Full text: Newspaper volume (1850)

13 
sich also darum nachzuweigen, ob auch die den Wurm umgebende 
Hülle der Schleimhaut angehörte. Ein Epitelsaum war nirgends auch 
nur in irgend einer Weise angedeutet. Die in der Hülle ent 
haltenen zahlreichen, länglichen und plattgedrückten Kerne ge 
hörten offenbar nur den ausgewanderten Leukocyten an. Die 
auffallend reichliche Durchsetzung des Gewebes mit Leukocyten, 
welche man als eine Entzündungserscheinung deuten könnte, 
schien hier bedingt zu sein durch die starke Zusammenpressung 
der Drüsenschläuche nebst ihrer Umgebung. Ferner müsste die 
den Wurm umgebende Hülle eine gleiche Beschaffenheit zeigen 
wie die angrenzende Schleimhautpartie. Dies war bei aufmerk 
samer Beobachtung nicht der Fall. Der den Wurm einhüllende 
Streifen zeigte überall das gleiche bindegewebsähnliche, homogene 
Aussehen ohne Drüsengewebe und trat besonders bei schwacher 
Vergrösserung durch seine intensivere Färbung deutlich aus der 
Umgebung hervor. Die Färbung erinnerte entschieden an diejenige 
der Schleimmassen; und auch diese den Wurm umgebende Hülle 
konnte nur als eine dünne, sehr zähe Schleimschicht gedeutet 
werden, welche sich eingedickt und fest an den Wurm ange 
schlossen hatte. 
Ein ähnliches Verhalten fand ich noch in vier anderen Prä 
paraten. Von zwei noch in ihrer Lage befindlichen Würmern 
wurde zugleich eine grössere Anzahl sehr dünner und schön 
gefärbter Schnitte angefertigt, in denen das Verhalten des Wurms 
sehr deutlich zu erkennen war. Wenn auch hier die Würmer 
nicht immer in gleicher Tiefe in die Schleimhaut eingedrückt 
waren, so waren sie doch in gleicher Weise von einer zähen, 
mit Leukocyten durchsetzten Schleimschicht eingehüllt. Ausserdem 
fand ich an verschiedenen anderen Stellen, wo der Wurm auf 
der Schleimhaut lag, ihn mit einem Teil eines Körpers von einer 
gleichen Hülle umgeben, welche als nicht zur Schleimhaut ge 
hörend mit Sicherheit erkannt werden konnte. Die Umgebung 
war ebenfalls mit Leukocyten stark durchsetzt. Ausser der 
abweichenden Form der Drüsenschläuche und der geringen Ver 
dichtung des Gewebes aber war an keiner Stelle eine Beschädigung 
der Schleimhaut nachweisbar, welche man doch erkennen müsste, 
wenn der Wurm sich wirklich eingebohrt hätte. Denn unter 
den zahlreichen Drüsenschläuchen, welche von den Würmern
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.