimmen.
Zum Deputirten der Altstadt wurde in der hiezu
am Montag, den 1. Juli, anberaumten Wahl der
Maler Andersen gewählt.
K rr« st - Noti z.
Das Concert der Virtuosen Gebrüder Möhren-
!chlager sand den außerordentlichsten Beifall, diese
Herren rechtfertigten ihren vorangegangenen künst
lerischen Ruf nicht nur aus das Ehrenvollste, sondern
ihre Leistungen waren derart ausgezeichnet, daß man
w Rendsburg noch nie etwas schöneres gehört hat.
Hie zeigten rin Adagio den tieffühlenden, im Allegro
den feurigen von der göttlichen Kunst beseelenden
Künstler. Ganz besonders entzückte der Carneval
Venedig (L Ja Paganini), gespielt im Duo für
die Violine und Clarinette, dieses neckende scherzhaft
°Aginelle Tonstück wußten diese Künstler auf eine so
ausgezeichnete Weise vorzutragen, daß man in Ber-
luchrurg gerteth, zu glauben, sich rm Kreise der Masken
ä-U befinden, von tausend bizarren Gestalten umgeben.
Reicher Beifall lohnte diese trefflichen Leistungen,
Aan veranlaßte diese _ Künstler zu einem zweiten
Koncert, welches, wie wir hören, Freitag, den 5. Juii,
wieder im Saale zum Schützenhvse stattfindet, und
ZUuchen wir diese Künstler, den Carneval von Venedig
K>r nochmaligen Aufführung zu bringen. -*'•
. B c t i di t
der Direktion des Civil-Hospitals in Rendsburg
über die Verwaltung des Jahres -1849.
(Schluß.)
Dem vorstehenden Bericht des nntunterzeichneten
Physicus Dr. Manch zufolge ist die Zahl der im
Hospital verpflegten Kranken, 256 an der Zahl, ge
gen die des Jahres 1848, in welchem 264 Kranke
in der Anstalt ärztlich behandelt worden sind, fast
gänzlich sich gleichgeblieben. Aus diesem Umstande,
namentlich _ aber aus der großen Zahl Krätziger,
115 Individuen, welche Aufnahme und Heilung im
Krankenhause gefunden, geht hervor, daß die Er
richtung des Civil-Hospitals ein dringendes Bedürf
niß für die Stadt war, gleichwie nicht wird geläugnet
werden können, daß die ansteckende Krätze bei der
auch im Jahre 1849 stattgehabten Uebersüllung der
Stadt eine wette Verbreitung gefunden habe, und
daraus der Stadt, außer dem unverantwortlichen
Nachtheil für die mit Ansteckung behafteten Familien
und deren Gewerbe, überdies auch ein großer Kosten
aufwand erwachsen sein würde, weil wenigstens aus-
hütfsweise Anstalten zur Absonderung der mit an
steckenden Krankheiten Behafteten hätten getroffen
werden müssen. Wir glauben aus diesen allgemeinen
Gründen schon der vielfach gehörten Ansicht entgegen
treten zu dürfen, daß das Civil-Hospital der Stadt-
unb Almencommüue große Kosten und deren finan
ziellen Zuständen große Nachtheile bereite, und sind
der Ueberzeugung, daß sich unter Berücksichtigung
der Berhältni'fe der beiden letzten Jahre gegen die
früheren die Richtigkeit unserer Ansicht aus den Stadt-
und Almenrechnungen, wenn* sie uns zu Gebote stän
den, mit Zahlen schlagend müßte nachgewiesen wer
den können. ~
Die Einnahme und Ausgabe für den etgent-
ti ch en Betrieb des Hospitals stellt sich für das Jahr
1849 folgendermaßen:
Einnahme.
1. Für die 256 Kranken sind, je nachdem sie für
Rechnung der Commune oder eigne Rechnung im
Hospital verpflegt wurden, resp. 10/4, 12/5 oder
16 /4 bezahlt oder soll noch bezahlt werden im
Ganzen die Summe von . . . 4026 //$ 3 /4
2., An zufälligen Einnahmen ist für
die Aufnahme von Militatr-
kranken erhoben die Summe
von , , 234 „ 12 „
Vom Jahre 1848 ist eine zufällige
Einnahme für ein Hemd u. s. w.
nachzutragen von ; . 4 „ 8 „
4265 tìiļ'. 7 ß
Ausgabe.
1. Steuern und Abgaben 15 «$ 9(4/4
2. Unterhaltung der Gebäude. . . 160 „ 2 „
3. Unterhaltung des Inventars. . 7 „ — „
4. Feuerung, Licht, Wäsche.... 580 „ 8 „
5. Medicin 1652 „ — „
6. Zufällige Ausgaben 722 „ 6 „
7. Verpflegung der Kranken. . . . 2306 „ 5 „
4843 «$ 14y 2 /j
4265 7 ..
Unterschuß . . 578//$ 7%ß
In dem Bericht des Jahres 1848 ist schon her
vorgehoben, daß in dem gedachten Jahre wegen
mangelnden Cassenbehalts die Medicinrechnungen nicht
alle in dem betreffenden Jahre berichtigt werden
konnten und daher der große Ueberschuß resultire.
Im Jahre 1849 sind alle rückständigen Medicin
rechnungen des vorigen Jahres bezablt und daher
der Unterschuß dieses Jahres. Wenn aber der Ueber
schuß der Einnahme über die Ausgabe im Jahre
1848 die Summe von 804?/$ 6 % /4
betrug und der diesjährige Unterschuß 578 „ 7%„
so ergeben diese beiden Jahre zu-
sammengenommen eine» Ueberschuß
von . 225//$ 15 ß
welcher sich durch die im Jahre 1850
bezahlte Medicinrechuung vom Jahre
1849 zum Belauf von . 163 „ 4%
2 „
auf die Summe von 62«$ 10y 2 /4
reducirt. Es ist mithin durch die Berichte aller
von >845 an, welche in diesem Blatte veröffentlicht
sind, dargethan worden, daß das Hospital bei den
un Reglement festgesetzten Preisen von 16, 12 und
10/4 ohne Zuschuß aus dem Vermögen der Anstalt
und ohne, daß das Capttalvermögen angegriffen z»
werden braucht, in sich aus der Einnahme von
den Kranken bestehen kann. Es muß aber hier die
Klage wiederholt werden, welche schon in den Be
uchten des Jahres 1847 — Rcndsbmger Wochen-
blatt vom 2. Juni 1849 — und _ des Jahres 1848
erhoben worden ist, daß die für die entlassenen Kran
ken zu erhebenden Gelder trotz aller Mahnungen so
langsam eingehen, daß die Rückstände nicht allein
sehr hoch stets anwachsen, sondern der Betriebsfonds
auch in bedeutender Höhe nach Verhältniß des Um
fanges der Anstalt erhalten werden muß. Wenn
auch in größtentheits sicheren Ausständen zum Belauf
von 2064 //$ 4 /4 der Betriebsfonds vollständig er
halten ist, so geht der Zinsgewinn der Anstalt doch
verloren, welches bei der großen Gemeinnützigkeit
der Anstalt möglichst zu vermeiden sein wird. ' Es
wird Letzteres indeß mit Erfolg nur geschehen können,
wenn"von allen Seiten, von den Commünen durch
prompte Zahlung und namentlich von den Laden
meistern bei den Gesellen-Brüderschaften und der
Morgensprache die Direction und der Rechnunqsführer
insbesondere unterstützt werden
Der Cassenbestand des Hospitals für das Rech
nungsjahr vom 1. .Januar bis zum 31. December
1849 war folgender:
Einnahme.
1. Baarbehalt vom Jahre 1848 (s. Rendsburger
Wochenblatt) 924//$ — /4
2. Eingegangen von Restanten vom
Jahre 1848 1771 „ 8 „
3. Miethe für den Keller 15 „ —
4. Abschlagszahlungen von der
Schneidergesellen - Brüderschaft
auf ihre Schulden resp. 237 Mk.
3 ßl. und 233 Mk. 10 ßl. ... 470 „ 13
5. Von der Spar- und Leihcaffe
nachträglich für 1847 500 „ —
6. Von der Spar- und Leihcaffe
nachträglich für 1848 ..... 2000 „ — „
Summe . . . 5681 5
Ausg a b e.
Der diesjährige Unterschuß aus der eigentlichen
Krankenrechnung ........ 578/-$ 7 V 2 /4
Die obgedachte bei der Spar?
caffe belegte Summe...... 2500 „ — „
1.
3.
Restante von 1848
Summe
1221 „ - „
4299//$ 7 '/2 /4
5681 .. 5 ..
Behalt am 31. Dec. 1849 . . 1381 //$ 13 '/ 2 /4
Die Spar- und Leihcaffe in Rendsburg soll laut
Vergleich, wenn sie Ueber schlisse hat, zur Begründung
eines Fonds für das Civil-Hospital zahlen 30,000 «$
Sie hat gezahlt laut Bericht vom 25. Mai >849
(s. Rendsb. Wochenbl. vom 9. Juni 1849 bis zum
31. December 1848) 18,375 mĶ
Ferner unterm 22. Dec. 1847 nach
träglich stir 1847 500 „
Für 1848 . . 2000 „
20,875 //$
30,000
Mithin hat sie noch zu zahlen . / 9,125 «$
Berger, Holter, Bahr, Manch, Bracket.
Amtliches.
Von Hamburg aus wird von einer „ActiengeseU-
schaft für Kunst und Industrie" ein Lotteriegeschäft,
vorgeblich zur Beförderung der inländischen Gewerbe,
betrieben, welches in dem vertheilten Plan Prämien
von erheblichem Werthe, als Wagen, Fortepianos,
Gold- und Silbersachen, auch Staats-Prämienscheine
auf welche sehr bedeutende Summen gewonnen wer
den können, in Aussicht gestellt und jeder Actie un
fehlbar eine Prämie zusichert.
Da desfalls stattgehabte Untersuchungen die Jn-
solidrtät dieses Geschäfts an den Tag gelegt haben,
dasselbe auch bereits in Hamburg selbst aufgehoben
ist, werden alle Landeseinwohner hiermittelst gewarnt,
sich an demselben zu betheiligen.
Die Behörden werden angewiesen, ans die Agenten
dieses Geschäfts ein wachsames Auge zu haben und
im Betretungsfalle mit denselben nach Maßgabe der
Gesetze, namentlich des Patents vom 28. Oct. 1823,
zu verfahre».
Kiel, den 20. Juni 1850.
Schleswig-Holsteinische Re giern na.
C. Lesser.
E. Harbvu.
ŞHLWàMàmMLmLg
zum
Jnvalidenfonds.
Verzeichnis' der Geber und ihrer Beiträge.
(Fortsetzung.)
0. Neuwerk.
Vierzehnter District: das Rondel zwischen der Ober-
eiderstraße und dem Paradeplatz. Sammler:
I. Sigmund.
Vierteljährliche Gaben: H. Lund 13 ßl., C. Rei
mers 13 ßi., H. Hein 1 Mk. 12 ßl., P. Thomsen
13 ßl., H. C. Wieck 13 ßi., I. F. Haase i Mk. 10 ßi.,
H. Carstens 13 ßl., H. I. Koch 13 ßl., M. Carstens
13 ßl., I. H. Thomsen 13 ßl., F. Schönwandt 13 ßl.,
I. Baland 13 ßl., I. Marcus 13 ßl., Wwe. Pahl
1 Mk. 4 ßl., A. Goldackcr 13 ßl., I. N. F. Kühl
3 Mk. 4 ßl., Varendorf 2 Mk. 8 ßl,, Kortum 13 ßl,
P. H. Lorenzen I Mk., N. Lorenzen 1 Mk., M. Sa
chau 13 ßl., P. Kaiser 13 ßl., Wwe. Gärtner 1 Mk.,
I. Sigmund 1 Mk., H. Thonford 1 Mk.
Wöchentliche Gaben: H. Köhler 2 ßl., M. Foder-
berg 1 ßl., D. Hcym und Tochter 2 ßl., A. Knoop
2 ßt., I. C. Noß 2 ßl., Kracht 1 ßl., Keller 1 ßl.,
H. Bescler 1 ßl., H.Wulf 2 ßl.. W. Schmidt 1 ßl.,
M. Falk 1 ßl., F. Zabel 1 ßl., I. Haß 1 ßl., I.
Embke 1 ßi., Lehrbursche H. Brammer l ßi., A. Car
sten t ßl., F. Hutzfeld 1 ßl., Monsen l ßl., H. F,
Tmlsen 1 ßl., Rink 1 ßl., Wwe. Bolgnardt 4 ßl.,