Full text: Newspaper volume (1850)

selbst. Wir folgern diese Ansicht nicht etwa aus 
zärtlichen Beziehungen, die zwischen Berlin und Pe 
tersburg obwalten könnten, sondern aus der für 
Rußlands Politik gegebenen Nothwendigst, eine 
Erstarkung der österreichischen Macht durch einen über- 
wregenden Einfluß in Deutschland nicht zu begünsti 
gen. Das schwache Oesterreich wird die Mündun 
gen der Donau nicht verschließen, die Thore Con- 
stantinopels nicht vertheidigen. Die österreichischen 
Hofpublicisten haben zwar den Auftrag, zur Schande 
Deutschlands in den großdeutschen Blättern mit dem 
Anerbieten russischer Hülfe zu prunken, wir kennen 
aber bereits zu gut die Quellen dieser in einem Theile 
der Presse stets gleichzeitig auftauchenden Nachrich 
ten. als daß wir daraus ein Gewicht legen sollten. 
Eben so bedeutungslos erscheinen die österreichischen 
Kriegsdrohungen: Wir erleben es wieder, daß die 
Kriegsdrommete durch Großdeutschland schmettert 
dre Marschbefehle erschallen, die österreichischen Ka 
sernen im Lichtschinucke prangen, die Zahl der „Kern- 
truppen" verzehnfacht ausgeführt werden. 30.000 in 
Böhmen, 30,800 in Vorarlberg, und der bayerischen 
Heeresmacht gar nicht zu gedenken, deren mobil ge 
machte Armeecorps gar kern Ende nehmen wollen. 
Preußen hat deut Gaukelspiel ruhig zugesehen und 
einige Regimenter an die hessische Grenze geschickt 
denn,aus die Zeitungsberichte legen Sie gewiß auch 
wenig Gewicht, seitdem wir über die Vorgänge in 
Holstein so oft geäfft worden sind. Derselbe Reichs 
plan ließ das eine Meile vom Meere entfernte Kiel 
dutch eine russische Flotte bombardiren, die Schiffe 
im deutscheil Hafen überwintern, ein Hülsskorps 
aus Kurland nach Schleswig übersetzen, den Narren- 
llub in Frankfurt durch die Großmächte anerkennen, 
em drohendes Bündniß unter den Königreichen mit 
Oesterreich errichten, 200.000 Russen die preußischen 
Grenzen bedrohen. Alles Dunst und Nebel! Kommt 
es zum Kampfe, so gehören von gegnerischer Seite 
dazu erne halbe Million Streiter, denn jeder Mensch 
weiß, daß Preußen ohne weitere Anstrengung in 
10 Tagen so viel auf den Beinen hat. Daher wun 
dern Sie sich nicht, wenn hier von keinen Nü 
stungen gesprochen wird. Zu rüsten ist Nichts, 
wert Alles dreifach gestapelt ist. Nur Pferde wä 
ren anzukaufen. Diese sind aber längst ausgesucht, 
bezeichnet und in billige und gute Pension bei den' 
Bauern gegeben. Also aus dem Kriegslärm wird 
rnt-Hd; Sofort aber jagt eine andere Fama durch 
die deutschen Länder. Preußen und Oesterreich haben 
şich. verständigt, wehe euch Deutschthümlern. beide 
Machte rücken in Hessen ein und stellen die Sou 
veramtät der Hassenpflugschen Räuberwirthschast her. 
Wie die Windsbraut jagt diese Kunde durch die 
Blatter. Sie ist auch in der That nur Wind: Der 
Kurfürst hatte den König von Peenhrn "rrrn vir Brr- 
mittelung in der Angelegenheit gebeten. Hier ur 
theilte man nun so: Wenn ein gemeinschaftliches 
Handeln mit Oesterreich möglich ist. so kann man sich 
zunächst über ein Organ durch freie Vereinbarung ver 
ständigen. vor dessen Forum die hessische Frage ge 
bracht werden soll, sie müßte dem Narrenklub in 
Frankfurt entzogen werden. Noch ist keine Verstän 
digung erfolgt, da der Bundesklub seinen Platz nicht 
räumen will, also ist schon deshalb von einem ge 
meinschaftlichen Handeln keine Rede. Auch blickt der 
Vernünftige gar keinen Zweck des Handelns, denn 
in Hessen herrscht tiefer Friede und Hochachtung ge 
gen eine niederträchtige Regierung läßt sich nicht er 
zwingen, ebenso wenig als die Achtung gegen die 
Frankfurter Rotte, welche den Abgeordneten des 
Feindes in ihrer Mitte zur Theilnahme an die Ver 
schwörung gegen die theuersten Güter der Nation 
rief. Dort werfen sie um Holsteins Schicksal das 
Loos; hier führen sie Beschwerde, daß Preußen in 
dem Heere der Herzogthümer dienen, und der dä 
nische Bevollmächtigte verlangt deren Rückberufung. 
Wir wollen ihn durch die Bemerkung belehren, daß 
Niemand die Bewohner Preußens verhindern kann 
auszuwandern, oder ins Ausland zu gehen und dort 
das Schwert gegen die Feinde seiner Nationalität 
zu ergreifen. Wenn aber Schwarzenberg sich wun 
dert. daß preußische Soldaten in Altona ihre Mili 
tärkleidung erst wechseln, so möge er wissen, daß 
die preußischen Soldaten nicht nackend von ihren 
Regimentern entlassen werden und daß die Oester- 
reicher auch in Soldatenröcken dort ankommen. Schließ 
lich will ich noch des neuentdeckten Vertrages der 
Großmächte zur Pacification Holsteins und des fa- 
bricirten österreichischen Protestes gegen die preußi 
sche Besetzung Hamburgs gedenken. Das eine, wie 
auch das andere ist durch Schwarzenbergs Creaturen 
verbreitet, und folglich unwahr. — Die Besorgniß 
einiger Blätter, daß preußische Diplomaten nicht 
ans die Verfassung vereidigt werden, ist unbegründet, 
da alle schriftlich ihren Eid in der Form ernes Re 
verses eingereicht haben. Die Berufung der preu 
ßischen Kammern ist auf den 10. Nov. bestimmt. 
Aus .Bremen geht der „N. fr. Pr." eine 
sehr erfreuliche Nachricht zu, deren Bestätigung wir 
von Herzen wünschen. Es fall dort bereits eine 
größere Summe, als die anfangs projectirten 
100,000 Thaler, zusammengebracht sein, nachdem in 
den letzten Tagen auch die reichere Classe angefan 
gen hat, sich an den Beiträgen zu betheiligen. 
Die „Lübecker Zeitung" enthält einen Aufruf 
des dortige» Politischen Vereins welcher folgender 
maßen schließt: „Gebt Gold, schafft Arme für Schles 
wig-Holstein! Laßt dies Land und seine muthvollen 
Töhne nicht zertreten werden von den Fremden- 
denn der Untergang Schleswig-Holsteins wäre die 
Lodeswunde für Deut,chland. an der cs sich langsam 
verbluten müßte. Darum nochmals: helft, helft," ehe 
es zu spät wird! Folgt dem Beispiele anderer Städte 
und legt wöchentlich reiche Gaben nieder auf dem 
Altar des. gemeinsamen Vaterlandes. Der poli 
tische Verein." 
Schleswig-Holstein. 
Der „H. C." läßt sich folgendes schreiben: „Es 
liegen setzt eine Masse Details in Betreff der däni 
schen Occupation nach der Schlacht von Jdstedt vor, 
dre un hohen Grade interessant sind, sich aber nicht 
alle zur Veröffentlichung eignen, weil manche Ver 
hältniße sich für das unglückliche Schleswig dann noch 
trüber gestalten könnten. Wir wollen nur in einzel 
nen Zügen dies und jenes hervorheben. Nach der 
sogenannten großen Recognoscirung nach Missunde 
Haben die Dänen hier ihre Verschanzungen verstärkt 
und dieselben bis auf den Punkt aüsgedehilt, von 
wo auá das niederschmetternde Artilleriefeuer der 
Schleswig-Holsteiner der dänischen Artillerie so gro 
ßen Schaden verursachte und wobei der dänische Ca- 
pitain v. Schmidt fiel. Alle Berichte gehen dahin, 
daß wenn wir dort einige Tausend Mann der Zeit 
noch gehabt und die Sache eine halbe Stunde fort 
gesetzt hätten, der Uebergang errungen wäre. Herr 
Schrader observirte von den Höhen von Schleswig 
aus den Erfolg. Vierzehn Wagen standen in Schles 
wigs Straßen mit dem Archive rc. bepackt: alles 
war zum Rückzug auf Flensburg angeordnet. Seit 
der Zeit haben die Dörfer an der' Nordseite der 
Schlei dänische observirende Mannschaften, jedoch nur 
in geringer Anzahl. Die Requisitionen an Stroh 
waren tn der ersten Zeit so groß, daß die Landleutc 
den Hafer mit den Aebren abschneiden mußte», um 
nur die anbefohlene Quantität zu liefern. Später 
sind unermeßliche Strohlieftrungen von Fühnen her 
längs der Schlei verschifft worden, so wie man Bret 
ter von Flensburg zu den Hüttenlagern herbeigeführt 
hat. Die Brücke bei Kappeln ist abgebrochen; die 
Bretter sind nach Schleswig gebracht. Der Verkehr 
auf der Schlei und durch die Stadt Schleswig ist 
sehr groß. Das kleine Dampfschiff „die Schlei", ist 
in „Slien" umgetauft; auch hat es die dänischen Far 
ben annehmen müssen. Wo es passend ist. baut man 
Landungsbrücken. Die Requisitionen sind groß. Von 
Kappeln aus hat man die dänische Fregatte Havsruen 
beköstigen müssen. Die Verausgabungen dieses Or 
tes ,ollen sich jetzt schon über 14,000 mĶ betauten; 
nennen hören. Was die Stimmung in der dänischen 
Armee und ihr Urtheil über die unsrige betrifft, so 
ist die Lust zu schlagen sehr gering, obwohl sie tapfer 
kämpfen, wenn es sein muß. Der Träger ist die 
Königsidee nicht die Person; aber man hält' diese 
empor, weil mit ihrem Falle das Heer keinen Mit 
telpunkt hätte. Der König von Dänemark mußte 
bekanntlich auch Schleswig besuchen. Wer empfing 
ihn? Die Schradersche Schaar war beim Eingänge 
der Stadt aufgestellt. Zwei Lehrer der lateinischen 
schule will man auch unter der ungezogenen Stra 
ßenjugend gesehen haben. Als der' dänische König 
die deutsche Stadt betrat, rief jene Schaar ein Hur 
rah; aber selbst jene Knaben schwiegen. Am Abend 
war Illumination für jenen kleinen Stadttheil, vom 
Scheelschen Hanse, bis nach der Chaussee, anbefohlen. 
Dreilingslichter und spärliche Lampen wurden ans 
diesen Befehl vor die Fenster gesetzt. Seit der Zeit 
ward Flensburg die Hauptstadt des Herzoathums auf 
Tillsich Befehl. Als das Gassenvolk mit-Heinrich 
Jensen und Christiansen dem Könige hier Hurrah 
entgegenries,äußerte er, sie möchten schweigen: er habe 
so furchtbare Erfahrungen gemacht, daß er nichts mehr 
hören möge. 
Die Schilderungen und Aeußerungen der Dänen 
über die Tapferkeit unseres Heeres bei Friedrichstadt 
sind so ausgezeichneter Art, daß wir sie später näher 
anführen wollen. Dagegen wollen sie die Kriegs- 
sührung nicht begreifen können. Nach der Schlacht 
bei Frtedrichstadt waren, wie es allqemein hieß, in 
Schleswig 9 dänische Osieiere beerdigt worden. Es 
sind 19jährige Officiere dort bei der Armee angekom 
men. Einige von ihnen sahen nur die Stadt, denn 
das nächste Gefecht raubte ihnen das Leben. Der 
Borpostendienst ermüdet das dänische Heer sehr. 
Der passive Widerstand, unter d. s. g. Landes 
verwaltung zuerst orgamsirt, hat sich auf andere 
Weise namentlich in der Stadt weiter ausgebildet. 
„Wir werden hier — schrieb ein Ofstcier — wie die 
Pest vermieden. Es ist nicht auszuhalten, da kein 
Gebildeter mit uns umgeht." General v. Krogh 
hatte bereits nach Kopenhagen eine Mittheilung ge 
macht, daß man Frtedrichstadt aufgeben müsse, da 
traf Latur du Pin, welcher rothe Beinkleider trägt, 
ein, bejah sich die Sache und war anderer Ansicht. 
Nach Berichten, vie in Schleswig eingegangen, ist 
die Apotheke in Frtedrichstadt nicht abgebrannt, wie 
der „Alton. Mere." mitgetheilt hat. Den Flüchtlin 
gen ans Friedrichsstadt gestattete das Gouvernement 
in Schleswig nur einen dreitägigen Aufenthalt, selbst 
bei ihren Verwandten nicht länger. Diejes Factum 
giebt einen neuen Beleg, wie die Klagen und die ver 
anstalteten Sammlungen von Seiten der Dänen für 
dre unglücklichen Friedrichstädter zu beurtheilen sind 
Den Schleswigern ist aber die Bernichtunq ihrer 
Btadt durch die Ihrigen gleich, wenn nur die Be- 
sremngsstunde schlägt. Sie erwarten, daß man rück 
sichtslos Alles wage, nicht in den Operationen ab 
breche, dann wird zuversichtlich der aewünschte Er 
folg eintreten. 
.Ans dem Schleswigfchen- Dem „H. 
C. wrrd mit Beziehung auf die mehrerwähnte An 
kunft einer Anzahl Emigranten aus Schleswig dar 
unter namentlich Damen, aus Kiel u. A. Folgendes 
geschrieben: „Mancher der Frauen hat es einen wah 
ren Seelenkampf gekostet, die in seltener Ansdauer 
bei jpannender Hoffnung und bitterer Täuschung den 
noch fest beharrende Bevölkerung in diese,!, Augen 
blick zu verlaffen, weil es ihnen Feigheit zu sein 
Men, bei dem fortdauernden Kampfe des Passiven 
Widerstandes gegen das Dänenthnm die Stadt zu 
meiden. Allein es kommt da aus den Einzelnen an, 
wo eine ganze Bevölkerung in ihrem Widerwillen 
einig ist: wo ein vierjähriger Bube auf die Frage 
eines Dänen: ob er seinen Hund nicht einmal wa- 
schen wolle, antwortet: wenn die Schleswig-Holstei 
ner koinmen; wo die Frauen sich nie gescheut 'haben, 
den Dänen gegenüber zu sagen: daß jeder Bluts 
tropfen in der Bevölkerung deutsch sei und sie hasse- 
wo eine BürgersfraU auf die Drohung, man werde 
sie aufhängen, antwortete: dann komme ich wenig 
stens nicht ui'^r vie Dänen .... So aber steht 
es in der S \î Schleswig. Der Einzelne heklagt 
sich nicht uver erlittene Unbill; in wenigen Häusern 
nur findet sich die rohe Kriegsgewalt au-sgeübt. Der 
Soldat und auch der Officter ist in der Regel höf 
lich, wo er das bekommt, was er beanspruchen kann. 
Die Besonnenen fühlen den Druck der Verhältnisse, 
diese Confinirung auf ihre Stuben, diese Jsolirung 
von jeder höheren Bildung. Der General v. Krogh 
gilt als ein humaner Mann; Du Plat, von den 
Seinigen der Russe genannt, dem von den Dänen jedes 
Herz abgesprochen wird, ist stolz und kalt. Die Woh 
nungen, welche verlassen, ans denen die ganze Fa 
milie ausgewandert ist, werden am stärksten mitge 
nommen. Die Folge ist, das Andere sie, um sie 
einigermaßen sicher zu stellen, an dänische Familien 
überlassen. So ist in der That der gegenwärtige 
Zustand im Schleswigschen, so unter einer zurückge 
bliebenen Bevölkerung, deren intelligenteste Häupter 
in der Fremde umherirren, bei einem Belagerungs 
zustände, unter den klirrenden Waffen und unter 
einer Civil-Administration, die selbst die Dänen nicht 
mit dem glimpflichsten Namen belegen- Glauben 
die Dänen denn, diese Bevölkerung je dänisch mache,' 
F Bmwtr’-roim litte vrcse Wewalttyami einmal 
constitutw'Mlen Rechtssormen dort weichen sollten? 
Husum^im October. Uns wird nachstehende 
Notiz gütlgLnutgetheüt: Wie die Dänen mit rafsi- 
nirter Schlauheit Alles benutzen, um daraus Demon 
strationen zu Machen zeigt besonders die Calamität, 
die Friedrichstapt-betroffen. Man schickt von Husum 
dänischer Seiko, nach Dänemark gedruckte Bettelbriefe 
für Frtedrichstadt, um dänische Sympathieen in Hu 
sum zu beweisen! Dann wird man ausrufen: Ihr 
brennt eure Städte nieder und wir bauen sie euch 
wieder auf! Bon der „Flensb. Zeit." wird dieser Ef 
fect bereits anticipirt. Die Belagerung Friedrickstadts 
heißt es, habe endlich in Husum dänische Sympathieen 
erweckt; die Husumer hatten Erfrischungen an die 
dänische Armee geschickt. Das Factum hat sich al 
lerdings bestätigt; aber die Husumer sind dazu — 
durch die Polizei gezwungen worden, — was die 
„Fl. Z." wohlweislich verschweigt. („Berl. Tid." be 
müht sich vergeblich, dagegen zu protestiren, daß dä- 
Nlscherselts das Unglück Friedrichstadts zunächst zu ei 
ner Demonstration ausgebeutet wird.) (H. N.) 
Kiel, den 24. October. Wie ich aus guter 
Quelle vernehme, hat die Statthalterschaft beschlos 
sen, auf den Antrag der Landesversammlung wegen 
Amnestirung der politischen Verbrecher in der Allge 
meinheit, wie er gestellt worden, nicht einzutreten, 
sondern bei jedem einzelnen Falle, sobald er rechts 
kräftig entschieden ist, die anempfohlene Gnade' in 
Erwägung zu ziehen. (H. N.) 
Bon der Gider, vom 23. October.. Am ge 
strigen Tage haben die Unsrigen wieder einige Ku 
geln und Bomben nach dem jenseitigen Ufer hin- 
übergeschickt, wahrscheinlich um die Dänen bei Schanz 
arbeiten westlich von Frtedrichstadt zu stören. Im 
Uebrigen ist rn der Umgegend der Stadt und wohl 
allenthalben vollkommene Waffenruhe. . 
Kiel, vom 25. October. In der gestrigen Ver 
sammlung der Inhaber adliger Güter, die aber nicht 
sehr stark besucht war, ist beschlossen worden, daß die 
Versammlung ihre friedlichen Gesinnungen in Form 
einer Declaration den deutschen ' Regierungen kund 
geben wolle. Die Versammlung war convocirt vom 
Grafen Moltke-Grünhvlz, als erstem Prälaten der 
Ritterschaft. 
Einem Schreiben ans Schleswig entnimmt 
das Correspondenzblatt Folgendes: Einem uns zu 
gegangenen Schreiben entnehmen wir Folgendes über 
Schleswigec Zustände: Die Straßen stad ansgestor 
ben, die Häuser spolirt, der unleidliche Druck ’ des 
Polizeiregiments aus den Gesichtern der Einwohner 
zu lesen. Zu den thätigen Publizisten gehört auch
	        
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