Full text: Newspaper volume (1850)

Sympathien so übel berücksichtigte Nordschleswig hat 
f r Ä slm me ft glitten. Zwei Jahre hindurch 
hat der Krieg gewüthet, zwei Jahre hindurch ist dort 
Keiner Herr seines Hauses gewesen; Hunderte ja 
Tausende haben dort ohne Unterbrechung die Land- 
stellen ausgesogen, während der größere Theil des 
übrigen Landes noch kaum wußte, was Kriea sei 
Wer dort deutsch gesinnt ist, ist es ganz im vollen 
isiiine des Worts; kein Opfer ist ihm zu groß um «4 
ßcit şid seiner Bildung und Gesittung, den Fewd 
halten "nd seines Rechts vom Leibe zu 
Man vergegenwärtige sich nur einmal in qedräna- 
te>'Zügen, w,e die Dänen im Jahre 1848 im H ?- 
zogthuni,Schleswig namentlich im nördlichen Theile 
gewüthet und Lanv und Leute gemißhandelt fX 
wiesie fortfahren die unschuldigen Mensch n m1 
zuschleppen, in tiefe Kerker zu werfen, und sic dem 
.pohn und dem Uebermuth einer fanatistrten, nach 
und nach zur Graumsamkeit herangebildeten Bevöl 
kerung preiszugeben, wie sie ungeahndet, gleich wie 
z»ni Scherz, Leute vor ihren Thüren erschießen sso 
war es bekanntlich mit dem Jäger des Oberförsters 
König auf Alfen der Fall) wie sie seht ein förmli- 
$ e .® 'Raubsystem eingeführt haben, indem seit einiger 
Zelt '" Äugeln und Schwansen bewaffnete Sold en 
Haufen umherziehen und mit der Pistole in der Hand 
von dem geangstigten Einwohner in stiller Nacht Ge d 
und Pretiosen erpressen (so namentlich vor wenigen 
Tagen von dem alten HofbesitzerDittmann aufSon- 
dervyehos die Summe von 300 Rthlr. Cour, w e 
ste sich gegen Gesetz und 'Recht, gegen ihre eigne 
Ansichten von Freiheit und Staatsbürgerthum nch 
scheuen, Hunderte und aber Hunderte von Beam m 
famtlien ins tiefste Elend zu führen, die ihrem £- 
wrlande treu geblieben sind und deren ganzes Ver 
gehen darin besteht, daß sie sich fc j e Verhältnisse 
gesugst haben, wie sie sich hohnlachend darüber freuen 
baß schrader wieder Daumschrauben aebrauckt , u 
>«t «Ş-b-« Offiider. Otall 8önC. * ff 
l'ch tl! der „Berl. Z." selbst gesteht, daß er unsre 
ķ"àwp er m die Zwangsjacke sperrt; man er- 
'şşe sich, wie sie von scher unverantwortlich und 
ohne Scham mit dem Eigenthum des Herzogs von 
Augustenbnrg gewirtschaftet haben, wie sie nach und 
nach aus Laune und Bosheit die vielen und sämmt- 
üchen Pnvatdlener des Herzogs mit ihren großen 
Familien brotlos gemacht, wie sie dem Herzog selbst 
ohne irgend eine Veranlanlassung jede Einnahme 
entzogen haben, und blicke man weiter, was von 
dieser Fremdherrschaft ferner zu erwarten, wie sie 
sich ja schon setzt nicht entblöden, in Kopenhagen ohne 
Zuziehung irgend eines Schleswigers für Schleswig 
Z wacht», und offen eingestehen, daß z B 
das Gesetz wegen Aufhebung der Zollareiizc ihnen 
jährlich 140,000 Rbthlr. einbringe, die Schleswig 
bezahlen muß: wahrlich, solche Betrachtungen können 
Einem Thränen des tiefjîen Schmerzes erpressen über 
eine Aussicht, wiesie bei der schmachvollen Erniedrigung 
Deutschlands, unsern braven Landsleuten in Nord- 
schleswig eröffnet ist. N.) 
D^um, noch einmal: hoffen wir, daß es nicht 
»um Abschlüsse des Waffenstillstandes komme. Wir 
kämpfen für unser Recht, wir müssen es ganz haben 
oder — mit Nordschleswig untergehen " 
,. Kiel, den 31 Nvvbr. Der Ausschuß für die 
Emission von Cassenscheincn zeigt durch eine Bckanut- 
inachung von vorstehendein Datum an, daß von der 
nach dem Beschlusse der Laudesversammluug zu emit- 
tirenden Summe von 1,250,000 mĶ Crt. ein Theil, 
en * r V mp väii. cm ^neu, 
Sum Belaufe von 609,225 ş Ert. in Thalerscheinen 
» 40 ß mit der Laufnummer Fol. F. Nr 1 bis 
0,^00, Nr. l bis Nr. 98,40o'und 
", Nr. l b,s Nr. 46,990 (Summa 243,690 
Stuck) enutt.rt worden ist. Form und Gestalt ist 
^r.N^en âlelch und erleiden die betreffenden 
Anwendung esti'nmuiigen slU 3> auf diese Kassenscheine 
Altona, den 4. Nov. Der „Wes. Z." theilt 
!üu> ì>aS Geàt mit, die dänische Regie- 
Mig solle sich entschlossen haben, diejenigen unter 
eu in ihren Handen befindlichen schleswig-holsteini- 
che» Gefangenen, welche durch Amputation, schwere 
Verwundung oder bedeutende körperliche Leiben zum 
ferneren Kriegsdienste untauglich geworden sind in 
de» nächsten Tagen nach Holstein zurückzuschicken' 
- Major von Etzel bekannt durch seine Sen 
dung wegen der Gefion, ist von Berlin wieder iiach 
uvpenhagen abgeschickt und hören wir, daß auch diele 
deudung sich, auf jenes Schiff bezieht daß jetzt se- 
âèiferlļg im Hafen von Eckernforde liegt uiid dessen 
Abführung in einen preußischen Hafen nunmehr er 
folgen durfte. ' 
(j. Die »Weserzeitung" theilt Folgendes mit: Die 
chiesw.-holst. Gutsbesitzer sind zu einem wenn auch 
«ermgen Theil durch die Versammlung in Kiel am 
& October m Miscredit gekommen. Es freut uns 
n sprechendes Zeugniß für den ehrenwerthen, opfer- 
äu hlgen sinn des gewiß größesten Theiles der 
Gutsbesitzer mittheilen zu können. Es ist der fol- 
i !'?/ ģutiâst mitgetheilte Auszug aus den. Briefe 
wies Holste,irischen Gutsbesitzers: 4 
. „Was unsere Zustände anbelangt, u hoffe ick 
E bie Statthalterschaft sich aus keinen WafffnstilP 
Ad einlassen wird. Einen ehrenvollen Frieden 
hmen wir Alle gern, aber daran denken die Dir- 
Ş.ņicht. Dänischer, schwedischer, hamburgischer und 
englischer Gerts ist man sehr besorgt wegen der bald 
mangelnden Postverblndung mit Dänemark, mau 
arbeitet unablässig deshalb, man spricht es aus, daß 
es im Interesse der Menschlichkeit sei, die Post durch- 
iulasftn, genug man setzt alle Hebel in Bewegung 
sich die Post zu sichern. Hätte ich zu befehlen, ich 
ließe mich Durch keine Drohung schrecken, die Kopen- 
hagener sollten es fühlen, wenn sie abgeschnitten vom 
!"0"tttm>te waren. Absperrung der Posten während 
des Winters, und wenn wir erst wieder im Besitze 
bev sch eswigschen Marschen sind, Absperrung gcge'n 
die jutlandischen mageren Ochse» und Pferde würde 
eine Revolution m Dänemark hervorrufen, lange 
wurden sie d.e es Mittel nicht aushalten. Die Wich 
tigkeit der Nlchtgestattung des Postendurchgangs kann 
nicht genug hervorgehoben werden " " ^ 
Schleswig-Holstein den 4.- Novbr. Der 
passive Widerstand rm Schleswiqschen saate ein Be 
amter der dänischen Gewaltherrjcha ist nne Ersim 
L>n« bes Teufels Dies, daß % Vi* " en ml 
fnin, diese absolute Trennung, wodurch sie uns iso- 
l>ren. bringt einen zur Verzweiflung, während sie 
n, DŅerabreduug fest zusammenhalten in 
ihrem Deutschthum. Sie irren, erwiederte eine Dame 
wenn sie dieses eine Erfindung nennen Wo ein 
Druck stattfindet, entsteht ei., Geq d uck Es st 
das Bewußtsein unserer Natio.LK Vlfbiefe% l 
u»g hervorbringt und diese trennt uns für immer 
von dem Danenthlun Der Bürger giebt, wo er in 
Berührung kommt mit den Dänen, was diese ve!- 
langcn, damit Hort aber jegliche Beziehung zu ihnen 
v» ' schill.ngJvird dem gemeinen Soldaten 
Magens Kaffe, dann Frühstück, Mittagsessen, Nach- 
msttahs Kaffe und dann Abendessen verabreicht. Der 
Ossieier bezahlt fur die augemessene Wobnuna liebst 
jener Beköstigung mit Wein ?6 Schilling ģ Wo 
‘ Ustn 'hu nicht beköstigen wollte, ward es als Fe 
derung aufgestellt und wo man zu kochen weiqmll 
brauchen sie die Küche und lasten kochen - f 
dem Schlosse Gottorff, wo die Verwundete., ui f 
ff' 'à° P°«-«.àffîcht t 
-"deß nicht lange, daß ein angeblich am Arme ve. 
WUI,deter Off-,er tort»,,, g.W Art 
Herrn traf man dann aber überall im Schlöffe ^ l - id 
S&«m Sch,°u-, bald „7 STfc L 
lenem Behälter, um nachzuspüren. Die 
Danen haben ln einer ^iefe von 10 ^nö mtx 
da -nr Schlosse Gottorff nach angeblich verborgenen 
Erffndunaen ģĢaben.^ Eine ihrer listigen 
Erfindungen, um die armen Schleswiger zu scbre- 
»». b-ft-ht Hm, dch sie ».« jedem Gefecht, £„ 
Ģort weiß Mit welchen Sachen abfüllten Wmrcn 
dGn obere sichtbare Garnitur aus ffchleswig-hoistel^ 
m ch-n Pickelhaube» und, Waffen besteht, durch die 
w ire's şa^ren. Unbeschreiblich traurig war der 
Ņ'^ļìck des unglücklichen, schwer verwundeten Bau- 
ern der die verwundeten Dänen bei Missunde mit 
aus dem Kampfe fortgetragen hatte. Die Däne» 
schimpften natürlich wie wäter bei TttedvimX 
über unsere Barbarei, daß WÄugelndenÄ 
malķ durck??Slì?^^?"ģļ"âliche wurde mehr- 
Z b ‘ e Stadt gefahren, weil er bald von 
soltte' 10 Ü0 " ,enei ’ ^^ärde vernommen werden 
Äļfteurlrde, den i. Ein Briet in d->8 
şeia erzählt, daß einer hiesigen Dame, die bisher 
eine Pension von der dänischen Regierung genossen 
d ,e be entzogen ei, weil sie s. Z. di? bekannte 
Adresse an die englische Königin unterzeichnet, sowie 
daß so auch mit den übrigen Unterzeichnerinnen je- 
wnden^soÜe.'^^e e, w Pensionen hätten, verfahren 
Flensburg. Nach der „Off. Tid." sind vom 
teH“ ernannt: Die Zollbedieitten 
-u tM Asnn" ^elbing und Hansen von Mariager 
şi, Zoll-Assistenten m Flensburg, so wie Hutb von 
Ş.ubbchoburg als solcher in Husum (sämmtlich Dä- 
nen) Definitiv angestellt sind die früher constitnir- 
Schröder^^'" ^Wgenban, Lohst, Jürgensen und 
-.ä^ä^öbttrg, vom 6. Novbr. Oberst v d. T a n n 
ist durch die Verhältnisse in Laien, veranlaßt wor 
den einen kurzen Urlaub zu nehmen", von welchem 
ee ^offeiitlich recht bald in die Reihen unserer Armee 
zurückkehren wird. 
Den Volontair-Officieren Major Aldosser »»d 
Hauptmann Walmenich ist der erbetene Abschied 
Eļ,înm",n ķ ^Ģg(holsteinischen Armee bewilligt/ - 
/ b /îoistder Major v. S lee use n auf sein Ansu 
chen mit Pension entlassen. ^ 
Rn Rendsburg, den,8. Nov. Die patriotischen 
Bürger Bremens, die sich dnrck rege Tbffil.iib...,' 
à die thätigs^ Hülfeleistung für unsere Sache vor 
" / Oiad en Deutschlands anr meisten bisher aus- 
ze chneten, haben dieser Tage an die Statthalterschaft 
die Summe von £00,000 Mark Bco ae- 
Ausstcht^rcsteltt^^D ? v ķ-ì/Ş Summe in 
• arl) kampfend und leidend mit durchgelebt hat vom 
?L'un ^ben ihren lieben Stam.ngenoffen m 
>mistun durch die hierbei überreichte Summe von 
Einhnnderttausend Mark Bcm, welcher ein 
gleicher Betrag liOKurzem nachfolgen soll 
«t der einzigen noch vor dem Gesetz gestatteten Werse' 
eine Hälfe bringen wollen, die ihnen das Herz und 
de» Arm starke, um mit Gott einen Frieden ?» er 
kämpfen, wie ein Volk ihn fordern muß, das, L" 
/ch âwar in feinen Grenzen lebend, doch der Nack- 
baren übermüthige Antastung seiner althergebrachten 
Rechte nicht dulden will und vor Gott und Men 
schen nicht dulden darf. n " 
Die Geber leben der zuversichtlichen Hoffnung 
daß sie Nachfolge finden werden überall, wo noch 
deutsche Herzen schlagen, aus daß, in der letzten 
Stunde vielleicht vor langer Stille, die mit dem 
Scheme des Todes täuschen könnte, ein Zeichen ge 
schehe, mahnend und warnend für alle Welt will 
in dem deutschen Volke, wie zerrissen und zertreten 
es sei, wie schlag auf Schlag das nackte Herz ihnr 
ue>,cn möge, doch unvertilglich fortleben wird das 
sehnsüchtige Verlangen nach einheitlicher, kraftverbür- 
gender Verbundung aller seiner Stämme, der Geist 
der nach Gerechtigkeit dürstet, und der Glaube an 
den lebendigen Gott, der ein Volk, das geduldig ist 
und treu wie keines, auch wieder erhöhen werde 
wenn seine Stunde gekommen ist. Das walte Gott"' 
Zur schleswig-holsteinischen Frage. 
Bei dem neuerdings 'wieder vielfach in Anregung 
gebrachten Vorschlage einer Entscheidung der Streit 
frage zwischen Dänemark und den Herzogthümern 
durch eu. Schiedsgericht ist folgendes Aktenstück über 
die Niedersetzung einer solchen schiedsrichterlichen In 
stanz lin Jahre 1533 von Interesse. 
Das Verbündniß zwischen dem Reiche Dä 
nemark und den Fürstenthümern Schlewig 
und Holstein von 1533. 
„Wir hernachbeschriebene (36 Namen), des Reichs 
Dänemark Räthe, thun kund, und bekennen hienrit 
öffentlich für uns und alle Gemeinheit der Eingeses 
senen des Reiches Dänemark, Geistliche und Weltliche, 
Edle und Unedle, auch alle unsere Erben und Nach- 
tommen, .daß wir . . . uns vereinigt, vereinbart, 
verbunden und vertragen haben, wir auch gegenwär 
tig ui Kraft dieses unsers Briefes hiemit öffentlich 
uns vereinige», vereinbaren, verbinden und vertra 
gen mit dem Durchlauchtigen, Hochgebornen Fürsten 
und Herrn, Herrn „Christian, von Gottes Gnaden 
Herzog zu Schleswig, Holstein, der Stormarn und 
Dithmarschen, Grafen zu Oldenburg und Delmen 
horst, fur seine fürstlichen Gnaden selbst und ihre 
Unmündigen Brüder,' auch gemeiner der obenbeschlie- 
Ģuaden Fürste,ithümer Ein- 
i .fl , ""ì stàstllfu wegen. Geistlich und Welt- 
ich. Edel und Unedel, Niemand ausgenommen, nem- 
lich und also, daß königl. Maj. von Dänemark und 
«>> mwZ,i Rļlļh, ml Ä%ļì 
Wne des Reichs, und desgleichen die Hochgenannten 
wursten und Herzoge zu^ Schleswig, Holstein und 
Stormarn »nt diesen ihren fürstlicher Gnaden ge 
schriebenen Fürstenthümern, Herren, Adel und Unter 
lassen, ein Theil dem andern allezeit treulich, freund- 
sich und nachbarlich wohlmeinen und fördern soll 
sein Bestes wisse» und Herbstes wenden, und zudem,' 
„falls ei» a,heil von beider Parteien Obrigkeit, es 
ware tönigl. Maj. zu Dänemark, oder hochqenannte 
Herzoge zu Schleswig und Holstein rc., einer den 
andern zu besprechen oder warum z» belangen hätte 
es ware, um welcher Sache es wollte, um Land oder 
/c'ute, klein und groß, wie es möchte genannt wer 
den, nichts ausgenommen," so soll solche Sache Zwie- 
àácht^und Uneinigkeit vor „acht unserer beiderseits 
Rathe gestellt, eingebracht und geklagt werden, welche 
sechszehn unserer beide seitigen Räthe nach Coldln- 
gen binnen 2 Monaten nach der Forderung des kla- 
genben L-herls hinkommen sollen, es wäre denn daß 
Fehde oder eine wichtige Ursache vorfiele,' daß 
es so geschwinde nicht geschehen könnte, so soll 
es doch binnen Jahr und Tag aufs längste ge- 
schehen, und dieselben 16 unserer beiderseitigen Räthe 
sollen Coldingen verlassen, oder von einander schei 
den, sie haben denn zuvor solche Irrung. Gebrechen 
und Uneinigkeit bei ihrem Eide endlich entschieden 
aufgehoben und in Freundschaft oder nach den Rech-' 
ten vertagen, und vorgeschriebene beide Obrigkeiten 
sollen jede verpflichtet sein, ein Jeglicher seine acht 
geordneten Rathe, die zu dem Behuf jgeschickt und 
deputitt sind, so oft es vonnothen und so lange 
solche Sachen verhandelt werden, ihrer Eide, Pflich 
ten und Gelobungen gänzlich zu entlassen und (da 
von) loszugehen. Und solche 16 beiderseits verord 
nete Räthe sollen sich auch zuvor, ehe das Erkennt 
niß geschieht, in Hinsicht der Zwietracht und Irrung 
darum sie bescheiden sind, sämmtlich und einträchtig 
bei ihrem Eide über einen Obmann und Oberrich- 
ter vergleichen und vereinigen, also und darum, falls 
sie sich über den Ausspruch nicht vergleichen und 
vereinigen könnten, daß eines Theils 8, gegen des 
andern Theils 8 sententiirten, und sprächen, welcher 
Parrhci alsdann derselbe Obmann in der Sache bei 
stimmen wird, dem soll der andere Theil zu folgen 
schuldig fein. Pcdoch was unter den 16 Räthen 12 
einstimmig und einig erkennen und beschließen, auch 
aussprechen, das soll allezeit ohne Obmann bei Kraft 
bleiben, und damit sollen beide Obrigkeiten intt
	        
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