Full text: Newspaper volume (1850)

Nürnberg, den 7. December. Es hat hier 
eme Versteigerung der von schleswig-holsteinischen 
Damen dem nürnberger Unterstützungs-Verein einge 
sandten Arbeiten stattgefunden, Lie nach dein N C" 
einen Ertrag von 1362 fl. gebracht hat. „Einige 
Gegenstände, an die sich ihres Ursprungs oder ihrer 
schönen Arbeit wegen ein besonderes Interesse knüpfte, 
wurden zu sehr hohen. Preisen erstanden. ' Wir er 
wähnen: ein leinenes Handtuch zu 56 fl., ein Lineal 
zu 12 fl. 30 kr., einen Kanonenlauf zu 10 fl., (dre 
beiden letzt genannten Gegenstände waren vom Holz 
„Christians des Achten"). ein Taschenbuch (dessen Um 
schlag vom Holze „Christian des Achten") zu 18 fl. 
einen Ofenschirm zu 20 fl., einen Cigarrenteller zu 
12 fl., ein Taschenbuch mit einer darauf gestickten 
Doppeleiche zu 19 fl., ein Oelbild von Kiel zu 20 fl., 
mehrere Geldbörsen mit den schlesw.-holst. Laudes- 
sarben zu 8 fl. re. Mehrere der Arbeiten waren von 
sinnigen Gedichten begleitet." 
Berlin, den 9. Dec. Da die Commissarien für 
Kurhessen und Schleswig-Holstein nicht einseitig von 
Preußen und Oesterreich, sondern von jedem dieser 
Staaten in Gemeinschaft mit seinen Verbündeten 
ernannt werden, so sind deren Instructionen zur gut 
achtlichen Aeußerung sämmtlichen deutschen Regie 
rungen mitgetheilt worden. Hieraus dürften mannig 
fache Schwierigkeiten erwachsen. Namentlich wäre 
vielleicht von Braunschweig Einspruch in Betreff der 
Regulirung der schleswig-holsteinischen Angelegenheit 
zu erwarten. 
Die „N. H. Z." berichtet: Eine an dem hiestgcn 
Stadtrath von Seiten Hrn. Hassenpflugs ergangene 
Aufforderung, den von Preußen angerichteten Scha 
den behufs Liquidation und Rückfordernug sofort 
einzuberichten, wurde vom Stadtrath dahin bean- 
wortet, daß die Preußen gar keinen Schaden ange 
richtet, sich sehr anständig betragen und nichts um 
sonst in Anspruch genommen hätten. 
Bonn, im November. Der „M. Abdz." zufolge 
sind zwei Briefe von Gottft. Kinkel eingetroffen, 
einer an seine Gattin, der andere an die Eltern sei 
nes Befreiers. Das Blatt theilt Stellen daraus 
mit, in denen Kinkel sich mit großer Dankbarkeit 
über die Treue seines Befreiers, Karl Schulz aus 
spricht. Derselbe ist ein früherer bonner' Student, 
welcher, Kinkel begleitend, wegen des Zeughausstur 
mes in Siegburg flüchtig wurde, in dem General 
stabe der Pfälzer Revoluttonsarmee wieder auftauchte, 
später in der Schweiz ein sicheres Asyl fand, sich 
aber durch kein Hinderniß zurückschrecken ließ, mit 
persönlicher Gefahr sich nach Preußen zu begeben, 
um dort, selbst geächtet, das große Werk der Be 
freiung zu versuchen und — glücklich zu vollbringen. 
Was mich betrifft, schreibt Kinkel, so ist Karl noch 
gerade zur rechten Zeit gekommen, denn noch befinde 
rch.mich gMiF gesund, nnd meine Wetrenen in Bann 
würden auch "bald merken, wenn sie mich mit Karl 
reden und spaßen hörten, daß ich das fröhlich rhei 
nische Herz in der harten Einsamkeit noch immer 
nicht verloren habe ... Der Freiheit, der Thätig 
keit, der geliebten Frau und den lebhaften Kindern 
wieder geschenkt, grenzenlosem Elend entflohen, werde 
ich erst, — wenn volle Sicherheit in England mich 
umgiebt, und die ganze Ruhe in mein Gemüth ein 
zieht — vollständig durchfinden, wie viel ich der 
Treue meiner Partei und vor Allem der meines 
Freundes schuldig geworden bin. 
Ha.nbnfg, den 12. Dec. Der vor Kurzem 
ausgesetzte Verkauf des Wilhelm Sillemschen Erbes 
am alten Jungfernstieg (Bazar und Hotel de Russie) 
hat vorgestern stattgefunden. Das gedachte Erbe 
wurde für 415,000 mĶ Spec, und 177 nĶ 14 ß 
jährliche Grundhäuer an die Makler C. A. von der 
Meden und F. A. Roinberg verkauft. 
In Norden wurde am 1 December eine sehr 
besuchte Versammlung des Bürgervereins abgehalten. 
Es wurde eine Petition gegen" die Gestaltung des 
Durchmarsches beschlossen und der Vorstand beauf 
tragt, eine solche Bittschrift bald abgehen, und so 
dieses geschehen, durch das hiesige Stadtblatt und 
durch die „Ztg. f. Nordd." veröffentlichen zu lassen. 
Es wurde ferner beschlossen, den Magistrat und die 
Stadtverordneten hieselbst um Abfindung einer ähn 
lichen Petition an die Regierung zu ersuchen und der 
Vorstand mit Einreichung auch dieses Gesuchs be 
auftragt. 
Jdstedt's: 189 Mk., 4) für eine Mntttcr die ihren 
Sohn verloren: 22 Mk., 5) für bei der Explo 
sion in Rendsburg Verunglückte: 23 Mk., 6) für 
die fchleswig - holsteinische Marine: 4730 Mk., 7) 
für Geistliche und Lehrer: 130 Mk., im Ganzen 
45,542 Mk., und daß demnach noch zur Verwendung 
stehen: 1) für Verwundete: 121,889 Mk., 2) für 
Bedrängte: 33,466 Mk., 3) für Familien der im 
Felde Stehenden: 13,663 Mk., 4) für Hinterbliebene 
im Kampfe Gefallener: 6229 Mk., 5) für die Ww. 
eines Gefallenen 11 Mk., 6) für Friedrichstädter, 
die durch das Bombardement gelitten: 58 Mk., 7) 
für Lazarethgegenstände: 225 Mk., 8) für die schles 
wigholsteinische Marine: 400 Mrk., im Ganzen 
176,001 Mk. 
m d-11. Dec. (Landtagsbericht.) Eingegangen eine 
Petition aus Marne mit 21 Unterschriften wegen Er- 
theilnng der beantragten Amnestie. 
Flensburg. Durch eine Bekanntmachung des 
Regierungscommiffairs vom 29. v. Mts. wird die 
dem schleswigschen Obergerichte obliegende Controls 
hinsichtlich der Collateral- und Halbprocentsteuer dem 
zweiten Departement übertragen. Eine andere vom 
2. d. Mts. verkündet, daß das Stempelpapier für 
1851 und fernerhin mit dem vor 1848 gebräuchlichen 
Stempel, jedoch mit der durch den Thronwechsel nö 
thigen Veränderung, versehen werden solle. 
Aus dem Schleswigschen. Ueber die, aus 
deni eigentlichen Kriegsschauplätze belegenen Districts 
schreibt die „Fl. Z.": „Keine Gegend des Landes 
empfindet die ganze Schwere dieser unglücklichen Zei 
ten in dem Grade, als die zwischen beiden Armeen 
liegenden Distrikte, indem sie bald von den Vorposten 
des einen, bald von denen des andern Heeres besetzt 
sind, von beiden, als ein unsicheres Terrain, nicht 
geschont werden und fast täglich kleine Gefechte, Ueber- 
fälle und andere Schreckensscenen daselbst vorfallen. 
Von Friedrichstadt bis Eckernförde haben die an und 
zwischen den Vorpostenketten liegenden Bewohner nun 
schon 4 Monate in diesem höchst unsicheren Zustand 
gelebt und zum Theil großen Schaden erlitten. Die 
Landleute haben ihre Erndte nur sehr mühsam und 
unvollständig beschaffen und unter Dach bringen kön 
nen. Ihr Hornvieh haben sie im Sommer theilweise 
bei Hause halten müssen, weil die Weidekoppeln außer 
halb der Kette lagen, theils haben sie das Vieh in 
der rauhen Jahreszeit nicht unter Dach bringen 
können, weil die Ställe anderweitig benutzt wurden." 
Altvnu, den 9. December. Im Aufträge des 
Oberappellationsgerichts in Kiel hat gestern der Ma 
Ats?-v.<,4 . 7. n < rv 
gistrat zu Altona die am 29. August d. I. vom 
Schleswig-Holstein. 
Ober-Criminal-Gericht angeordnete' Untersuchungs 
haft des vormaligen Redacteurs der Reform, I. Stam- 
mel, gegen das abgegebene Versprechen, aus Verlangen 
sich jeder Zeit stellen zu wollen, aufgehoben- (Fr. Pr.) 
ŅeķiDZN»»»'-;. den 11 TVc&v Durch Armee 
befehl hat das Generalcommando gestern Folgendes 
der Armee bekannt gemacht: „Unterm 8. d. M. hat 
die hohe Statthalterschaft verfügt, daß während der 
Dauer des Krieges auch in den Klaffen der Hähern 
und Stabsofsiciere, bei Avancements und Ernennun 
gen zu Commandos, die Anciennetät nicht allein 
inaßgebend sein soll, sondern daß es dein comman- 
direnden General zustehe, auch abgesehen von der 
Anciennetät die Vorschlage zu Ernennungen und 
Avancements vorzulegen, die derselbe unter seiner 
Verantwortlichkeit im Interesse des Dienstes nothwen 
dig erachtet." 
Gestern war bei Mielberg ein unbedeutendes 
Patrouillengefecht, bei welchem wir 1 Todten hatten 
(Musketier Hauschild, 13. Bat. 4. Comp.) und 1 
Verwundeten. 
—, den 13. Dec. Gestern Mittag wurde ein dä 
nischer Husar und noch 2 andere Gefangene von 
Kropp hier eingebracht. 
Generalmajor Gerhardt hat von Neuem um sei 
nen Abschied nachgesucht, und wird ihm derselbe dem 
Vernehmen nack bewilligt werden, da sein Gesund 
heitszustand schon seit längerer Zeit die Kriegsstra- 
patzen nicht mehr abhält. Das Commando der Avant- 
gardenbrigarde ist bereits von dem Oberstlieutenant 
v. Gagern übernommen. Als Stabschef der Avant 
garde wird vorläufig der Major Beeren, gegenwär 
tig Commandeur des 1. Jnfanteriebataillons, fungi- 
ren, wie überhaupt der ganze Stab dieser Brigade 
reconstruirt ist. — Das Commando der 3. Brigade 
ist interimistisch dem Oberstlieutenant Grotthues über 
tragen. 
Kiel, den 10. December. In der heutigen 
Sitzung der Landes-Versammlung wurde ein Bericht 
des Ausschusses für Emission der Kassenscheine durch 
Dr. Müller, betreffend die Ausfertigung der neu be 
schlossenen 1,250,000 Mk. in Kassenscheinen verlesen. 
Vernichtet sind zuletzt 31 Stück 10-Thalerscheine, 71 4- 
, Thalerscheine, 391 i-Thalerscheine, wegen Schad 
haftigkeit; mir den früher schon Vernichteten jetzt 
im Ganzen 2012 Mk. 8 ßl, um welche also die Ge 
jammtmaffe der Zettel geringer geworden ist. 
— Das Finanzdepartement macht hinsichtlich de. 
zu besonderen Zwecken bestimmten Summen unter 
den freiwilligen Gaben aus Deutschland bekannt, daß 
von diesen Summen (früher 85,314 Mk., dazu bis 
zurw Isten d. M. 136,229, im Ganzen 221,543 Mk.) 
bisher verwandt sind- 1) für Verwundete: 3500 Mk., 
2) für Bedingte; 36,948 Mk., 3) für Einwohner 
Berichtigung. In der vorigen Nummer b. Bl>, zweite 
Seite, in dem Correspondenz-Artikel aus Kiel, (Zeile 34) 
lese manr Johann des Länderlosen. 
ff- torn Lage. 
(Schluß.) 
Blind müßte Jeder sein, der in der wirklichen Enge, 
in die Schleswig-Holstein durch die Olinützer Beschlüsse 
gedrängt worden ist, von Außen Heil erwartete und 
nicht vielmehr von Innen. Gelänge es uns, durch 
gesetzmäßigen Widerstand gegen alle, unser Recht und 
unsere Institutionen angreifenden Maßregeln, diese zu 
brechen und inzwischen eine Aenderung in der poli 
tischen Lage Europas mit diesem Widerstände abzu 
warten: so wären wir in dieser Hinsicht mit unserem 
Rechte gerettet. Wir hätten dann allerdings keine 
Intervention von deutscher Seite zu befürchten und 
konnten uns sicher darauf verlassen, daß Preußen viel 
mehr dahin gedrängt würde, statt uns zu schaden, unsere 
Sache zu fördern. Mir wenigstens scheint es einiger 
maßen berechtigt anzunehmen, daß, wie die Verhält 
nisse tu Deutschland sind, ein Tag fast hinreichen 
kann, jeder weiteren Rechtsverletzung die Zügel an 
zulegen; ein Tag, wenn, wie bereits die curhesstsche 
Frage zur Genüge gezeigt hat, sich einer von den 
beiden prädominirenden Staaten Deutschlands auf 
ehrenrührige Art gegen den andern versieht; ein 
Tag, wenn das Ministerium Manteuffel abtreten 
und einem freisinnigeren weichen muß. 
Wir ergehen uns hier — wie wir es wohl wis 
sen — mit unsern Betrachtungen auf dem Gebiete 
der Wahrscheinlichkeit, soweit wir dasselbe nach 
den Ereignissen der letzten Zeit bestimmen und ab 
stecken können. Gewißheit!,) schwer zu verbürgen, 
zumal wenn wir sehen, daß die Politik, wie'die 
Preußische, wie ein Rohr hin und herschwankt. Das 
Gewißeste ist der abermalige Schandfleck, den 
Deutschland auf sich geladen hat, soweit cs ruhig 
zusah, daß seine Kabinette wider alles Recht verfah 
ren sind vder verfahren werden. Auch unmöglich ist 
es jedenfalls nicht, zu denken, daß es uns am Ende 
ähnlich ergehe, wie den Curhesfin; daß uns eine Pacifi- 
cations-Armee, sei es unter welchem Namen immer 
ins Land geschickt werde, unser Heer zu entwaffnen 
suche, vielleicht auch wirklich entwaffne und dann durch 
allmähliche Absonderung der gegenseitigen Interessen 
der Herzogthümer, zunächst die dichte Bruderkette, 
welche sie verbindet, lockre und loser mache, und end 
lich Schleswig von Holstein völlig abreiße und den 
Dänen preisgebe, dahingegen Holstein als neutralen 
Boden so lange festhalte, als ein Uinschwung der 
Verhältnisse eintritt und ändert. Diese Rolle der 
Pacificiruug der Herzogthümer wird und kann Preu 
ßen schwerlich anders übernehmen, als wenn man 
den eigentlichen Zweck derselben so bunt und verdreht 
vor den Augen des treuen Norddeutschen verhülle und 
verstecke, daß am Ende die Pacificiruug jesuitisch ge 
nug als ein höchst löbliches Werk dem treuen Mär 
ker oder Pommer erscheine und derselbe im Vertrauen 
auf die Unfehlbarkeit seines guten Königs gegen die 
jenigen voll Eifers daraus lossteche und schieße, mit 
denen er im vorigen Jahre Brüderschaft trank, 
andern Falle, in welchem man offen zu Werke gehen 
will, kaun nur Oesterreich der Pacificient sein. 
Oesterreicher an den Usern des baltischen Meeres, 
Gränzer, Kroaten, Italiener in den holsteinischen 
Marschen, — es ist ein Gedanke, an dem Jeder, der 
kann, sich wärmen mag. Wer aber, wenn es wirk 
lich eintreten sollte, noch sagen will, daß nicht der 
Deutsche der närrischste Kauz auf der Welt fit und 
sich nicht, am lustigsten am Widersinn zu. ergötzen ver- 
■’je, der trete vor! 
Nach denOlmützerConferenzen ist gewiß Etwa« 
zu erwarten, auch ist eine Commission bereits anqc- 
kündet, welche die einleitenden schritte bei der Statt 
halterschaft thun soll. Seiner Zeit werden wir sehen 
wie die Antwort der Statthalterschaft ausfällt; ver 
muthen sollte und müßte man eigentlich folgende 
Frage der Commission: „Im Namen der deutschen 
Bundesregierung stellen die deutschen Regierungen an 
die Statthalterschaft der Herzogthümer Schleswig und 
Holstein die kategorische Frage, ob zwei Drittheile 
der schleswig-holsteinischen Armee die Waffen strecken 
wolle oder nicht?" — nnd auf diese Frage der Com 
mission folgende lakonische und ganz der des Leonidas 
entsprechende Antwort der Statthalterschaft: „Die 
deutsche Bundesversammlung komme und hole sie!"—- 
Es scheint uns eben nicht unmöglich zu sein, 'daß 
wirklich der Ausfall der Olmützer Conferenz ein ähn 
licher sein könne; jedoch fehlt uns die nöthige Divi- 
nationsgabe, um hierüber einen klaren Aufschluß zu 
geben. Daß wir aber, trotz der ersichtlichen Bemü 
hung ernst und der Sache entsprechend unsere Lage 
herauszustellen, dennoch zuletzt nicht umhin konnten, 
über die Wendung derselben zu scherzen, — das möge 
uns der Leser verzeihen und eben diesen Scherz als 
das Einzige hinnehmen, das einem so erbärmlichen 
Verfahren, wie die Olmützer Conserenz es constatirt 
hat, entgegengesetzt werden muß. Kann man denn 
im Grunde Besseres thun, als zum bösen Spiel gute 
Miene machen? — Ich meine nämlich insofern gute 
Miene, als dieselbe zum Beweise dienen kann, wie 
wir den Muth trotz alledem. und trotz noch zwanzig 
anderen Conferenzen ausrecht erhalten, wie wir treuer 
an unserm Rechte hasten und nur inniger auf jene 
Stunde harren, wo keine Conferenz, weder eine Ol 
mützer noch eine Pillnitzer, den Deutschen männiglich 
wird hindern können, uns Schleswig-Holsteinern ihre 
warme, ungetrübte Sympathie zu erkennen zu geben, 
und wenn das geschieht, gewiß, so haben wir schon 
tauge auch gesiegt und sind lauge im Dostbesitz un 
seres Bodens und unseres Rechtes! — 
Unser kleines Land im Norden Deutschlands ist 
von allen Ländern, welche im Laufe der letzten zwei 
Jahre für Principien gekämpft haben, gegenwärtig 
noch allein übrig geblieben. Die andern alle, be 
sonders auch Ungarn und in der neuesten Zeit Cur- 
heffen sind der Reaction unterlegen. Wir wollen 
Baden, das eigentlich aus frischer That revolutionäre, 
nicht besonders hervorheben unter diesen Ländern; 
aber auch ohne dieses sehen wir, daß der eiserne Fuß 
der Reaction weder die Helligkeit des Rechtes noch 
der Nationalität zu zertreten sich gescheut hat und
	        
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