Full text: Newspaper volume (1850)

i-2. Denjenigen (§ 1), welche diesem Befehl späte 
stens bis zum 15. Dec. d. % getreulich Folge lei 
sten, ertheilen Wir hiemit Unseren landesherrlichen 
Pardon dergestalt, daß dieselben von allen gesetzlichen 
strafen befreit sein sollen, insofern ihne» keine an 
deren strafbaren Handlungen, als der unerlaubte Aus 
tritt aus Unseren Kgl. Landen oder der Eintritt in 
fremden Civil- oder Militairdienst zur Last fallen, 
tz 3. Dagegen haben diejenigen (§ 1) welche binnen 
ier vorstehend bestimmten Frist nicht zurückkehren, 
strenge Ahndung nach dem Gesetze zu gewärtigen. 
Urkundlich Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift u. 
beigedlucktem Kgl. Jnsiegel. Gegeben Berlin, den 
9. Nov. 1850. Friedrich Wilhelni. v. Ladenberg 
v. Manteuffel. von der Heydt, v. Rabe. Simons 
v. Stockhausen. 
— Oesterreichs Ultimatum, welches in Berlin 
angelangt ist, besteht in folgenden Punkten: Aufge- 
bnng der Union, freie Conferenzen neben Anerkennung 
des Bundestags. Jg Kurhessen soll <!e facto rück 
sichtslos vorgegangen werden. 
„ " ^n 7 Nov. Auf Urlaub zum Besuch seiner 
ocriint>rcn l)äli ud) in bieļen Sagen bei* Premier.'- 
lieutenant v. Labunsky, vom 0. schlesw.- holst. Bat. 
hier auf, einer der eben so glücklichen wie tapfern 
5 Offtctere des glorreichen Truppentheils, der „Frie- 
drichstadt" auf seine Fahnen schreiben darf. Das Er- 
scheinen des Hrn. v. L. erregt allgemeine Theilnahme 
und von Seiten des preußischen Ofsiciercorps wi 
derfahrt ihm eine höchst achtungsvolle Begegnung 
-seine Erzählungen von dem in der Armee wie im 
Lande herrschenden Geiste haben in weiten Kreisen 
Ermuthigung geweckt. 
— Wie verlautet, schreibt die „Const. Ztg.", ist 
heute bereits eine officielle Nachricht von einer zwi 
schen Hannover und Preußen abgeschlossenen folgen 
reichen Convention hieher gelangt, wonach beide 
Staaten jeden Versuch, Executionstruppen nach Hol 
stein durch ihre Länder marschiren zu lassen zurück 
weisen würden. 
. Berlin. Die „D. R". meldet: Den Oberbe- 
sehl über sämmtliche preußische Operationstruppen 
wird, dem Vernehmen nach, der Prinz von Preußen 
übernehmen. Ihm zur Seite wird der General von 
Prittwitz stehen. 
Braunschweig, den 7. Novbr. Dem Ver 
nehmen nach 'st in Folge des gestrigen Beschlusses 
des preußischen Ministeriums auch hierher die Auf- 
sorderung zur Mobilisirung des Truppencorps gelangt. 
Furön, voin 5. November. Die gesammte 
preußische Mannschaft ist heute Morgen auf der 
Neuhofer Straße ausgerückt, Nachmittags aber hier 
her wieder ^urückaekebrt. Mi» mm hr; v >_ 
Commandirende den einzelnen Corps ihre Stellun 
gen für den Fall eines Angriffs an Ort und Stelle 
bezeichnet. Das Bonin'sche Corps bivouakirt, so wie 
die vorige Nacht, so auch die nächstkommende eine 
halbe Stunde von hier an der Leipziger Straße, 
rings um den Rauschenberg herum, dicht bei dem 
Leipziger Hof bis hinter die Göüenhöfe.' Mit der 
Besetzung und Befestigung der um die Stadt liegen 
den, das Terrain beherrschenden einzelnen Höfe und 
Häuser wird fortgefahren; für die Familien, welche 
es betrifft, die Ursache großer Sorgen und Nachtheile. 
Auch in den von der Avantgarde besetzten Dorfschaf- 
ten haben viele Familien sich und ihre fahrende Habe 
vom muthmaßlichen Kriegsschauplatz hinweg in Sicher 
heit gebracht. Ein Gleiches geschieht von einzelnen 
ängstlichen Bewohnern der Vorstädte Fulda's. Heute 
Nacht ist Herr v. Boddien, Flügeladjutant des Kö 
nigs von Preußen, hier angelangt, um dem Com- 
mandlrenden Befehle und Instructionen zu überbrin 
gen. Wie die letzteren lauten, weiß Niemand ge 
wlß. An den preußischen Officieren nimint man 
theilweise einigen Unmuth und Niedergeschlagenheit 
wahr. Es bleibt zweifelhaft, ob solche eine Folge 
der Nachrichten aus Berlin oder Folge der hier und 
da verlautenden Befürchtung ist, es mochte bei ei 
nem Vorrücken der Baiern, welche stärker sein sollen 
der Rückzug ohne Aufnahme eines ernstlichen Gefechts 
angetreten werden. Fürst voli Thurn und Taxis 
hatte gestern sein Hauptquartier in Schlüchtern, wo 
auch der Bundescommissar und der Staatsrath Scheffer 
sich befinden sollen. Die baierische Avantgarde steht 
aus den Höhen hinter Neuhof. Bon den Unterhand 
lungen zwischen den preußischen und baierischen Com- 
mandlrenden erfährt man. daß der letztere sich auf 
seme unbedingte Ordre, das Kurfürstenthum zu be 
setzen, bezogen und vermittelnde Vorschläge, bis zu 
Eingang weiterer Befehle die beiderseitigen Positio- 
iien zu behalten, abgelehnt habe. Da die preußische 
Stellung bei Löschenrodt und Kerzell den Uebergang 
’ e Ü. vollständig beherrscht, und nicht leicht 
zu durchbrechen sssi so scheint das Gerücht nicht un 
wahrscheinlich, es würde das baierische Corps die 
Neuhoser Straße verlassen, und links durch das an 
grenzende Balern den Paß unrgehen, um von m'u 
bers her die Stadt anzugreifen. — An das hiesige 
Corps soll eine roniglrche Proclamation ergangen 
fein., worin das Vertrauen zu dem Muth und der 
bewahrten Tapferkeit des preußischen Heeres ausge 
sprochen und zugleich daran erinnert wird daß ihnen 
letzt die Truppen eines Landes als Feinde geqcnüber- 
stehem dem das preußische Heer erst »och im vori- 
f',# durch Bezwingung der Revolution die we 
sentlichsten Dienste geleistet habe. 
^raukfurt, den 7. Novbr. Auf die tiefste 
Niedergeschlagenheit aller Patrioten ist heute ein Ju 
bel gefolgt, dem wir gleich wenig ein entsprechendes 
Wort zu leihen vermögen. Die'telegraphische Mel 
dung aus Berlin, daß sich wiederum preußischer Geist 
bei der Regiernng geregt habe, flog von Mund zu 
Mund; wir hoffen, es würde jetzt das Gefühl der 
Ehre stark genug in den preußischen Staatslenkern 
sein, um vor neuen Rückschlägen zu sichern. Leider 
haben wir aber nur unsere Hoffnung aus den Im 
puls, aus die zwingende Gewalt des für die Regie 
rung unwiederstehlichen Volksgeistes zu gründen; 
Vertrauen kann uns ein Ministerium Manteuffel nie 
und nimmer wieder einflößen. Wir werden uns 
durch keinerlei Deutungen und Drehungen des schmach 
vollen Raths vom 2. November irre machen lassen, 
wir werden nicht eher die Geschicke Preußens und 
Deutschlands für einigermaßen der dringendsten Ge 
fahr entrückt erachten, als bis derjenige Minister aus 
dem Rathe der Krone geschieden ist, dessen Kurzsich- 
ugkert mindestens, wenn wir nicht noch von kleinli 
chen Ränken und anderen Dingen reden wollen, im 
Zeitraum weniger Tage aller Welt offenbar gewor 
den. Herrn v. Manteuffel's Politik war: Anderen 
eure Grube zu graben; er ist aber damit selber in 
Re Grube gefallen und das ganze Land wird ihm 
sagen, daß er in chem Abgrunde liegen bleibt. Auf 
ihm lasten alle Folgen eines Verzugs bei den Rü 
stungen, alle die ungeheuren moralischen Einbüßen, 
welche Preußen erlitten hat; die geringste Sühne 
dafür ist der Rücktritt solch' eines unfähigen Mini 
sters. — Jetzt liegen die Nachtheile schon massen 
haft vor Augen. 40,000 Mann Oesterreicher wer 
den in den nächsten Tagen zwischen Aschaffenburg 
und Würzburg über den Main gehen. Ihre Be 
stimmung ist: Holstein zu unterwerfen! Der Marsch 
soll durch Curhessen und Hannover gehen. Ist 
Preußen jetzt gleich im Stande, dagegen einzuschrei 
tent Die Spitzen jener beiden österreichischen Hee 
ressäulen aus Böhmen und Vorarlberg sind in Bam 
berg zusammengestoßen; 10,000 Mann Würtemberger 
rücken gegen Heilbronn vor, um sich mit den Oester 
reichern zu vereinigen. Von den Colonnen aus Vor 
arlberg sollten in den nächsten Tagen die beiden In 
fanterie-Regimenter Benedeck und Wellington nebst 
dem Regiment Chevauxlegers Windisch-Grätz eine 
Stellung bei Seligenstadt im Hessen-Darmstädtischen 
einnehmen, die großherzogl. Regierung hat bis jetzt 
noch dagegen protestirt. Wahr ist es' übrigens, daß 
sie ein Bataillon von Friedberg nach Offenbach ver 
legt hat, und zwar aus den dringenden Wunsch der 
hiesigen Oesterreicher. Die „Neutralität" Hessen- 
iŗļ- „iŗ,,—tj,«.« s.t,.. —y>„ . vf.n) >.şi. .na.« 
dieses schadet auf die Dauer nicht. Je mehr Feinde 
für den Augenblick, desto mehr werden besiegt. Sieht 
sich doch schon der würtembergische Zaunköuig ge 
nöthigt, seine „treuen Unterthanen" zu entwaffnen, 
um nur einigermaßen mit Sicherheit für den Bun 
destag Truppen stellen zu können. Fällt, wie wir 
annehmen, heute der erste Kanonenschuß in Kurhes 
sen, so werden die Zaunkönige bald genug begreifen 
lernen, daß es hohe Zeit für sie ist, vor der gerech 
ten Volkswuth davon zu fliegen. — General v 
Schreckenstein in. Baden hat heute Befehl erhalten, 
ungesäumt alle Streitkräfte zu concentriren und sich 
zwischen Murg und Neckar in angemessener Weise 
aufzustellen. — In kurzer Zeit werden wir hören, 
daß sich die Bevölkerung Curhessens in den Kampf 
einmischt. Bei Fulda soll es den preußischen Trup 
pen nur mit vieler Mühe gelungen sein, Dorfbewoh 
ner vom Angriff mit Sensen und Heugabeln aus 
die Baiern zurückzuhalten. Hier kommt es bereits 
vor, daß Bürger baierische Soldaten aus den Mirths 
Häusern entfernen. 
Frankfurt, vom 4. Novbr. Die diplomati 
schen Verbindungen zwischen Kurhessen und Preußen 
sind abgebrochen und ist davon dem preußischen Ge 
schäftsträger, Herrn v. Thile, nebst Zufertigung der 
kurfürstlicher Verwahrung Kenntniß gegeben wor 
den. Der kurhesflsche Gesandte in Berlin, Herr 
v. Dörnberg, ist abberufen. 
—, den 7. Novbr., wird der „Freim. Sachs. Ztg." 
gemeldet: Nachdem der Fürst Thurn und Taxis das 
vom General v. d. Groben vorgeschlagene Arrange 
ment zur gemeinsamen Besetzung Curhessens verwor 
fen hatte, ist gestern Morgen ein neues Schreiben 
von dem preußischen Befehlshaber eingelaufen, worin 
derselbe den Befehlshaber der Bundestruppen erklärt, 
daß seine Instructionen dahin lauteten, ein weiteres 
Eindringen der Bayern in Curhessen nicht zu gestat- 
ten, und „daß er daher sich zu seinem Bedauern ge 
nöthigt sehen würde, jedes weitere Vorrücken mit 
Gewalt zurückzuweisen. Fürst Thurn und Taris er 
wiedert, daß seine Instructionen umgekehrt "dahin 
lauteten, seinen Marsch nach Hersfeld und Cassel 
weiter fortzusetzen, und daß er sich daher ebenfalls 
zu seinem Bedauern genöthigt sehen mürbe, Gewalt 
mit Gewalt zu vertreiben, falls die preußischen Trup- 
peir ihm Hindernisse in den Weg legen sollten. Nach 
Abfertigung dieser Antwort hat sich die Bundes-Ar- 
mee alsbald in Marsch gesetzt. Als sie vor Neuhof 
ankam, fand sie dasselbe von den Preußen besetzt. 
Ein abermaliges Parlamentiren mit dem dort befeh 
ligenden preußischen Officier blieb wieder fruchtlos, 
indem derselbe erklärte, daß seine Ordre dahin lautes 
,Neuhof und die durchführende Straße gegen die 
Bundestruppen zu vertheidigen, und daß er entschlos 
sn >ei diese Ordre auszuführen. Indessen hat Fürst 
Thurn und Taxis mit großer Schnelligkeit die Hö 
ben zu beiden Seiten Neuhofs besetzen und mit Ar- 
uuerie versehen lassen, so daß Neuhof selbst für die 
Preußen unhaltbar geworden war. Nachdem diese sich 
davon überzeugt, haben sie Neuhof geräumt und 
jenseit Neuhof auf den dortigen Anhöhen eine feste 
Stellung eingenommen. Wie ich höre, wird Fürst 
Thurn und Taxis erst noch Verstärkungen, nament 
lich die aus Vorarlberg kommenden Oesterreicher er 
warten, ehe er den Versuch macht, die feste Stellung 
der Preußen jenleits Neuhof zu forciren ^ 
Ein Extrablatt der „H. N." bringt über die ietz- 
ten Ereignisse m Kurhessen folgende Korrespondenz: 
Kayel denO.Nov. Das erste Blut ist ge- 
floffen zwischen Preußen und Baiern! Gestern rückten 
Baiern gegen die vor Fulda auf der Straße nach 
Neuhof hin verschanzten Preußen in der zur Schau 
getragenen Absicht vor, ohne Weiteres trotz der Preu 
ßen nach Fulda vorzugehen. Aus die von einem 
preußischen Officier ergangene Warnung, er werde 
bei weiterem Vorrücken Feuer geben lassen, lachten 
die Baiern laut auf; auch eine zweite Mahnung war 
vergeblich Da gaben die Preußen Feuer auf die 
borrüctcnben oatern, bon denen mehrere ftünten. 
Nachdem auch die Baiern geschossen und 3 Preußen 
verwundet hatten zogen Jene sich wieder zurück. 
Diese Nachricht ist gut verbürgt, auch die Art und 
Weile, in welcher dieses kleine große Ereigniß statt- 
gefunden hat. Ich enthalte mich jeden Commeutars 
jedes deutsch^Herz wird das Erschütternde dieser 
Nachricht empfinden. 
Wer in diesem Augenblick auf Curhessen blickt, 
der fleht Gegen,ätze der schroffsten Art, fast Unbe 
greifliches. Untere Regierung im offenen Krieg mit 
Volk. Heer und Beamten des eigenen Landes — 
und bestehlt doch, und regiert doch. Dort der Cur- 
fürst ruft den Bundestag zu Hülse, sein Civilcom- 
miffair Scheffer hoch zu Roß mitten unter den Baiern 
um den Bundestagsegen den Curhessen zu bringen 
und hier, hier in Cassel inspicirte heute Nachmittag 
der preußische General die gesammte, über 2000 M 
starke von der curfürstl. Regierung aufgelöste Bür- 
gergarde! Die Beamten hier müssen jeden nicht ord 
nungswidrigen Befehl vollziehen, ja, wenn aufgefor 
dert, selbst nach Wilhelmsbad ziehen, aber das Zeug 
haus, die Hauptstaatscasse. der Haus- und Staats 
schatz wird von preußischem Militair und von caffe- 
ler Bürgerwehr , gegen die kühnen Griffe hassenpflng- 
scher Finger bewacht — und doch gar keine Empö 
rung. keine Rebellion, blos Herrschaft des Gesetzes, 
muV via «UuiUtiiuifJiim: «ach 
wie vor im Gang. 
Schleswig-Holstei n. 
Den „H. N." entnehmen wir folgenden Artikel: 
. Ķlel, den 7. Nov. Als ich Ihnen neulich schrieb 
daß die Ausführung des Beschlusses des sogenannten 
„Bundestages" so lauge noch gute Wege babe, als 
Preußen bei seiner bisherigen Politik verbleibe, ahnte 
ich nicht, daß so rasch ein llmschwung eintreten würde. 
Seit Hessen verfassungsmäßiges Recht durch die usur- 
patorilche Bundcsgewalt mit Füßen getreten wird 
seit es auch den letzten Rest der Unionsidee aufgeben 
zu wollen sich bereit erklärt hat, ist die Gefahr sehr 
nahe an uns herangegangen. Das Vorgehen des 
Bundestages in Hessen, welches offenbar mehr in 
dem Bestreben, die in Anspruch genommenen Befug 
nisse thatsächlich auszuüben, als in einer Sympathie 
für den Curfürsten und Hassenpflug, seinen Grund 
hat, zeigt uns, daß man in Frankfurt die erforder 
liche Entschlossenheit besitzt, um seinem Willen Nach 
druck zu geben. Und wenn auch in diesem Augen 
blicke Preußen noch erklärt, eine gleiche Intervention 
des Bundestages oder richtiger der Alliirten von 
Bregenz in den Herzogthümern nicht dulden zu wol 
len, so wissen wir nach den übrigen jüngsten Erfah 
rungen, was von dergleichen Erklärungen der königl 
preußischen Regierung zu halten ist. Ehre und 
Manneswort ist in Preußen ein Luxusartikel gewor 
den. dessen der Staatshaushalt des Herrn v. Man- 
teuffel leicht entbehren kann. Die Alliirten des 
Czaren werden wenig darnach fragen, was Preußen 
dazu lagt, wenn sie in der Uebung ihrer rechtmäßi 
gen Competenz die Pacification des Bundeslandes 
Holstein aufnehmen. Hat man doch schon, bevor 
Herr v. Radowitz. gestürtzt war, in Frankfurt bei 
kommenden Orts gemeint, Preußen werde bei einer 
etwaigen Besetzung Holsteins durch Bundestruppen 
Protestiren und sich dann mit einem „animam meam 
salvavi!“ schlafen legen. Was wird man jetzt sagen, 
wo Baiern in übermüthiger Weise Preußen' heraus 
fordert, und diese Herausforderung dadurch beantwor 
tet ist, daß man nach einer Entschuldigung für das 
Einrücken preußischer Truppen fi, Hessin sucht. Wie 
die Dinge liegen, ist es mir nicht gegeben, zu zwei 
feln, daß dein an die Statthalterschaft erlassenen Jn- 
hibitorium werde Folge gegeben werden, vorausge 
setzt. daß Oesterreich selbst bereit sein wird. marschi 
ren zu lassen: denir allerdings dürfte es für die übri 
gen Regierungen seine Bedenklichkeiten haben, ihre 
Truppen offen gegen uns zu verwenden. 
Daß diese Wendung der Dinge uns nicht entmu- 
thigcn darf, versteht sich übrigens von selbst. Das
	        
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