Full text: Newspaper volume (1850)

Ans dem Holsteinischen, den l.Juli. Es 
wird Ihnen nicht uninteressant sein können, über die 
Bewegungen des rechten Flügels unserer Armee an 
dem Tage von Jdstedt Näheres zu erfahren, das ich 
nach einem Privatbelicht Ihnen mittheile. Das 
schreiben lautet: „Wir standen mit dem rechten Flü 
gel bei Wedelspang. Morgens 1 % Uhr waren wir 
bereit, die Danen zu empfangen. Gegen 714 Uhr, 
uacMcm das 2te Jägercorps von Fahrenstedt zurück 
gegangen war, kamen wir in's Gefecht. Dasselbe 
dauerte in voller Stärke bis 3 Uhr Nachmittags und 
hörte erst 4 Uhr ganz auf. Furchtbar war der Kampf. 
Manches Gefecht habe ich schon mitgemacht, aber 
keins, welches mit solcher Energie geführt worden 
selbst die Schlacht bei Fribericia war Nichts dage 
gen. Unsere Leute wichen kein Haarbreit und wir 
glaubten auf unserm Flügel die Dänen vollständig 
besiegt, da sie zuletzt überall wichen, wo wir vor 
drangen. Da kam der Befehl zum Rückzüge, den 
linse Flügel und dnê Sentinm beteit$ nngetteteu 
şitten. Diese Nachricht war entsetzlich. Wir hatten 
gesiegt und jubelten, und doch sollten wir zurück. 
Unsere ganze Brigade (die 2te) war noch rüstig und 
kampfesmuthig, hatte nicht übermäßig viel verloren 
und unsere schöne Position mußten wir aufgeben. 
Traurig zogen wir ab, geordnet und ruhig. Um 5 
Ņŗ verließen 3 Bataillone (5., 6. 7.) die Stellung 
bei Wedel,pang; bas 2te Jägercorps sollte in der 
Dämmerung folgen. Wir gingen nach Missunde 
zurück, bis nach einigen Stunden das Jägercorps 
nachkam, worauf wir die Brücke passirten, die hinter 
uns abgebrochen ward. Es war 11 Uhr Nachts 
Weiter gmg es über Cosel, Windebye rc. nach Cln- 
vensieck, wo wir 11 Uhr Vormittags ein Bivouak 
bezogen, nachdem wir 32 Stunden lang im Gefecht 
und auf dem Marsche gewesen. Der Mensch kann 
viel. Ruhig, ordentlich, still, ja selbst mit holsteini 
schem Humor, der sich nicht selten Luft machte, wahr 
haft musterhaft war dieser Rückzug der 2. Brigade. 
Die Anstrengungen und Strapatzen waren furchtbar 
Unsere Truppen sind wahrhaft tapfer gewesen Außer 
2 Compagnien, Alles im Feuer; dabei eine Opfün- 
dige und eine 12pfündigeBatterie und das auf einem 
ganz kleinen und beschränkten Terrain bei Wedelspanq 
9 dänische Bataillone hatten wir gegen uns! Man 
kann daraus schließen, wie furchtbar es hergegangen 
ist. Das 5. Bataillon, das stark im Feuer gewesen 
ch, hat nur 6 Todte, 40 Verwundete und 2 Vermißte 
Die Danen haben eine gute Lehre von uns bekom-' 
men, sie werden gefühlt haben, baß man uns so nicht 
brechen rann. Sie werden sich schwerlich von dieser 
gewonnenen Schlacht erholen, wie sie uns denn auch 
nicht verfolgt und bisher nicht beunruhigt haben 
obgleich wir auf fchleswigschem Grund und Boden 
flehen. 
Der vielleicht am Stärksten und Längsten im Feuer 
gewefene Truppentheil ist das dritte Jägercorps bas 
seine Stellung vor dem Centrum, hatte. Dieses Corps 
hat am 24. sich fortwährend geschlagen, in der Nacht 
aus Vorpvften gestanden, dann am 25. wieder von 
der Frühe an gekämpft und noch am Nachmittage 
^ ,7^ ^ elm Thiergarten bei Schleswig gefochten 
endlich von da den Rückmarsch von reichlich 3 Meilen 
auf Sehestedt gemacht! Bei den Entbehrunaen, denen 
die Soldaten ausgesetzt waren, sind diese Anstrengun 
gen ein herrlicher Beweis des kräftigen Menschen 
schlages. Ein Soldat dieses ' Corps hatte 97 Pa 
tronen verfchossen. 
Von einem andern Puncte erhalten wir folgende 
Mittheilung: Das ö.Jägercorps hatte mit den übri 
gen Theilen der betreffenden Brigade am 24. Parade 
vor ihrem Chef. In der That rückte es aus Rubel 
seinem Standquartier, an den Langsee, umging einen 
Theil de,selben, passirte die Brückt bei Gyldenhalm 
und marschirte auf Oberstolck, um den Feind daraus 
zu vertreiben. Vor diesem Dorfe war es. wo eine 
ì « Schwadron dänischer Dragoner so unerwartet 
als kühn über den hohen Knickwall setzend, in den 
Hohlweg, in dem bas Corps dicht gedrängt stand 
muten unter die Mistigen hinabsetzte, um rn einem 
Nu, Pferd und Reiter, augenblicklich den Heldentod 
zu finden. Nur ein Paar Einzelne, darunter der 
commandirende Castenfkjvld, entkamen lebend, um den 
nachrückenden Bataillonen in die Hände zu fallen 
Das Dorf wurde dann rasch im Sturme genommen 
und vom Feinde gesäubert, der Hau,er und Wälle 
besitzt und aus unmittelbarster Nähe unser anrücken 
des Corps mit einem mörderischen Kleingewehrfeuer 
empfangen hatte. Hinter dem Dorfe entwickelte der 
Feind aber ungeheure Massen mit Artillerie und Ca- 
vallene und das Corps konnte das Dorf nicht halten 
Bei die,er Gelegenheit ist es gewesen, wo der Feind 
oen General und die ersten Ofsiciere des Stabes so 
teu viele Leute durch den Tod und eine Menge von 
Gefangenen verlor. Vergleicht man den dänischen 
Armeebericht mit den Mittheilungen, die wir erhal- 
ten, so muß man annehmen, daß die Verwirrung, 
welche der Fall Schwppegrell's und die Vernichtung 
des Generalstabes zur Folge gehabt, nicht in vollem 
Umfange bekannt und derfelben ein mystische» Ueber- 
und Ausfall aus den Häusern untergeschoben wird, 
der ,o nicht stattgefunden zu haben scheint. 
, Kiel, den 2. August. Auf das von dem De- 
fenfor des Literaten A Spruigborn, Advocate» Hedde 
bei der Statthalterschaft eingereichte Gesuch um Er 
laß der wider seinen Clienten wegen Betheiligung an 
den Kieler Vorgängen vom 5. September 1848 er 
kannten einjährigen Zuchthausstrafe ist von der Statt- 
halterschaft ein abschlägiger Befcheid ertheilt worden. 
Gleiche Gesuche für die Genossen Spingborn's, den 
Maurermeister Nicbuhr und den vormaligen Polizei- 
dien» Jacobi, sind gleichfalls nicht bewilligt worden 
, Die hiesige juristische Facultät bat die Herren Re 
gierungsrath v. Warnstedt und Professor Samwer 
honoris eausä wegen ihrer Verdienste um düs öffent 
liche^ Recht des Landes zu Doctoren der Rechte pro 
movirt. , (H N ) 
Altona, den 2. August. Bor längerer Feit 
ward hiesilbst eine Schrift gedruckt unter dem Tüel: 
„Europa darf nicht kosackisch, Europa muß frei wer 
den. Ein Sendschreiben von Johannes Ronge." Der 
hiesige Magistrat ist dieser Tage vom holsteinischen 
Ober-Criminalgericht zu Giückstadt beauftragt, gegen 
den genannten Verfasser eine Criminal-Untersucbuno 
einzuleiten, und ist zu diesem Behuf vom Magistrat 
unterm 27. v. M. ein Steckbrief erlassen. Dieser 
Tage ist der hieselbst wohnende Kaufmann Tutein aus 
Kopenhagen von der Behörde ausgewiesen; derselbe 
hat sich einstweilen nach Harburg begeben. (H. N) 
. 1. August. Ein Augenzeuge berichtet, 
daß bei der Ankunft einiger uns abgenommener Gc- 
fangenen in Kopenhagen einem schleswig-holsteinischen 
Dfsicier die Mütze vom Kopfe geschlagen und in's 
Gesicht gespieen worden ist. Das ist die humane 
Behandlung, von der die Dänen sagen, daß sie den 
Schleswig-Holsteinern zu Theil werde. (H. N.) 
!' - den 1. August. Don der Humanität der 
I Danen haben wir in diesen Tagen wiederholte Be 
weise gehabt. Eine Frau von Sandes - Hoffmann 
wagte es, sich ohne alle Begleitung bis an die däni 
schen Vorposten zu begeben, um den Leichnam ihres 
in der Schlacht bei Jdstedt gefallenen Mannes zu 
reclamiren. , Sie warb erst längere Zeit hingehalten, 
zuletzt schroff abgewiesen. Eben so erging es einem 
Fräulein v. Burow, die das nämliche Wagstück un 
ternahm, um die Pflege ihres in jener Schlacht ver 
wundeten, in Schleswig darniederliegenden Bruders 
des Hauptmannes Burow zu übernehmen. So wer 
den rein menschliche Gefühle von den Dänen re- 
spàt. (H. N.) 
Die „Hamb. Nachr." enthalten folgende Mitthei 
lung aus Altona von 4. Aug.: 
Der Generalstabsarzt der sckleswig-holst. Armee 
Pros. Stromeyer aus Kiel, der mit allen ander» an 
den Lazarethen angestellten Aerzten am Tage der 
Schlacht bei Jdstedt bei seinen Verwundeten in 
Schleswig blieb, ist von den Dänen als Gefangener 
nach Kopenhagen gebracht. — Der bekannte sächs. 
Oberlleuten. Müller, der den Herzogtbümern seine 
Dienste angetragen, hat leider zurückgewiesen werden 
muffen wie es heißt, weil er in der sächs. Kammer 
den Antrag stellte, die Soldaten möchten nicht gehal 
ten sein, außer Dienst ihre Ofsiciere als Autorität 
anzuerkennen. Die besondere Mllitairische Tüchtigkeit 
des Lieut. Müller ist allerseits anerkannt. — Der 
Oberst Schroeder, Commandant von Altona, ist aus 
der hiesigen Commission zur Annahme der Freiwilligen 
ausgeschieden und durch den Oberst!, v. Hedemann 
ersitzt. In Folge dessen darf man ein weniger rigo- 
l roses Verfahren der Commission für die Zukunft er 
! warten. (H. N.) 
— Der Oberst Schroeder, Commandeur und Chef 
des Freiwilligenbureaux in Altona wurde seiner Func 
tion enthoben und durch Hedemann ersetzt. Es 
scheint, als ob Hr. Schroeder den Anforderungen 
durchaus nicht genügt hat, welche man an einen 
Mann machen muß, dem das wichtige Geschäft der 
Annahme von Freiwilligen in dem gegenwärtigen 
Augenblick anvertraut ist. Wenigstens ging die öffent 
liche Meinung dahin, — und sie war durch die 
Klagen der Betheiligten bestätigt — daß das Be 
nehmen des Herrn Obersten Schroeder ganz geeignet 
war, die Meldenden abzuschrecken. (P fr P) 
Plön, den 31. Juli. Es ist vor Kurzem in 
öffentlichen Blättern erzählt worden, daß der hier 
eine kurze Zeil als Bürgermeister interimistisch fun- 
girende Regierungskanzelist 0t. Dreyer sich nicht habe 
in seiner Liebe zur Sache des Vaterlandes abhalten 
lassen, selbst in die Reihen der Kämpfenden zu tre 
ten. Wir vernehmen mit großem Schmerze, daß 
dieser treffliche, liebenswürdige, junge Mann schon 
in den Kämpfen des 24. Juli in .den Vorderleihen 
streitend gefallen ist. , Ein edles, freiwilliges Opfer 
für unsere gerechte Sache; er hat seinen Beruf treu 
erfüllt. 1 luve pia animal (I. à) 
Glückstadt, den 31. Juli. Seit vorgestern 
hat die Bürgerwehr sämmtliche Wachen besetzt; sie 
erbot sich aus freien Stücken dazu, um der Armee, 
die zum Wachtdienst. hierher detachirten Streitkräste 
zuzuwenden, und das Generalcommando hat das 
Anerbieten angenommen. 
Kiel, den 3. Aug. Die Dänen sollen ihre Vor 
posten von Eckernkörde bis Gettorf, halbwegs von 
Kiel vorgeschoben haben. Ueber ihre Absichten lassen 
irch iiatürltch nur Vermuthungen anstellen und ich 
gebe Fhnen wieder, was in der Beziehung umläuft. 
Man hält es für möglich, daß aus Friedrichsort ein 
Angriff von der Landseite gemacht werde, der von 
der dänischen und vielleicht auch russischen Flotte von 
der See her unterstützt würde. Gewagt wäre aller 
dings eine solche Operation von Seiten der Dänen 
da unsere Armee ihnen in den Rücken fallen würde' 
Ueber die Operationen unserer Armee verlautet 
nicht das Geringste, was gegen die früheren Felb- 
zuge einen erfreulichen Unterschied macht, wenn die 
l/ianoocr irnì) rlblichten unserer Armee für uns ein 
je hereä Geheimniß sind, so werden sie auch den 
Danen nicht bekannt werden. Die Vorsicht und 
Wachsamkeit unserer Posten auf meilenweit rings 
umher, ist ein herrlicher Beweis von dem Fortschritt 
den un,ere Truppen in der Kriegslaufbahn gemacht 
Auch in die,er Beziehung ging es früher nicht so 
strenge und ernsthaft, und mancher Dänenfreund 
konnte, wenn er nur deutsch sprach, als Beobachter 
herumwandern. ‘ 
Ұ'N 5. Jägn-corps blieben in der Schlacht bei 
Idstedt am 25. IUli: Hauptm. v. Holy, Haupt», 
v. Koppen, Hauptm. v. Kornatzki, Licuten. Dreyer 
Lieuten. Lange, Lieute». du Vignau, Lieuten. Bahn 
ten. — Verwundet wurden Lieuten. Boie (ist im 
Lazareth zu Kiel); Lieut. v. Dorrten, Prellschuß am 
Scheu el; Major v. Steensen, zwei Prellschüsse am 
Oberschenkel. (7 r ; ^) 
Flensburg. Der Kaufmann A. Christiansen 
dahier ist zum Ritter vom Danebrog ernannt 
Für die Verpflegung der dänischen Armee im' Her- 
zogtyum Schleswig ist eine besondere Commission er- 
namit welche aus dem Gutsbesitzer Hagemann auf 
Ohifeld, dem Otathsverwandten Schmidt in Flens 
burg und dem Lombardverwalter Hartmann daselbst 
zusammengesetzt ist. 
Die „Dannewirke" berichtet, daß die mehrsten 
o r Juli gefangen nach Flensburg geführten 
Landleute ganz arme Leute wären, die zum. Theil 
barfuß ,n Holzschuhen gingen. Doch befände sich 
ein reicher Hofbetzsier und ein Schullehrer unter ihnen 
7Z_Unter den nach Flensburg gebrachten schleswig- 
holsternischen todten befanden sich zwei, deren Ge- 
lchtszüge einen auffallend schönen Ausdruck hatten, 
selbst der Tod hatte das Gepräge einer starken Be 
geisterung nicht erlöschen können. Es waren sehr 
junge Leute, offenbar nicht aus dem Bauernstande 
Flensburg, den 31. Juli. Die Berlinqsche 
Zeitg. bringt den Wortlaut der Proclamation des 
Obergenerals v. Krogh in Betreff des Belagerungs 
zustandes für den südlichen Theil des Herzogthums 
Schleswig, in welcher es am Schluffe heißt: Wer 
mcht zur rechten Zeit seine Waffen ablieferte, solle 
knegsrechtüch mit schwerer Freiheitsstrafe belegt wer 
den, wer mit Waffen in der Hand ergriffen wird 
und mit den Insurgenten in Verbindung steht, soll 
sofort erschossen werden. 
Unter den vielen in kürzester Zeit abgesetzten deut 
schen Beamten befinden sich auch sämmtliche Mit 
glieder des schleswiger Odergerichts, und hat Tillisch 
soweit nöthig deren Function übernommen. 
—- den 1. Aug. Die detaillirten Erzählungen 
über die unglaubliche Anzahl von Todten und Ver 
wundeten sind schaudererregend. Alle Aerzte von 
andern Orten sind herbeigezogen; in Hadersleben 
b leb nur der Physicus zurück. Ueber 1000 Dänen. 
Gemeine, sind in diesen Tagen begraben worden 
40 dänische Ofsiciere standen in Äärgen und 85 
lagen noch im Lazareth. Die Verwundeten werden 
so viel nur irgend möglich, per Schiff weggebracht 
150 sind nach Apenrade gekommen. Die Stimmung 
ist selbst unter den Dänen traurig; kein Siegesjubel 
ertönt und es herrscht eine große und ernste Ruhe 
(L. Z.) 
Die Neutralität Lübecks- 
Die „Lübecker Ztg." theilt folgende Aktenstücke 
über das Verfahren der Lübeck'schen Behörden gegen 
den Capitän des schleswig-holsteinischen Schrauben- 
bampfschiffes v. d. Tann mit: 
„Schreiben des schlesw.-holst. Departements der 
auswärtigen Angelegenheiten an den Senat der freien 
und Hansestadt Lübeck." Dem hochlöblichen Senat 
der, freien und Hansestadt Lübeck ist es gefällig ge 
wesen, der Statthalterschaft der HerzogthümerSchlesw.- 
Holstein mittelst Schreibens vom 20. d. M., einge 
gangen am 22. d. M., die Anzeige zu machen, daß 
Wohlderselbe den von der preuß. Regierung am 2. d 
M. für sich und im Namen des deutschen Bundes 
abgeschlossenen Frieden mit Dänemark ratificirt habe. 
und damit das Ersuchen zu verbinden, daß das Ge 
biet der freien und Hansestadt Lübeck, sowie der Ha 
sen von Travemünde diesseits als neutral angesehen 
werden möge. 
Bevor noch dieses Schreiben einging, hatte der 
Lieutenant Lange von der schleswig-holsteinischen Ma- 
rlne berichtet, daß ihm am 20. d. M., als er mit 
dem von ihm befehligten Kanonen-Schraubendampf- 
boot v. d. Tann und einer aufgebrachten dänischen 
Jacht in den Hafen von Travemünde einlief, von 
dem dortigen Magistrat angekündigt sei,, daß er den 
Hafen sofort zu verlassen, oder die Waffen z» stre 
cken habe, so wie daß er in Folge dieser Aufforde 
rung sich genöthigt gesehen habe, trotz der von däni 
scher Uebermacht drohenden Gefahr, 'wieder auszu 
laufen. Das Schiff ist bei dem Versuch, den Hafen 
von Neustadt zu erreichen, völlig verloren ge 
gangen. 
Der hochlobl. Senat wird es unter diesen Um 
ständen für gerechtfertigt basten, wenn das unter 
zeichnete Departement jn dem von dem Trav emünder
	        
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