Full text: Newspaper volume (1850)

Weder über die genaue Feststellung der Grenzlinie 
zwischen Schleswig und Holstein, (darüber also, in 
wiefern Rendsburg und Friedrichsort zu Schleswig 
gehören oder nicht) noch über die fernere Regelung 
der Erbfolge-Verhältnisse ist, wie uns heute bestätigt 
wird, in dem Vertrage irgend etwas gesagt. 
Die Friedensunterhandlungen, welche in den letzten 
Tagen in rasche Reihenfolge auf einander folgten 
und meistens mehrere Stunden dauerten haben 
in diesen Sitzungen noch heftige Kämpfe gekostet. 
Der Minister v. Schleinitz und Graf Westmoreland 
wohnten denselben fortwährend bei. Die preußischer 
Seits dem dänischen Ultimatum entgegengestellten 
.Forderungen, bildeten die Grundlage der'Unterhanb- 
lungen. Ueber diese Gegenforderungen werden in 
der Nat.-Ztg. einige genauere preuß. Mittheilungen 
gemacht. Preußen verlangte nämlich vor Allem, 
daß dieser mit Vorbehalt der beiderseitigen Rechte 
zu schließende Frieden kein Separatfrieden sei, son 
dern von Preußen Namens des deutschen Bundes 
geschlossen werde. Der dänischen Forderung, daß 
Preußen zur Auflösung der schleswig-holsteinischen 
Armee mitwirken solle, hat man sich insoweit nach 
zugeben bereit erklärt, als diese Armee auf die ma- 
trtkularmäßige Stärke des für das Herzogthum Hol 
stein feststehenden Bundescontingents vermindert 
wird, welches dann aber immer als abgesonderter 
Truppentheil fortbestehen soll, und als Preußen zu 
diesem Behufe eine Aufforderung an die Statthal- 
terlchaft erläßt. In irgend ein Anerkenntniß, daß 
Rendsburg und Friedrichsort zu Schleswig gehöre, 
ist nicht gewilligt worden. Auch nicht eine aus 
schließliche Ueberlassung der Regelung der innern 
Verhältnisse des Herzogthums Schleswig an Däne 
mark, vielmehr ist in diesem Punkte an dem bereits 
früher gemachten und auch dänischer Seits acceptir- 
ten Vorschlage festgehalten worden, daß das Weitere 
hierüber einer Berathung von Vertrauensmännern 
überlassen werde, die in gleicher Anzahl aus Holstein, 
Schleswig und dem übrigen Dänemark gewählt 
werben sollen. Ueber die fernere Regelung der Erb- 
folgeverhältnisse soll kein Wort gesagt sein, wiewohl 
Dänemark ursprünglich darauf drang, daß ihm allein 
diese überlassen bleibe. Für diesen Punkt dürften 
daher vielleicht einst noch die Bestimmungen der Au- 
strägalinstanz, maßgebend werden. Die vorstehend 
angedeuteten Aufstellungen sollen nach den hier in 
diplomatischen Kreisen verbreiteten Nachrichten der 
wesentliche Inhalt des pr. Gegenultimatums sein, 
das denn bei dem nunmehr erfolgten Abschluß, wie 
gesagt, fast durchweg durchgedrungen ist. 
Die meisten Schwierigkeiten bei den Verhand 
lungen der letzten Tage verursachten (nach der Const. 
Ztg.) einige Worte, durch welche erklärt werden 
sollte, daß die etwaige Fortsetzung des Widerstandes 
durch die Herzogthümer als Aufruhr zu behandeln 
sei und daß die Herzogthümer die Verpflichtung 
hätten, sich dem Frieden zu fügen. Preußischer Seits 
verweigerte man das Zugestänbniß dieses Punktes, 
während es dänischer Seits anfangs zur conditio 
sine qua non gemacht, endlich jedoch gelassen 
wurde. 
— Auch die „B. N." bringen jetzt die Mitthei 
lung: „Man hat Holstein alle Rechte auf Schleswig 
reservist; man hat nicht anerkannt, daß Holstein im 
Zustande der Empörung sei (wie doch die Dänen 
wollten) und man will Dänemark nöthigen, dem 
Bunde Anzeige von den Mitteln zu machen, durch 
welche es den Rechtszustand in Holstein Herstellen 
wolle. Möglicherweise, ja wahrscheinlich, werden sich 
die Dänen hieran nicht kehren, sondern nach einer 
verheißungsvollen Proclamation und Drohung auch 
Holstein angreifen, das sich indeß wehren wird." 
Das wird es allerdings, oder werden vielmehr die 
Herzogthümer, wie die allernächste Zeit bereits dies 
deutlich zeigen wird, und zwar vertraut Schleswig- 
Holstein dabei allein seiner eigenen Kraft, und ist es 
keineswegs die Aufgabe der Herren, die im Aufträge 
der Statthalterschaft nach Hannover. Oldenburg u. s. w. 
abgegangen sind, für die wieder aufzunehmenden 
Feindseligkeiten gegen die Dänen active Hülfe zu er 
bitten. Man will in den Herzogthümern ein Ende 
haben in der Sache, und das erreicht man nur, 
wenn man von jeder unmittelbaren Betheiligung 
Deutschlands absieht, wenn, was ganz besonders zu 
hoffen und zu wünschen ist, die deutschen Einzel- 
staaten, in deren Kammern man bereits wieder über 
den Frieden interpellirt, dem Vertrage einstweilen 
bettreten! 
Die „Weserzeitung" enthält folgende Correspondenz 
aus unserm Nordalbingien vom 5. Juli. Ich 
schreibe Ihnen am Vorabende des Jahrestags der 
Schlacht bei Friedericia. Wie uns vor einem 
Jähre die noch immer ihrem Zusammenhange nach 
nicht klar enthüllte Katastrophe jener unseligen Nacht 
nicht beugte, so hat auch der jetzt zwischen Däne 
mark und Preußen abgeschlossene Friede, in welchem, 
gleichviel ob unter strengeren oder Milderen Formen, 
ob mit klaren oder mit doppelsinnigen Worten, unser 
Todesurtheil ausgesprochen werden sollte, nicht im 
Mindesten unsere Hoffnung, bag es noch in unserer 
Macht liegt, den uns zugedachten Untergang abzu 
wenden, zu erschüttern vermocht. Wir sind froh, daß 
wir endlich so weit gekommen, unsere Freunde und 
unsere Feinde genau von einander unterscheiden zu 
können (und wir werden bald Gelegenheit haben. 
diese Erfahrung in noch größerem Umfange zu machen, 
wenn die deutschen Mächte zur Ratification des dän.- 
preuß. Friedens werden aufgefordert werden). Unsere 
Jugend glüht vor Verlangen, die bei Friedericia im Dun 
kel derNachtu.unterdem Schutze, den der Ausfall einer 
dreifachen Uebermacht aus den Werken der jütischen 
Festung gewährte, gefallenen Opfer zu rächen. Statt 
9000 Mann stark wie damals, hofft sie jetzt bald in 
einer Stärke von 30 — 40,000 Mann, unter etnem 
unserm Lande allein angehörigen Oberfeldherrn, von 
trefflichen Osficieren aus allen Gauen Deutschlands, 
die uns ihre freiwillig angebotenen Dienste widmen, 
angeführt, und so Gott will, auf offenem Felde, wo 
nur der ehrliche Kampf gilt, sich mit dem Feinde 
zu messen. Den Ausgang dieses Kampfes bestimmen 
zu wollen, wäre vermessen; aber das darf versichert 
werden: die Kriegführung wird diesmal unseren Geg 
nern ernster erscheinen, das Entrinnen ihnen schwerer 
gemacht werden, jede Niederlage und selbst der etwaige 
Sieg ungleich größere Opfer kosten als in den Jahren 
1848 und 1849. So ist die Stimmung, die sich in 
diesen Tagen in Holstein und im Süden der schlesw. 
Demarkationslinie einmüthig und laut kundgicbt; 
hier macht sich die Freude über den bevorstehenden 
isolirten Kampf, dort die Sehnsucht nach baldiger 
Erlösung laut und unzweideutig Luft, während die 
stoischen Charaktere der deutschgesinnten Bevölkerung 
Schleswigs in der nahenden Entscheidung, wenn auch 
schweigend, so doch nicht minder froh bewegt, den 
Anfang des Endes ihrer Leiben erblicken. — Nur 
über Eines habe ich klagen hören, daß Preußen im 
Interesse seiner eigenen Ehre nicht noch wenigstens 
einige Wochen den Abschluß des Friedens, der den 
1jährigen Waffenstillstand und ömonatliche Unter 
handlungen zu beendigen bestimmt, hinausgeschoben 
hat; denn wenn je, so wäre bei dieser Gelegenheit 
der altrömische Spruch passend anzuwenden gewesen: 
Cunctaiido nobis restituit rein. Der Bogen in 
Dänemark aufs Straffste gespannt und die offenkun 
digste Finanznoth, so wie der täglich wachsende Ein 
fluß der Friedenspartei, der leicht einen Minister- 
wechsel hätte in seinem Gefolge haben können, 
würden gewiß binnen einem Monat sich sehr fühlbar 
gemacht haben. 
Sind schon die oben treu geschilderte Stimmung 
und der Umstand, daß die Führer unseres Heeres 
vom Oberbefehlshaber bis zum jüngsten Seconde- 
lieutenant in den glücklichen Ausgangs unserer Sache 
ungefchwächtes Vertrauen setzen — von diesem zeu 
gen auch hie noch immer stattfindenden Meldungen 
von Osficieren aus andern deutschen Staaten — 
von günstiger Vorbedeutung für uns, so gereicht der 
unbeugsame Muth der'Schleswigs, den sie insbe 
sondere bei den Wahlen zur ersten ordentlichen Lan- 
desveriammlung trotz aller Vexationen der dreieinigen 
Landesverwaltung beweisen und die nüchterne, klare 
und besonnene Anschauung, die man im ganzen Lande 
über die jetzige Krisis hat, zu besonderer Freude 
Auch das ist ein Beweis der politischen Reife unsere 
Bevölkerung, daß man zwar wünscht und hofft, bi 
Statthalterschaft werde nicht unterlassen, die deutschet 
Mächte, die jetzt den dän.-preuß. Frieden gutheißet 
sollen., an ihre Ehre zu erinnern, daß man sich abe: 
keinerlei Illusionen über die bei ihnen im Falle bei 
Verweigerung ihrer Unterschrift herrschenden Motiv, 
und keine Hoffnung auf etwaigen thatkräftigen Bei 
stand Seitens derselben macht. 
Schleswig-Holstein muff sich auf sich selbst uni 
uur auf sich verlassen. Hoffentlich wird das morger 
vollständig versammelte und in den nächsten Tagen 
wohl an der Eider concentrirte Heer mit seiner eige 
nen Kraft die verpfändete Ehre der gesammten deut 
schen Nation aufrecht zu erhalten wissen. 
Kiel, den 3. Juli. Gestern war eine Versamm 
lung der Prälaten und Gutsbesitzer, um über die 
Aufbringung der neuen Zwangs-Anleihe und Kriegs- 
steuer zu beschließen, nachdem nämlich die beabsichte 
Anleihe von 600,000 Thlr. vorm. Courant sich als 
unausführbar gezeigt hatte. Da eine andere Aus 
hülfe nicht zu treffen war, wurde beschlossen, daß 
jedes einzelne adelige Gut und Kloster seinen Bei 
trag mit 1 -/z pCt. des Steuer-werthes selbst zu zahlen 
habe. Bei dieser Gelegenheit kam ein schon früher 
angeregter Plan, eine Zettelbank für die adeligen 
Güter zu errichten, wieder zur Sprache, und ward 
ein aus den Gutsbesitzern Böhme zu Depenau, Graf 
v. Baudissin-Borstel und Trümmer zu Projensdorf 
bestehendes Comite niedergesetzt, um nähere Anträge 
deshalb vorzubereiten. — Aus dem nördlichen Schles 
wig sind wieder mehrere Flüchtlinge hier angekommen, 
namentlich aus Apenrade, wo man für die Theil- 
nehmer an der Abgeorbnetenwahl in Tondern sehr 
unangenehme Fol zeit besorgte. 
Kiel, den 6. Juli. In der schleswig-holstcin. 
Armee, berichtet uns ein Schreiben von vorstehendem 
Datum, haben dieser Tage wiederum zahlreiche Be 
förderungen stattgefunden. So sind u. A. 12 Pre 
mierlieutenants zu Hauptleuten ernannt, darunter 
der Lieut. eand. j ar . Barens aus Flensburg und 
der Lieut. Schneider vom 1. Jägercorps. Der Lieut. 
Hans Raumer von Dinkelsoühl ist ins General- 
Commando gekommen. Der General-Stabschef soll 
fortan Rang eines Obersten und Gehalt eines Bri 
gade-Chefs haben. Man' spricht davon, daß vielleicht 
v. d. Tann, mit dem Unterhandlungen gepflogen 
werben, als Generalstabschef eintreten wird, Major 
Wyneken würde dann den Posten eines Sous-Chefs 
bekleiden. — Die Departements des Innern und der 
Finanzen haben am 27. v. M. eine Bekanntmachung 
erlassen, betreffend die Ausweisung von Torf an die 
Insten und Tagelöhner auf den herrschaftlichen Mooren. 
Die Statthalterschaft hat ein Erinnerungszeichen an 
die Feldzüge gegen-Dänemark in den Jahren 1818 
und 1819 gestiftet. Dasselbe besteht in einem Kre'tze, 
gefertigt aus Eisen von Kanonen des Linienschiffes 
„Christian Viii." Das Kreuz wird an einem roth 
weiß-blauen Bande getragen. Zum Besitz und Tra 
gen dieses „Erinnerungskreuzes" sollen alle berechtigt 
angesehen werden: 1) diejenigen noch in Dienst 
stehenden Combattanten und Nichtcombattanten der 
schlesw.-holst. Armee, welche einen der beiden Feld 
züge von 1848 und 1849 mitgemacht haben und 
dabei in den Bereich des Feuers der Dänen gekom 
men sind; 2) diejenigen der vorstehenden Categoric, 
welche auf nicht unehrenvolle Weise aus der Armee 
wieder ausgeschieden sind; 3) diejenigen nicht schles 
wig-holsteinischen Ofsiciere, welche während ihrer 
Dienstleistung in der schlesivig-holsteinischen Armee 
- an einem der beiden genannten Feldzüge Theil ge- 
nommen haben; 4) diejenigen Ofsiciere, Unteroffi- 
ciere rc., weiche bei einem nicht-schleswig-holsteinischen 
Truppentheile einem Gefechte in diesen Feldzügen 
beigewohnt haben und später definitiv in die scbles- 
wig-holsteinische Armee eingetreten sind. (H. N.) 
Flensburg, den 3. Juli. Ein hiesiges Schiff 
hat in diesen Tagen unweit Bornholm die russische 
Flotte passirt, welche gerade in vollem Manöoriren 
war. Landtruppen sind am Bord dieser nicht zu er 
blicken gewesen. — Für Flensburg beabsichtigt man, 
den mit den hiesigen Verhältnissen bekannten, wäh 
rend seines Hierseins als politischer Polizeimeister in 
Achtung und Liebe der intelligenteren Stadtbewohner 
gestandenen und daher hier noch in bestem Andenken 
stehenden, jetzigen Polizeimeister Krohn in Kiel zum 
Abgeordneten der ersten schlesw.-holstein. ordentlichen 
Landesversammlung zu wählen. 
Hadersleben, den 2. Juli. Reisende, die 
von Jütland kommen, erzählen, daß die dänische Ar 
mee weiter nach Süden gerückt ist und daß von 
Horsens bis dicht vor Colding jedes Dorf sehr stark 
belegt ist. Eine Abtheilung Cavallerie soll nach 
Südwesten gegangen sein. 
Rendsburg In der am verflossenen Montag 
stattgehabten Wahl eines Stadtraths errang der 
Herr Consul Kruse die Majorität. 
Der Friedrrch-Wilhelm's-Friede. 
Der Friede ist zwischen dem Berliner und Kopen- 
hagener Cabinet geschlossen. Dies Ereigniß ist füc 
dte Herzogthümer ein zu wichtiges, als daß ihm 
nicht einige leitende Gedanken zu widmen wären. 
Sie drängen sich allerdings im reichlichen Maaße 
jedem Schleswig-Holsteiner auf. Berga igenheit, Ge 
genwart und Zukunft, jedes dieser Zeiten erhält 
durch den abgeschlossenen Frieden erst oie eigentliche 
Bedeutung; der Friede tfî eine nachträglich gegebene 
authentische Interpretation, wie gewisse Dinge auf 
zufassen sind. Wir wollen es Niemanden verargen, 
wenn ihm bei der ersten Nachricht von dem Frieden 
Bitterkeit das Gemüth erfüllt hat. Es ist uns zu 
wunderlich mitgespielt worden; wer es nicht mit er 
lebt hat, wird es kaum glauben. Wir aber, die wir 
es erlebt haben, wir müssen daran glauben. Wir 
haben die positive Gewißheit, daß 1843 ganz Deutsch 
land uns Helsen wollte; daß 1850, Gott besser's, 
Deutschland noch immer mit sich selber genug zu 
schaffen hat; daß 1848 preußische Bataillone' am 
Dannewerk für uns kämpften, und daß sie 1850 in 
ihre Cantonnements nach Preußen zurückkehren. Doch 
hierüber kein Wort mehr. 
Der Friede ist zwischen Dänemark und Preußen 
geschlossen, und wenn wir die Sache genau ansehen, 
so dürfte sich ergeben, nicht baß es damit auch schon 
für uns gut stände, wohl aber, daß das größere von 
zwei Uebeln beseitigt ist. Der Friede gehört näm 
lich nur seiner formellen Seite nach der Gegenwart 
an; er ward am 2. Juli geboren; die Voraussetzun 
gen dieser Geburt datiren sich viel weiter zurück; sie 
liegen in der preußischen, in der deutschen Geschichte 
seit 1848, und da diese Geschichte Preußens wie 
Deutschlands so eng mit der Persönlichkeit des jetzigen 
preußischen Regenten zusammenhängt, so haben wir 
uns für befugt gehalten, gedachtem Frieden den Na 
men eines Friedrich-Wilhelm's-Frieden beizulegen. 
Einige weitere Worte zur Rechtfertigung dieser Be 
nennung mögen uns gestattet sein. 
Es mag im Allgemeinen der Nachwelt überlassen 
bleiben zu untersuchen, wie es kam, baß in den 
Jahren 1848 — 1850 die schönsten Hoffnungen auch 
nicht das geringste Resultat, das von einiger Erheb 
lichkeit wäre, haben entstehen sehen. Einen kritischen 
Blick erlaubt sich indeß die Gegenwart, und da 
glauben wir, ein gut Theil Schuld, daß Deutschland 
nicht ein einiges, sondern ein mehr denn zuvor zer 
rissenes geworden, trägt Preußen; nicht das preuß. 
Volk, nicht das gegenwärtige Cabinet, nein, die 
Schuld trägt diejenige Persönlichkeit, die Preußen 
äußerlich repräsentiren soll, d. h. König Friedrich 
Wilhelm IV. Es kann Niemanden verargt werden, 
daß er keinen großen Geist erhalten hat, denn die
	        
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