Full text: Über einen Fall von Aneurysma der Arteria hepatica

18 
sich Thromben. Die Arteria hepatica ist sehr dünnwandig 
und die Intima leicht fettig gefleckt, die Media scheint 
stellenweise auseinander gewichen zu sein; hinter der Ein 
gangsstelle zum Aneurysma lässt sich dieselbe als ein 1 cm 
weites Gefässs nach der Leber zu verfolgen, dicht davor 
giebt sie ein kleines Ästchen ebenfalls nach der Leber 
hin ab. 
Der Magen ist weit; Schleimhaut stark gerötet, leicht 
gewulstet. Das Duodenum ist durch den Tumor nach links 
und oben verdrängt, sodass dasselbe dicht unterhalb des 
Pylorus eine nach links und oben führende Tasche bildet. 
Von hier biegt es ziemlich kurz um und ist in grösserer 
Ausdehnung mit der linken unteren Wand der Geschwulst 
verwachsen. 
Nach diesem Befunde ist es nicht schwer, die klini 
schen Erscheinungen zu erklären. 
Es handelt sich um ein Aneurysma, das nach der 
Gallenblase hindurchbrach. Da der Ductus cysticus verlegt 
war und Ektasie der Gallenblase bestand, so sprang diese 
als jener oben beschriebene prall gefüllte Tumor vor. Zu 
gleich war der Durchbruch auch in die Bauchhöhle erfolgt, 
infolgedessen collabirte der Patient sehr schnell. Dieses frei er 
gossene Blut kam sogleich bei Eröffnung der Bauchhöhle 
zum Vorschein. 
Eine neue sehr profuse Blutung arteriellen Charakters 
liess von der Ausführung der Operation Abstand nehmen. 
Vergleichen wir noch in Kürze die Erscheinungen unseres 
Falles mit denen der erstgenannten. 
Wie wir sehen, stimmen die Symptome sämtlich im 
Allgemeinen mit einander überein, mit dem Unterschied, 
dass bald mehr das eine, bald mehr das andere ausgeprägt 
ist. In unserem Falle ist zum Beispiel von Ikterus nichts 
bemerkt worden, auch wurde kein Erbrechen von Blut oder 
Blutabgang durch den Stuhl beobachtet. Vielmehr waren 
neben den Schmerzen im Epigastrium, die wohl bei keinem 
Falle fehlen, die einzigen Symptome die prall hervor 
springende Geschwulst in der Gegend der Gallen-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.