Full text: Newspaper volume (1850)

seltnen lerne, haben wir es für unsere Pflicht ange 
sehen, ihre Namen der Oeffentlichkeit zu übergeben. 
Aus Schleswig-Holstein, vom 9. Novbr. 
Biel ist hin- und hergeschrieben worden über den 
Verlust, welchen die Dänen in und bei Friedrichstadt 
erlitten. Dabei hat man aber dennoch vergessen, oder 
fedeusalls nicht bestimmt und klar hervorgehoben ei 
nen schweren und vielleicht den schwersten Verlust der 
Dänen während und in Folge der Occupation Fried- 
richstadts. Auch sagen wir wohl nicht zu viel, wenn 
wir es aussprechen, daß gerade das Mißlingen un 
seres Angriffs und die Behauptung der Stadt von 
Seiten des Feindes die Quelle dieses Verlustes ge 
wesen. Die Reihen der Dänen werden gelichtet von 
einer Seite, woher sie es nicht erwartet haben mö 
gen; Fieber, und namentlich wohl Marschsieber, ha 
ben die dänische Armee in dem gegenwärtigen Au 
genblick stark reducirt. Dieselbe hat überhaupt durch 
Krankheiten, namentlich auch durch Typhus so stark 
gelitten, daß die Zahl der kampffähigen Combat- 
tanten für den Augenblick unter 28,000 Mann ist. 
Dies ist Thatsache. Vergleicht man damit ihre so 
weit ausgedehnte Defensionslinie, so ist es begreiflich, 
daß diese unmöglich allenthalben stark beseht sein 
kann. Wir Horen denn auch, daß selbst Punkte, auf 
deren Behauptung sie großes Gewicht legen, theils 
überhaupt schwach besetzt sind, theils zur Zeit der 
Angriffe auf Friedrichstadt sehr schwach besetzt waren. 
Bestimmte Plätze find uns namhaft gemacht, specielle 
Data angegeben; allein mit Rücksicht auf unsere 
Sache haben wir gute Gründe, damit zu schweigen. 
— Die Dänen verrathen denn auch manchmal eine 
an Aengstlichkeit grenzende Vorsicht. Sv haben sie 
in bicfem Herbst eine Zeitlang jeden Abend selbst 
die Schanzwerkzeuge vou den Arbeiten in der Nähe 
des Dannewerks, ja gar die Holzschuhe der Solda 
ten, welche an den Schanzen arbeiten, heim und in 
Sicherheit, oder nach dem Volksausdruck — zu Bett 
gebracht. (Fr. Pr.) 
Aus der Landschaft Ģidersiedt erfahren wir 
ans zuverlässigem Wege Näheres über den Druck, 
der auf der Landschaft lastet. Die Lerbststürme hin 
dern die Ausfuhr der Producte, namentlich des fet 
ten Viehes, das in einer großen Anzahl von Fahr 
zeugen bereits für England re eingeschifft ist, aber 
von der Reise zurückgehalten wird, besonders bei 
Föhr und Husum. Bei diesem Liegen geht man 
ches Stück verlosten und wird jedenfalls "dem Ver 
käufer nicht zu Gelde. An baarem Gelde beginnt 
daher Mangel fühlbar zu werden, zumal wo starke 
Einquartirung liegt, z. B. 20 Mann und eben so 
viele Pferde auf einem Hofe. Die Wintersaat ist 
gar nicht bestellt worden. 
Kiel. Das Schreiben des sogen. Bundestags 
an die Statthalterschaft, welches wie schon in der 
letzten Nro. d. Bl. gemeldet worden, von der Statt 
halterschaft einfach dahin beantwortet wurde, daß sie 
den Bundestag nicht anerkenne, lautet buchstäblich 
wie folgt: 
„Durch den in beglaubigter Form anliegenden 
Extract des Protocolls der Bundesversammlung vom 
3. Octbr. d. I. giebt der unterzeichnete Kaiserlich 
Oesterreichische prä.filmende Gesandte der Deutschen 
Bundes-Versammtting der Statthalterschaft zu Kiel 
Kenntniß von der, Seitens des Deutschen Bundes 
erfolgten Ratification des zwischen Seiner Majestät 
dem Könige von Preußen im Namen desselben und 
Seiner Majestät dem Könige von Dänemark, Her 
zog von Holstein und Lauenburg, am 2. Juli d. I. 
abgeschlossenen Friedens-Tractats. Aus dem ferner 
anliegenden beglaubigten Protocoll-Extracte vom 25. 
October wolle Dieselbe ersehen, wie es der Wille der 
Bundes-Versammlung j ist, diesen Friedens-Vertrag 
zur wirklichen Ausführung zu bringen und ferneres 
Blutvergießen in dem Bundeslande Herzogthum Hol 
stein nicht zu dulden. 
Nachdem nunmehr laut dem gleichfalls angeschlos 
senen Protokoll vom 26. d. M. die Auswechselung 
der Ratificationen stattgefunden hat, ist der Zeitpunkt 
eingetreten, der in dem Bundesbeschluffe vom 25. d. 
M. bezeichnet ist und welcher es der Bundes-Ver- 
sammlung zur Pflicht macht, dafür Sorge zu tragen, 
daß der Frieden zur Wahrheit werde. 
Wenn die Bundes-Versammlung in der, der 'Ra 
tification des Frieden-Vertrages inserirten Verwah 
rung sich selbst und Holstein alle Rechte wahrte, welche 
aus dem Verhältnisse dieses Herzogthnms als Bun 
desland fließen und hierdurch den bei Fassung des 
Bundesbeschlusses vom 17. September 1846 einge- 
notntnenen Standpunkt festhält, so muß sie auf der 
anderen Seite auch ihre in dem Hauptzweck des 
Bundes und positiven Anordnungen der Bnndesge- 
setze begründeten Pflicht erfüllen, die Ruhe im Bun 
desgebiet und die gesetzlichen Beziehungen dieses 
Bundeslandes zu seinem rechtmäßigen Landesherrn 
wieder herzustellen. 
Der Unterzeichnete giebt sich der festen Ueberzeu 
gung hin. daß die Statthalterschaft als sactisch noch 
bestehende oberste Landesbehörde die Bundes-Versamm- 
lung in diesem Bestreben kräftig unterstützen und den 
Bundes-Beschluß vom 25. Octbr. ohne Verzug in 
Ausführung bringen werde. 
Die Bundes-Versammlung hat die begründetste 
Ursache anzunehmen, daß auch königl. dänischer Seits 
alle Maßregeln werden getroffen werden, um eine 
Störung der Waffenruhe zu vermeiden. 
Gegenwärtigem Erlasse wird in Kurzem ein Buu- 
des-Commisiair nachfolgen, welcher beauftragt werden 
wird, für Vollzug des Bundes-Beschlusses vom 25. 
Octbr. zu sorgen, denselben zu überwachen und zu 
gleich im Einvernehmen mit dem Landesherrn an 
den Einleitungen und künftigen Verhandlungen Theil 
zu nehmen, durch welche die staatlichen Verhältnisse 
Holsteins in einer den Rechten und Interessen dieses 
Bundesstaates und des Bundes selbst entsprechenden 
Weise zu ordnen sein werden. 
Die Statthalterschaft wird, ohne daß es weiterer 
Auseinandersetzung bedarf, den Stand der Angele 
genheit und ihre eigene große Verantwortlichkeit ge 
wiß richtig ins Auge fassen. Sie wird gewiß er 
kennen, daß es an ihr ist, friedliche Gesinnungen zu 
bethätigen und jedenfalls fernere Angriffe Seitens 
der Holsteinischen Armee und dadurch nutzloses Blut 
vergießen zu verhindern. Nur dies kann der Weg 
sein, auf dem die Fürsorge der Bundes-Versamm 
lung für die Interessen des Bundeslandes einen Er 
folg haben kann Die Nichtachtung der Anordnun 
gen des Bundes müßte diesen Erfolg nicht nur er 
schweren, sondern auch unausbleiblich die Maßregeln 
herbeiführen, deren die Bundes-Versammlung vor 
Allem überhoben zu sein wünscht, zu denen sie aber 
nach den Grundgesetzen des Bundes dem legitimen 
Landesherrn Holsteins, dem Bundeslande und dessen 
Bevölkerung selbst und auch, als Organ des Deut 
schen Bundes, diesem in seiner Eigenschaft als euro 
päischer Großmacht verpflichtet ist. 
Frankfurt a. M., den 30. Octbr. 1850 
Im Namen des Deutschen Bundes 
Der Kaiserlich Oesterreichische präsidirende Gesandte 
der Deutschen Bundes-Versammlung. 
(gez.) Fr. Thun. 
— Ueber den Umfang der an Schleswig-Holstein 
eingehenden Geldunterstützung giebt die jüngste Rech- 
nungsablage des deutschen Ausschusses in Kiel eine 
nicht erfreuliche Auskunft. In dem verwichenen 
Monat ist der Gesammtbetrag nur 50,072 Rthlr. 
23 Sgr. 4 Pf. gewesen. Zwar sind dies nur eben 
die freiwilligen Gaben und ist die Betheiligung bei 
der Anleihe dabei nicht berücksichtigt. So anerken- 
nenswerth aber auch und, wenn wir z. B. auf Bre 
men sehen, so ruhmeswürdig die Bestrebungen zur 
Förderung der freiwilligen Anleihe an manchen Or 
ten sind, es bedarf doch erhöhter Thatkraft, wach 
sender Zusammenwirkung aller Kräfte, soll der Krieg 
in den Nordmarken Deutschlands als ein Kampf für 
deutsches Recht und deutsche Ehre fortgeführt wer 
den. Die im vorigen Monat eingegangenen Bei 
träge geben, nach den Ländern, woher sie gekommen, 
vertheilt, einen nicht uninteressanten Ueberblick, ohne 
daß übrigens das Urtheil gerechtfertigt wäre, daß 
die Größe der einzelnen Beiträge das Maaß der 
Sympathieen bestimme. Die Gaben vertheilen sich 
folgendergestalt: Anhalt 125 Thlr. Baden 1592 Thlr. 
16 Sgr. 1 Pf. Baiern 4321 Thlr. 12 Sgr. 11 Pf. 
Bremen 3166 Thlr. 12 Sgr. Hamburg "23 Thlr. 
Hannover 7705 Thlr. 8 Sgr. 4 Pf. Hessen-Darm 
stadt 964 Thlr. 13 Sgr. 4 Pf. Hessen-Cassel 683 
Thlr. 15 Sgr. Lauenburg 23 Thlr. 22 Sgr. Lippe- 
Detmold 400 Thlr. Mecklenburg-Schwerin 481 Thlr. 
16 Sgr. 10 Pf. Mecklenburg - Strelitz 100 Thlr. 
Nassau 704 Thlr. Oesterreich 1154 Thlr. Olden 
burg 3302 Thlr. 13 Sgr. 9 Pf. Preußen 16,223 
Thlr. 17 Sgr. 4 Pf. Reuß 300 Thlr. Königreich 
Sachsen 1025 Thlr. 5 Sgr. Sachsen - Altenburg 
706 Thlr. Sachsen-Coberg 750 Thlr. Sachsen- 
Meiningen 578 Thlr. 7 Sgr. Sachsen-Weimar 
885 Thlr. 15 Sgr. Schwarzburg-Rudolstadt 152 Thlr. 
Schwarzburg - Sondershausen • 59 Thlr. Waldeck 
215 Thlr. Würtemberg 2691 Thlr. 20 Sgr. 6 Pf. 
Von Deutschen im Auslande. Earaccas 337 Thlr. 
7 Sgr. Constantinopel 680 Thlr. London 343 
Thlr. 6 Sgr. New - Orleans 252 Thlr. 15 Sgr. 
Petersburg 126 Thlr. >0 Sgr. 3 Pf. 
Kiel, den 11. Nov. Nach der „Wes.-Z." beabsichtigt 
das Committee für Schleswig - Holstein in Bremen 
auf dem Wunsche vieler Geber eine Sendung von 
50,000 Mark für die Verwundeten und Hülfsbe- 
dürftigen nach den Herzogthümern abgehen zu 
lassen. 
Rendöbuvft, den 15. Nov. Gestern Vormit 
tags fand tu der Gegend von Kochendorf und Lott- 
dors ein kleines Gefecht statt, an welchem unsererseits 
eine Abtheilung des 11. Bataillons betheiligt war; 
unser Verlust beläuft sich auf einige Gefangene wor 
unter dem Vernehmen nach der Lieutenant Siemens, 
sowie 5—6 Verwundete. Gegen Abend wurden 
von daher noch 4 dänische Gefangene eingebracht. 
Bei Friedrichshof wollte der Rittmeister v. Was- 
mer einem in der Umgegend nuberecht jagenden Sol 
daten das Gewehr abnehmen, wobei dieses unvvr- 
sichtigerweise losging und ihm die Ladung in die 
eine Schulter hineinfuhr. 
— Der Commandeur der schleswig-holsteinischen 
Cavallerie-Brigade, Oberst Fürsen-Bachmann, ist, 
dem Vernehmen nach, statt seinen Abschied zu erhal 
te,,, zum Inspecteur der Cavallerie und des Remonte- 
wesens ausersehe». — Der Oberstlieut.Prieelius ist 
zum Regiments - Commandeur der Feld-Artillerie, 
Hauptmann v. Held zum Stabs-Chef der Artillerie- 
Brigade^ ernannt, und Hauptmann v. Hagen als 
Generalstabsossieier zum Generalkommando eominau- 
dilt worden. Außerdem und noch der Maior v. d. 
Heyde, die Hauptleute Grünewald, v. Alten, v. Hä 
gens, v. Wiedeburg und der Rittmeister von Keudell 
zu wirklichen Generalstabs - Officieren ernannt. — 
Hauptmann v Zeska geht als Commandeur des ?. 
Jägercorps wegen Kränklichkeit ab, übernimmt da 
gegen die Leitung der Ausbildung des Reerutende- 
pots der l. Infanterie-Brigade. (H. N ) 
Die Fest,mg Frtedricbsort. 
Nock, nicht 200 Jahre ist Friedrichsort alt. Diese 
eine starke Meile N. N. O. von Kiel und eine Meile 
südwärts von der Landzunge Bulk auf schleswigschem, 
ehemals herzoglichem Boden an der Mündung des 
Kieler Hafens, der hier gegen 1800 Ellen breit ist, 
belegene kleine Festung ließ der König Friedrich in. 
von Dänemark von l66l bis 1663 erbauen. Sie 
ist eigentlich nur eine nach der Landseite zu geschlos 
sene Seebatterie, besteht aus 5 mit Wassergräben 
umgebenen und landwärts mit Raveliuen versehenen 
Basteien oder Wällen und hat ein Zeughaus, ein 
Provianthans und 4 Baracken, außer einigen weni 
gen andern Gebäuden mit der Garnisonkirche. In 
einem Hause auf einem der Wälle brennt ein festes 
Lampenfeuer zur Warnung bei Nachtzeit vor dem 
Riff, das von der Ecke in östlicher ' Richtung tu 
die Bucht hinausläuft. Binnen diesem Riffe ist 
sichere Rhede für Schiffe jeder Größe, bei allen Win 
den auf 7 bis 11 Faden Wasser. In Verein mit ' 
Batterien au dem gegenüberliegenden holsteinischen 
Ufer von Tabo ist dieselbe durch ihre Belegenheit 
vollkommen im Staude den Einlauf zur Kieler.Bucht 
zu bestreichen, wodurch die Stadt Kiel vor einem 
Angriff von der Seeseite gesichert und die Verbin- 
dung zwischen Kiel und dem schleswig-holsteinische» 
Kanal frei und ungehemmt erhalten wird, selbst in 
dem Fall ^einer Blockade der Kieler Bucht. Die 
Wichtigkeit dieser Festungsanlage sieht man daher 
aus Einen Blick. Von der Laiidseite aber vermag 
Friedrichsort, da es ganz in der Nähe gegen Nor 
den und Westen von einigen Anhöhen beherrscht 
wird, nicht lange einem ernstlichen Angriff zu wi 
derstehen. 
Den großen Nutzen dieser Oertlichkeit sah und 
begriff zu allererst der König Christian IV. von Dä 
nemark, der nur zu gut erwog, daß der, welcher die 
Einfahrt zur Kieler Bucht beherrscht, auch Herr über 
Kiel und Nord-Holstein ist. Er legte daher, wie 
sehr sich auch der Herzog Friedrich 111. dagegen sträubte, 
400 Schritte von der Stelle, wo jetzt" Friedrichsort 
liegt, die kleine Festung Christiauspriis, d. h. Chri- 
stianspreis, an und zwar vom Gelde seiner eigenen 
Privatkaffe, da der dänische Reichsrath es nicht zu 
gestehen wollte, dem Lande solche Kosten eines Fe- 
stuiigsbaus aufzuerlegen. Der Bau ward 1637 vol 
lendet, also durch dänisches Geld, und die Festung 
mit einer dänischen Besatzung versehen. Die Folge 
davon war, daß der Herzog Friedrich, nachdem er 
schon 1630 dem Plan des'Königs, Christianspriis 
anzulegen, heftig widerstanden hatte, gegen den Wil 
len des dänischen Königs Tönning in Eiderstedt be 
festigen ließ. Christianspriis hatte ein kurzes Da 
sein, denn noch in demselben Jahre (1648), als sein 
Gründer die Welt verließ, ward es aus bas drin 
gende Verlangen des Herzogs von Schleswig-Holstein, 
Friedrichs III. geschleift. "Dies geschah gleich nach 
dem der König Friedrich iii. von Dänemark den 
Thron bestiegen hatte. 
Der schwedische König Karl Gustav hatte sich im 
Jahre 1657 plötzlich in Besitz der dänischen Halbin 
sel gesetzt gehabt, und den König von Dänen,ark 
miete es, so bald die Festung seines Vaters geschleift 
zu haben. Kaum also war der Friede mit Schwe 
den abgeschlossen, als der König Friedrich, trotz aller 
Einsprache des Herzogs Christian Albrechts, dessen 
Vater Friedrich III. den 10. August 1659 in seiner 
Festung Tönning gestorben war, der herzoglichen 
Hauptstadt Kiel hart gegenüber das seit 1648 demo- 
lirt gelegene Christianspriis aufs neue befestigen oder 
vielmehr ats ganz neue Festung 100 schritt vor dem 
Platz, wo die alte gestanden wieder aufbauen ließ. 
Die neue Festung ward anfangs kraft königlicher Be 
stimmung wechselsweise Friedrichsort und Christians 
priis genannt, doch nach und nach siegte der Name 
ihres zweiten Erbauers und seitdem hat FriednchS- 
ort seine» jetzigen Namen ausschließlich behalten und 
behauptet Die Vermählung Christian Albrechts mit 
der königl, dän. Prinzeß Friederike Amalie mußte 
endlich zur Vermittlerin der Zwistigkeiten zwischen 
König und Herzog dienen, welche Vermählung am 
24. Octbr. 1667 zu Glückstadt vollzogen ward. Die 
Folge dieser Aussöhnung war der Glücksstädter Re- 
ceß vom 12. Octbr. 1667, dessen 3ter Artikel die 
Festung Friedrichsort betraf und so lautet: Die Fe 
stung Friedrichsort soll zu keiner Zeit, weder Kiel. 
noch den andern herzoglichen Ländern und Untertha- 
nen schädlich oder hinderlich sein. Und damit mußte 
sich Herzog Friedrichs, dritter Sohn begnügen, der 
wenig begabte Christian Albrecht, der auf den Trüm 
mern der Votksarmuth seine Regierung begonnen und 
sich zum Regierungsgrundsatz genommen hatte, wie 
cs sein Vater, dessen Talent ihm aber fehlte, gemacht 
habe, so wollte er es auch machen. (W. Z.)
	        
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