Full text: Newspaper volume (1850)

Revision seien beendigt; dieI Revisions-Commission 
werde am 9. Januar anfangen mit ihrem Geschäft. 
Die ganze Anzahl der hier in Betracht kommenden 
Individuen belaufe sich aus gegen 12,000. wovon 
aber für die wirkliche Aushebung die Unbrauchbaren 
und zunächst wenigstens die Schleswiger abgehen 
würden. 
Kiel, den 17. Dec. (Landtagsbericht.) Einge- 
gangen ist mit einem Schreiben des Departements 
der geistlichen Angelegenheiten und des Unterrichts 
ein Gesetz-Entwurf, betr. die Errichtung einer Schui- 
lehrer-Wittwen-Casse. Derselbe wird wahrscheinlich 
bald zur Verhandlung kommen. DerJahresbeitraq aller 
Interessenten zu dieser allgemeinen Schullehrer-Witt- 
wen-Casse für Schleswig-Holstein ist auf 10 Mark, 
die Wittwen-Penston auf 60 Mark bestimmt. 
— Der bekannte. Pastor Thieß, dessen Auswan 
derung nach Dänemark Ihnen von Oldesloe gemel 
det ward, ist bereits seines Amtes zu Hamberge von 
der Statthalterschaft entlassen worden. (H. N.) 
— Die Postemnahme aus dem Herzogthum Hol 
stein vom Isten Januar bis ultimo November d. % 
beträgt 179,157 Mk. (Brutto-Einnahme 509,596 Mk. 
Ausgabe 330,439 Mk.) In der entsprechenden Pe 
riode des vorigen Jahres war der Reinertrag nur 
91,634 Mk. (Brutto-Einnahme 435,056 Mk., Aus 
gabe 343,422 Mk.), mithin im laufenden Jahre 
Mehr-Ertrag: 87,523 Mk. — Die Zolleinnahme ist 
dagegen im Monat November in diesem Jahre et 
was niedriger ausgefallen, als in den verflossenen, 
wo sie jedesmal gestiegen war, nämlich: 190,854 Mk. 
13 ßl. (Dagegen 1849: 197,766Mk 10V2 ßl., 184S- 
160*788 Mk. 8% ßl., 1847: 119,671 Mk. 1^ ßl. 
Bndeß m der ganzen Periode vom Isten Januar 
bis ultimo November hat sie, mit Ausnahme von 
1848, stetszugenommen, nämlich 1847: 1,360,567 Mk. 
12(4 Bl, 1848: 1,299,194 Mk. 2% ßl., 1849' 
Ģ -.730 Mk. 2 Vs ßl, 1850: 1,800,796 Mk. 7 ßi. 
Auch die Canalintraden, die durch den Krieg mit 
Dänemark einen erklärlichen Stoß erlitten, haben sich 
in den gedachten 11 Monaten d. I. etwas gehoben. 
1847: 265,167 Mk. 13^2 ßl, 1848: 64,845 Mk. 
—74 ßl, 1849: 69,184 Mk. 12»/. ßl, 1850: 
82,025 Mk. 15 V» ßl 
ms "7' I/. Decbr. Wie die vielbesprochene 
„Blokade des hiesigen Hafens von den Dänen selbst 
verstanden wird, davon giebt folgende kleine Geschichte, 
welche sich in diejen Tagen zugetragen hat, den besten 
Beweis. Ein hannoverjches Schiff wird bei dein Ein 
tüten in den hiesigen Hafen von den dänischen Kriegs 
schiffen angehalten und der Capstan desselben genö 
thigt, mit seinen Papieren sich an Bord eines der- 
stlben zu verfügen. Nachdem solches geschehen, ent 
steht ein starker Nebel, so daß der Capitär nicht wie- 
der an Bord seines Schiffes konnte. Inzwischen trat 
"îf Nacht ein und das Schiff ging vor Anker. Der 
Empfänger der Ladung, welcher von dem Vorfalle 
Kunde erhielt, wußte indeß noch in der Nacht durch 
geeignete Mittel den Steuermann zu veranlassen, in 
den Hasen hinein zu segeln. Als die Dänen nun 
am folgenden Tage bemerkten, daß das Schiff fort 
gegangen sei, wollten sie zuerst den Capitän bewegen, 
über Alsen und Kopenhagen die Reise zu seinem 
Schiffe anzutreten. Derselbe weigerte sich jedoch und 
verlangte, an der holsteinischen Küste abgesetzt zu wer 
den, welches man wiederum dänischer Seits nicht 
wollte. Da erschien ein kleines Fahrzeug, dessen Führer 
angerufen erklärte, daß er mit Gerste nach Flensburg 
wolle. Die Danen fragten ihn, ob er nicht lieber 
nach Kiel gehen könne, toorauf er erklärte, daß er 
das ja nicht dürfe, indeß gern dahin ginge, indem 
er in Kiel für seine Waare gewiß gute Käufer fände. 
Solches wolle man ihm dieses Mal ausnahmsweise 
gern gestatten, hieß es dänischer Seits, wenn er einen 
Passagier mitnehmen wolle. Auf diese Weise gelangte 
der Hannoveraner wieder an sein Schiff. Wie lange 
wollen neutrale Flaggen sich solche Vexationen von 
den Dänen bieten lassen? (H. C.) 
Aus Nvrdrrlbingien, den 16. Dec. Wie es 
nun den Anschein gewinnt, wird nicht General Peu- 
cker, sondern Gen. Lindheim als preuß. Eommissär 
bei uns auftreten; sein und des österr. Commissars 
Eintreffen kann in Bälde erwartet werden. Begieria 
sind wir indeß, zu erfahren, von wem ihre Vollmacht 
ausgsstellt sein wird und in wessen Namen sie sich 
Der Statthalterschaft vorstellen werden. Als Beauf 
tragte des Bundes oder der Bundesversammlung 
können sie nicht auftreten, da ja beides erst auf den 
freien Conserenzen in Dresden reconstituirt werden 
soll und es vorläufig keine Centralgewalt giebt. Aber 
auch im.Namen aller einzelnen deutschen Regierun- 
gen werden sie nicht auftreten können, da, wie wir 
aus guter Quelle versichern zu können glauben, eine 
nrchr geringe Anzahl deutscher Regierungen zu einer 
etwaigen Execution gegen die schl-holst. Armee ihre 
Zustimmung durchaus zu verweigern und selbst zu 
einer Pacification auf idem Wege der Unterhandlun 
gen, die mit oer Forderung von einer Reduction der 
schl-holst. Armee begleitet wäre, nur unter der Be 
dingung dieselbe zu gehen entschlossen sind, daß 
Dänemark entweder zu einer gleich starken Reduction 
oder zum Zurückziehen seiner Armee auf die Demar 
kationslinie vom Frühlinge dieses Jahres angehalten 
werde. Jedenfalls wird also die Statthalterschaft 
dre Commissäre Preußens und Oesterreichs mit dem-- 
selven Rechte perhorresnren können, mit welche,» sie 
den tu dem Schreiben des Grafen Thun enthaltenen Zu- 
muthungen sich widersetzte. Während nun mit Si 
cherheit vorausgesetzt werden darf, daß die Stattbal 
terschaft thun wird, was Recht und Pflicht ihr ge 
bieten, handelt Preußen gegen das Eine, wie gegen 
die Andere. Wider das Recht, indem es im Wider 
sprüche mit der von ihm selbst gegebenen authenti 
schen Interpretation des Friedensinstruments vom 2. 
Juli sich von Neuem in die schl-holst. Sache mitch 
und die selbstständige Fortführung des Krieges gegen 
die Dänen den Schl.-Holestinern als bundeswibrig 
verboten wissen will. — wider seine Pflicht, indem 
es vor Allen, Dänemark zur Anerkennung des Rech 
tes, welches Holstein auch nach dem Bundesbeschluffe 
von 1846 auf die Verbindung mit Schleswig hat, 
durch Unterhandlungen, Drohungen und äußersten 
Falls durch Waffengewalt veranlassen müßte, ehe es 
die Wiederherstellung der landesherrlichen Autorität 
in Holstein gestattet, oder gar auf dem Wege der 
Execution zu erzwingen trachtet. Statt dessen mißt 
es den Landesfeind — die Dänen — und die Bluts 
verwandten und bisherigen Schützlinge — die Schl- 
Holsteiner — mit durchaus ungleichem Maße. Die 
Schl.-Holsteiner sollen — so haben es Preußen und 
Oesterreich in Olmütz verabredet — in allen Stü 
cken nachgeben und mögen dann, wenn die landes 
herrliche Autorität in Holstein wiederhergestellt ist, 
zusehen, ob und wieweit ihr Recht geachtet wird. 
Daß aber Oesterreich und Preußen, wenn sie dasselbe 
jetzt nicht wahren können ober wollen, dann noch we 
niger dazu im Stande oder gewillt sein werden 
scheint uns wenigstens keinem ernstlichen Zweifel un 
terworfen zu sein. (Weser Ztg.) 
Schleswig-Holstein, vom 16. Decbr. Die 
Dänen haben, so viel mir bekannt ist, ein Buch von 
Malling. welches nach dem Titel Kunde giebt von 
„einigen großen und-guten Handlungen" dieses und 
jenes Dänen. Ich möchte meinen Landsleuten em 
pfehlen, Beiträge zu liefern zu einem Gegenstück; zu 
einem Werk, etwa so betitelt: „Viele niedrige und 
schlechte Handlungen von Dänen" u. s. w. Reichen 
Stoff dazu bietet das ganze Treiben der Dänen im 
Norden unseres Vaterlandes; und zu seiner Zeit wür 
den wir im Stande sein, auch dem ersten Gewalt 
haber der Dänen, nämlich dem dänischen Geheimen 
Rath Tillijch einen würdigen Platz daselbst anzuwei 
len. Möge nun heute wieder einmal Ihr Blatt ein 
Pröbchen von den Schandthaten der Dänen liefern 
In oder in der Nähe von Cappeln wobnt ein Holz 
händler, Lorenzen, ein Mann, wohlangesehen und von 
gutem Ruf. Dänen, namentlich dänische Osficiere, 
hatten einen Ball in Cappeln veranstaltet und unter 
anderen ihn und seine Familie dazu eingeladen. Er 
lehnte die Theilnahme ab, oder nahm jedenfalls kei 
nen Theil an der Lustbarkeit. Kurz daraus wurde 
cm yiiU;|Ma' gegeoeu von dänischen Osslcleren. L>er 
genannte Herr Lorenzcn war eingeladen daran Theil 
zu nehmen, und mochte wohl dieses Mal nicht aus 
bleiben. Bei dem Frühstück wird er von den däni 
schen Officieren gefragt, ob er ein Schleswig-Hol 
steiner oder ein Däne sei. Er antwortete: er sei ein 
Normann. Bald bliebt aber nicht beim Jnquiriren, 
sondern ein dänischer Söldling — doch keine Mili 
tärperson — schlägt oder gießt ihm ein Glas Wein 
in's Gesicht. Der Herr Lorenzen verschafft sich durch 
einen angemessenen Schlag augenblicklich Genugthu 
ung. Aber was geschieht? Nach wenigen Tagen wirb 
der Herr Lorenzeu verhaftet, nach Schleswig abge 
führt und eingesteckt. 
Wie es scheint, hat der der Gemeinde Cappeln 
von den Dänen aufgedrungene Prediger sich dort 
nicht behaupten können, oder seine Stellung ist ihm 
so unerträglich geworden, daß er den Platz aufgege 
ben hat. Nun haben die Dänen einen zweiten zur 
Hand, wie man aber hört, soll dieser nur unter der 
Bedingung sich zur Uebernahme des Amts haben ver 
stehen wollen, daß die Polizei ihm Sonntags Einen 
aus jedem Hause zur Kirche schaffe. So wären wir 
denn ungefähr bis zu den Dragoner-Bekehrungen 
unter Ludwig XIV. gekommen. 
Nach Sieverstedt (1 Meile nördlich von Jdstedt) 
sandten die Dänen jüngst statt eines ihnen mißliebi 
gen deutschen Küsters und Schullehrers eines ihrer 
sauberen Subjecte. Am Tage, nachdem er in der 
Schule eingeführt worden, besauft er sich in dem 
Wirthshause, wo er sein Quartier ausgeschlagen hatte. 
Zwar begiebt er sich nun zu Bett, aber das führt 
erst gerade zu einer scandaleusen Scene. Dänische 
Marketender, welche sich in demselben Hause befinden, 
holen ihn aus dem Bette heraus und nun tanzt er 
mit ihnen im bloßen Hemde umher. Einige Tage 
oder Wochen später ist dieser Mensch in Flensburg, 
der dänischen Residenz; dort wird er Abends spät auf 
der Straße liegend von den Nachtwächtern gefunden 
und auf einen Wagen geladen. Zwar geht es nun 
nach Sieverstedt, aber unterweges bleibt Der Mensch 
lvieder in einem Wirthshause hangen, säuft dort aufs 
Neue von 2—4 Uhr Morgens. Bevor er zu Hause 
kommt, kehrt er noch in einem Wirthshause vor, und 
als er nun endlich »ach Sieverstedt gelangt, hat er 
wohl aber unfreiwillig ein Aussehn, als sollte er im 
Incognito^ ins Dorf eingeschmuggelt werden. Es 
war ein Sonntag-Morgen, an welchem dies geschah. 
Der Prediger des Orts ließ nun vor dem Gottes 
dienst den dänischen Küster zu sich kommen und be. 
deutet ihm, daß er, der Prediger, ihn, den Küster, 
nachdem was er sich habe zu Schulden kommen las 
sen, nicht die Kirche betreten und dort fungiren lassen 
könne und werde. Am nächsten Dienstag ging der 
dänische Küster nach Flensburg, und nach wenigen 
Tagen las man die Absetzung des Predigers in einem 
öffentlichen Blatt. Ihm selbst, dem Prediger, wurde 
die Absetzung erst eine Woche später und zugleich 
seine Ausweisung aus dem Herzogthum Schleswig 
kund gethan, mit dem Bedeuten, daß er in 4 Tagen 
selbiges zu verlassen habe. Der dänische Küster aber 
blieb auf seinem Platz als ein würdiger Vertreter der 
dänischen Nationalität. (Fr. Pr.) 
Ans dem Schleswigscken. Das „K. C. 
Bl." hat erfahren, daß neulich der Gutsbesitzer Jahn 
von Dorjenthal in Schwansen zu 3tägiger 'Gefäng 
nißstrafe bei Wasser und Brod verurtheilt ist, ferner 
daß der Holzhändler Lorenzen in Cappeln, schwedisch 
norwegischer Vice-Consul, gefänglich eingezogen und 
nach Schleswig gebracht ist. 
~r 
Summarische Beiträge. 
IV. 
Unsere Leser hören eine kleine Geschichte, welche 
sie, wenn sie Lust haben, als eine Parabel erklä 
ren können. — Es wohnte einmal in einem fetten 
und ergiebigen Gau von Deutschland ein ächter, deut 
scher Mann, so eine Art von Hofschulze, wie ihn Jm- 
mermann's Münchhausen uns characterisirt. Er be 
stand ans Nichts so hartnäckig, als auf sein Recht, 
obwohl er sonst der beste Kerl auf Gottes Erdboden 
war. Wenn er so im Sommer im vollen Staate 
durch seine reichen Waizenkoppeln ging, oder seine 
üppigen Wiesen besuchte: so wollte ihm oft das Herz 
lachen vor lauter Dankbarkeit. Nimmer fühlte er 
sich glückseliger, als wenn er so recht im Stillen ar 
beiten und den Segen sich mehren sehen konnte. Er 
hatte nur einen Fehler; er war zu gutmüthig und 
glaubte zu wenig au die Bosheit Anderer. So kam 
es, daß er trotz seines tiefen Gefühles für sein Recht, 
trotz seines Zornmuths, wenn er sah, daß irgendwo 
das Recht in einem Lande gebrochen wurde, doch 
selbst von einem der schlauesten Nachbaren, die es 
nur geben konnte, hintergangen und hinter's Licht 
geführt wurde. Kein Wunder war es, daß zu seinen 
Waizenfeldern und seinen Viehweiden auch Andere 
Verlangen trugen, die, wenn sie die Felder und Wei 
den nicht nach Hanse zu schleppen vermochten, doch we 
nigstens, so viel als möglich, den Walzen für sich 
ausdroschen und das Vieh in ihren Stall zogen. 
Aber der Hofschulze war doch für solche Diebsgelüste 
ein zu gefährlicher Mann; und die Nachbaren mußten 
sich doch einigermaßen scheuen und vor seinem Zorne 
fürchten, wenn sie so offen zu Werke aingeu und ihm 
sein erworbenes Hab und Gut so mir nichts, dir 
nichts nahmen. Nur ein Nachbar — er wohnte im 
Norden des Hofschulzen — ließ nicht ab, seinen Witz 
aufzubieten, wie er des guten Deutschen Eigenthum 
mwermerkt zu dem seinen machen könnte. Dieser 
Nachbar, wie der allgemeine Ruf ging war derselbe 
kein Deutjcher, war unermüdlich im Listen und Netze- 
Legen. Bald wußte er die eine Art, bald die andere, 
um den ehrlichen Schulzen anzuzapfen, ja, seine Bos- 
)eit ging so weit, daß er öfter bei der Nacht sich 
elder emeu Schaden zufügte, worauf er dann mit 
einem Schein des Rechten von unserm Freunde Er- 
atz und wohl noch mehr verlangte. — Der wackere 
Schulze hatte unter feinen vielen Gütern besonders ein 
ererbtes, werthvolles, theures Familienkleinod. Es war 
nur ein beschriebenes Pergament, aber er konnte ver 
möge desselben in seinem Bereiche eignes Gericht füh 
ren, Steuern heben und war von manchen Lasten, 
welche jeine Nachbaren und besonder- den nördlichen 
drückten, kraft desselben befreit. Wenn seine unend- 
iche Güte ihn auch im Lause der Zeit mancher dieser 
Punkte beraubt hatte und wenn er es ruhig geduldet 
)atte, daß man ihn mit den übrigen als Gleichen 
behandelte, besteuerte und richtete: so hatte er doch 
nie auf sein altes Recht verzichtet und er war stetig 
darauf bedacht gewesen, dasselbe wenigstens dem Buch 
staben nach, den fremden Anmaßungen gegenüber zu 
behaupten und geltend zu machen. Der Neid des 
nördlichen Nachbaren richtete sich daraus, ihm dieses 
Pergament zu nehmen. Er sing es listig an und 
brachte sich im Laufe einiger Zeit unter allen Arten 
von Verdrehung und Verschlagenheiten dahin, daß er 
meinte, er könne es ihm offen nehmen. Aber in 
demselben Momente, wo er zugriff, richtete sich unser 
Deutscher, der damit an der empfindlichsten Stelle ver 
wundet wurde, in dem Bewußtsein seines Rechtes 
und seiner Kraft in seiner ganzen Höhe aus. Was 
nicht fehlen konnte, es erfolgte ein hartnäckiger, wil 
der Streit. Leider war der Deutsche zuerst dem 
Nachbarn nicht gewachsen; der Beistand derjenigen, 
die gleichen Stammes und Blutes mit ihm waren, 
war ein lauer und flauer und gerieth durch eine ächt 
schwabenartige Verdrehung der Köpfe in die allerselt 
samste Lage. Derselbe nahm inehr das Ansehen einer 
feigen Nachgiebigkeit, als einer treuen Genossenschaft 
an; unser Freund aber gerieth durch denselben in eine 
unangenehme und schreckliche Verlegenheit. Ja, zu 
letzt machten die Brüder selbst Frieden mit dem Frem 
den. Das aber gab dem Wackern so recht sich selbst 
wieder. Er hatte sich inzwischen von allen Seiten 
in die gehörige Fähigkeit, sich zu vertheidigen, gesetzt. 
Treu 
wir 
Holst 
der 
heilt, 
dem' 
Eine 
— r 
auch 
Gem 
Zeit 
wo s 
den. 
Doch 
gema 
Möcl 
Kriec
	        
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