im Dänenblute bis an die Knöchel. (Eine gleiche
Weissagung hat auch die friesische Prophetin Hertje
bereits vor 500 Jahren ausgesprochen.) Alles Männ
liche wird verdammt sein zum Niedermetzeln, durch
bohrt werden niederstürzen unsere Söldner und Hü
gel werden aufgelöst werden von ihrem Herzblute.
Der Danebrog, den uns Gott von seinem Himmel
herab gesendet hat, wird wieder vernichtet werden
vom Himmel, denn ein mächtiger Blitz aus schwar
zer Wetterwolke wird herabfahren und ihn verwan
deln in Moder und Asche und wird seines Ruhmes
kein Gedächtniß mehr sein. Zurückhalten werden die
Sterne ihr Licht. Finster wird die Sonne vom Auf
gang sein und der Mond keinen Glanz haben, und
in der schwärzesten Stunde der Nacht wird aufgehen
der Thron des^ dänischen Reichs in feuriger Lohe,
und das^ Volk lelbst wird den Brand schüren, und
die Großen des Landes alle werden verlassen die
brennende Hauptstadt in eiliger Flucht. Das wü
thende Volk aber wird ihnen folgen und wird ein
holen ihrer viele, wird ihre Kinder und Weiber um
bringen vor ihren Augen, wird ihre Häuser plündern
und ihre Greise todten. Wenn sie aber berauscht
werden hinsinken vom Blute ihrer Brüder, da wird
Gottes Rache über sie kommen und die Feinde von
Norden und Süden, von Osten und Westen. Und
>>e werden sagen: Wir kommen nicht in Frieden zu
euch, sondern mit dem Schwert. Ihr habt den Sohn
mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter, die
Blutsverwandten mit den Blutsverwandten entzweit,
deshalb empören sich alle Völker und gleiche gegen
euch. Der Name Dänemark werde verwischt von
der Erde, ihr sollt kein eigenes Volk mehr sein, son-
dern euer Land soll getheilt werden in vier Theile
und diese Theile sollen zufallen den Siegern. Dann
werden Hungersnotb und Pest die Ueberlebenden de
müthigen und harte Sklaverei wird sie drücken zu
Boden, und die Krone Dänemarks wird verschwun
den sein von der Erde, während ein Engel des Lich
tes Re schleswigschen Löwen und das holsteinische
Neffelblatt wird hoch emportragen zur Sonne des
Ruhms. Zu Ipät! hör ich's schreien tief aus dem
Abgrunde des Meeres herauf: zu spät! hör ich's
donnern aus der Brandung der Wogen und zu spät!
hör' ichs furchtbar heulen im Sturme. Ja, Däne
mark. armes, armes Land! Dein Tag ist gekommen
und dem Tage wird folgen die Schreckensnacht, die
dich vernichtet, und aus der Finsterniß wird die
Stimme des Vernichters dir entgegenrufen- zu spät'
zu spät! zu spät! Ha! Tobt nur ihr dänischen Män
ner, die ihr hinauszieht in den Kampf. Ihr werdet
doch geschlagen. Hört ihr's, die ihr euch rüstet von
einem Ende des Landes zum andern; rüstet euch
nur! Ihr werdet doch geschlagen! Denn die Macht
Gottes ist auf den Schultern eurer Feinde und ihr
werdet nichts dagegen ausrichten, und euer Kampf
wird eitle Mühe sein! Denn der Stab ist gebrochen,
das Land unserer Vater ist gerichtet und Untergang
ist sein Urtheil. Wehe! Wehe! Wehe! über die Schul
digen, den Unschuldigen sei Gott gnädig und barm
herzig in Ewigkeit! Amen!
^ Bekanntmachung.
©oüte von den hiesigen Bürgern und Einwoh
nern noch Jemand Lag erstroh zu haben wünschen,
der melde sich bis Sonnabend, den 27. Juli, Vor
mittags 11 Uhr, auf unserm Bureau.
Rendsburg, den 23. Juli 1850.
Die Cinqnartierungsconttnissron.
Pferde-Auction.
Am Mittwochen, den 24. d.M., Mittags 12 Uhr,
läßt die schleswig-holsteinische Artillerie-Brigade
f r üfgen SO Pferde
tm hiesigen Rerthause durch den Unterzeichneten in
öffentlicher Auction unter Umständen gegen öwöchiae
Creditcrtheilinig verkaufen.
. Rendsburg im Auditoriate der Schleswig-Holstei-
Uischen Artillerie-Brigade den 21. Juli 1850.
O. Gülich.
Montag, den 29. d. M., Nachmittags 4 Uhr,
soll fur Rechnung der Wittwe Böhrnsen und des
Detlef Stahl auf der großen Stadtkoppel und im
Westermoor
Weihe»» nnd Roggen a,lf dem Stemmet,
in öffentlicher Auction, all Ort und Stelle verkauft
werden.
Rendsburg, den 23. Juli 1850.
H. Haase, const.
Am nächsten Dienstag, den 30. d. M., Vormit
tags von 9 und Nachmittags von 2 Uhr an, sollen
in dem Nebengebäude der Harmonie, für Rechnung
des Herrn Köncke ö
eine Parthie diverse Weine, Champagner, Ale
und Porter in halben und ganzen Flaschen, fer
ner Tische, Stühle, Spiegel, Schränke, Bett
stellen und sonstige Sachen,
in öffentlicher Auction verkauft werden.
ļssş Mit dem Verkauf der Getränke beginnt die
Auction. J
Rendsburg, den 23. Juli 1850.
__ H. Haase, const.
Aufforderung und Bitte,
; Da unsere Armee sehr an wunden Füßen zu
leiden hat, so werden alle Frauen und Jungfrauen
Rendsburgs und Umgegend hiedurch dringend zur
schleunigen Anfertigung von Talgläppchen aus halb-
geschliffener weicher Leinewand aufgefordert.
Anweisung zur zweckmäßigen Anfertigung dieser
Läppchen sind im Neuwerk bei der Frau Geueralin
v. Kr o hn und in der Altstadt bei der Frau Consulin
K ruse gefälligst zu erfragen, woselbst die angefertigten
Läppchen ebenfalls entgegengenommen werde»
Rendsburg, den 23. Juli 1850.
Wegen der stattfindenden Baureparaturen können
bis weiter keine Bücher aus der Harmonie ausge
sehen werden; die bereits ausgeliehenen sind erst
beim Wlederanfang des Ausleihens, welches näher
bekannt gemacht werden wird, zurückzuliefern, sofern
sie nicht vorher durch den Clubboten abgefordert
werden möchten.
Rendsburg, den 23. Juli 1850.
In der Buchdruckern von F. M.
Wendell sind stets vorräthig:
Briefatteste, sowohl für ankommende als
abgehende Briefe re.
Eifenbahnfrachtbriefe.
Zollangaben.
Ferner für dasMilitair:
Compagnie-Rapports in Octav-Format.
Brod-Requisitionen.
Fourage-Requisitionen.
Lazarethfcheine.
Nationale.
Schuldbücher.
Vorlesungen über Artilleriewesen für den
schlesw.-holst. Kanonier.
Vorlesung über die Pflichten des Sol
daten.
Nomenklatur über Geschütze, Affutagen
und Wagen der schlesw.-holstein. Ar
tillerie.
Es soll jetzt wirklich ausverkauft
werden!
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Şniôgl?chcn"Prasenà^ŗleans und Parramattcn zu allen
ên möglichen Preise».
Da solche Gelegenheit, um billig zu saufen, schwerlich wieder
geboten wird, so erwarten wir zahlreichen Zuspruch.
Bernhard Sf Co.,
Kanzleistraße Nr. 448.
Intelligenz - Anzeigen.
Das
> ķ Lî
Bekanntmachn»«,,
Da das erledigte Amt eines gelehrten und diri-
gircnden Bürgermeisters in der Stadt Rendsburg in
Gemäßheit der Städte - Ordnung vom 8. October
1818 durch Wahl zu besetzeu ist, so werde» diejeni
ge» exannmrtcn Juristen, welche sich um diese Stelle
bewerbe» wolle», hiedurch aufgefordert, ihre Gesuche
innerhalb einer Frist von sechs Wochen, vom heutigen
Tage an, bei dem Magistrat einzuliefern.
Rendsburg, des 16. Juli 1850.
Der Magistrat.
Da das durch den Abgang des Stadtsecretairs
Dörfer erledigte Amt eines Stadtsecretairs in der
Stadt Rendsburg in Gemäßheit der Städte-Ord
nung vom iStc» October 1848 durch Wahl zu be
setzen ist, so werden diejenigen examinirten Juristen,
welche jich um diese Stelle bewerben wollen, hiedurch
aufgefordert ihre Gesuche innerhalb einer Frist von
sechs Wochen, vom heutigen Tage an, bei dem Ma
gistrat einzuliefern.
Rendsburg, den 24. Juli 1850.
Der Magistrat.
H. C. Koch.
Dmnpfschişş Rendsburg,
Capital» P. S. ZanS,
fährt bis weiter
von
Rendsburg nach Tönning:
jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Sounabeud
Mittags 1 Uhr.
(jedoch erst nach Ankunft des ersten BahuzugS),
von
Tönning nach Rendsburg:
jeden Sonntag, Dienstag, Mittwoch und' Freitag,
Morgens 5 Uhr.
(nach der RcndSbnrgcr Bahnhofsuhr gerechnet).
Heute, Mittwoch, den 24. Juli:
Garten-Musik für Aboimenten.
Anfang 5 Uhr.
Eilttut'tl Hüncke.
Holsteinische Eisenbahnen.
Frequenz
in der Woche vom 14. — 20. Juli 1850.
Altona. Kiel.
80,10 Personen 10,190 ş 8/3
Gütersracht 5,579 - 6 -
Offener Dienst.
Ein uiiverheiratheter Knecht, der gute gcu.iià bAüü
S'Ät "à ~ I Ä»Ä
a .., ™ . Zu, vermiethen.
ist sofort Schlafstube, mit oder ohne Mobilien,
1|f to ' ort vermuthen tit der Konigsstraßc Nr. 514.
Z» verinrethen.
'-^'-idcr Laden nebst S
zu vermiethen bei
L. Koh, Kürschner, Mühlenstraßc.
vermietn^...
. £!!' "eu einzurichtender Laden nebst Stube und Küebe ist
zu Michaelis Flnttezeit zu vermiethen bei ^
Glückstalt Elmshorn.
1,363 Personen 721 15 ,3
Güterfracht 200 « 15 .
Rendsburg Neun«lilister.
2,518 Personen .8 2,364 mļ 9 st
Gütersracht 1,738 . 7
-15,769 »414/3
922 14 /3
Nach dem Abgänge des Stadtsecretairs Dörfer
ist der Amtssecretair R. Schreiter als Stadt-
jecretair constituirt.
Vorstehendes wird hiedurch mit dem Hinzufügen
bekannt gemacht daß das Stadtsecretariat in dem
Stadtverordneten C a sp e r so h n hinter
dem Altstadter Kirchhofe ist.
Rendsburg, den 24. IM 1850
Der Magistrat.
H. C. Koch.
— 4,103 mK — ,3
Altona, den 22. Juli 4850. ^ '
D l e D i r e c ļ I 0 li
der Altona-Kieler Eisenbahn-GescUschaff.
Scheibenschießen.
Sonntag, den 28 d Mts., soll bei mir
H »ach der festen Scheibe um Silberzeug gc-
K jchossen werden, wozu ergebenst einladet
Emkendorf, den 20. Juli 1850. ^ °^"nm.
« . Zu vermiethen.
Miechc zü"haL..°"" Stub- für einzelne Herren in
P. F. Westphal,
Grüne Straße Nr. 387.
Zu vermiethen.
»-«, » w “” M» f
Rendsburgcr Marktpreise,
am Sou».,bei,v, reu 20. J„ff ^50
Eine Tonne Weizen von 13 mķ 8,3 bis 14,«4
' * Rogge, - 8 - 8 - bis 9 .
' * |y«-v - 5 I ~4 -wl~5 r
100 - Heu . 1 , _ 4 ! ,
100 - Stroh . 1 . _ . bis 1 :
■st
R-digirt, gedruckt und herausgegeben von F. M. Wendell.