43
6. Weiterführung der Untersuchung der Bromierung des Succindiaidehyds
nach Krützfeld * *).
Reduktion des Monobromfumardialdehydtetramethylacetals mit Zinkstaub.
10 g Succindialdehyd wurden nach der von Harries 2 )
und Krützfeld angegebenen Methode bromiert und das er
haltene zähe Dibromprodukt so oft destilliert, bis schliesslich
bei 117° (12 mm) ein farbloses Öl überging. Um den Brom
wasserstoff, der sich immer wieder bei der Destillation bildete,
möglichst quantitativ zu entfernen, wurde das Destillat in Äther
aufgenommen, mit einigen Tropfen Wasser und etwas Natrium
bikarbonat versetzt und durchgeschüttelt. Dann wurde der ab
filtrierte Ätherauszug mit geglühtem Magnesiumsulfat getrocknet.
Dieser Prozess wurde einige Male wiederholt. Das so er
haltene, vom Bromwasserstoff völlig befreite Öl wurde nach der
E. Fischer’schen Methode in der berechneten Menge Methyl
alkohol und einigen Tropfen methylalkoholischer Salzsäure zur
Acetalisierung 3 Tage sich selbst überlassen. Das Gemenge
wurde jetzt mit trockenem Silberoxyd neutralisiert und nach
dem Filtrieren im Vakuum eingedampft. Es blieben 6,5 g
Monobromfumardialde’nydtetramethylacetal zurück. Dieses wurde
fraktioniert. Dabei ergab sich, dass kein einheitliches Produkt
vorlag, wie auch Krützfeld es angenommen hatte. Es Hessen
sich 4 Fraktionen auffangen.
70-105° (12 mm)
1. Vorlauf
2. 1. Hauptfraktion
3. 2.
4. Nachlauf
105—110°
117-122°
122—128°.
Bei der Destillation der Hauptfraktion stieg das Thermo
meter bei 110° plötzlich auf 117", ein Zeichen dafür, dass ein
Acetal eines anderen Bromkörpers vorlag, eine Annahme, die
sich bei der Analyse und Bestimmung des spezifischen Gewichts
als richtig erwies.
») Krützfeld: Inauguraldissertation, Kiel 1905.
*) Harries und Krützfeld: Berichte d. deutsch, ehern. Gesellsch.: 39,
3676, (1906).