mit Ausnahme derjenigen zu Schwerin, bis zur
Summe von 10 Thalern 31% und die gedachten
Bier- und Einfchillingsstücke bei den gloßherzoatich
mecklenburg-jchwerinischen Amts- oder Steuer-Eassen,
jedoch nur in Summen von mindestens Einem Tha-
ļer N^/z in Vierschillingsstücken und beziehungsweise
acht Schillingen N% in Einschiltingsstücken, gegen
Courant mit 167» Agio umgewechselt werden.
Indem das betheiligte Publikum hievon zur Ver-
butung von Nachtheilen i» Kenntniß gesetzt wird,
werden sämmtliche Hebungsbeaniie darauf aufmerk-
lam geinacht, daß nach den bestehenden Verfügungen
Mecklenburg-schwerinische Münzen, mit Ausnahme
des nach dem 14 Thalerfuß ausgeprägten ganzen
whalers, in den landesherrlichen Easfeii überall nicht
angenommen werden dürfen. Die Hauptcasse ist beauf
tragt, Zahlungen i» solchen Münzen zurückweisen
_ Kiel, den 17. Dec. 1850.
Schleswig-Holsteinisches Departement der Finanzen.
F r a II ck e.
W. Lesser.
Bermischtes.
.às dem Briese eines Deutschen in Australien
rheill die „W. Ztg." Folgendes mit: „Alle Arbeit
wie,,c auch heißen mag, ist hier bei weitem schwe-
rcr, als man in Deutschland gewohnt ist, und zu
den leichtesten gehört wohl das Steineklopfen an
Straßen und Chausseen, eine Arbeit, die am meisten
8slucht ssr von ehemaligen Doctoren, Schriftstellern,
Beamten, Adeligen. Was würden wohl die lieben
Zanten und Baien dazu sagen, wenn man bei uns
wollte Steinklopfer werden? Und doch ist das hier
eine der besten und gesuchtesten Arbeiten und man
verdient dabei immer seine 12 bis 15 Thaler. Die
Elarone v. K. und v. di, der Maler G.' alle Ber-
liner, klopfen hier Steine. Hr v. S. ist Dvrfschul-
meisterlein. Ei» berühmter Mediciner aus Hamburg
Ģ h>er —Milchfrau, und so könnte ich hier eine
Menge bekannter Männer anführen, die alte derar
tige Leschästlgungcn treiben. Ein ehemaliger Schul-
eollege von nur, der Sohn eines reichen Berliner
şbrlkante», ijt Bullochsenireiber, eine sehr schwere
aber auch lohnende Beschäftigung.
Ì' X àndoner Industrie-Ausstellung
WUÌ) u. A. ein Mechanicns aus der Grafschaft Län
gster eine Theilungsmaschine aufstellen, welche die
^"'OüOtel eines Zolles angiebt, wodurch
."?"!^"tlich die Herstellung haarscharf genauer Wag-
lcha.en ermöglicht wird. Bejuchenden Damen wird
,, interessant sein zu erfahren, baß eine aus Kunst
blumen aus fammtlicheii Blumenfabriken Londons
und der Gral,chasten. 1851 (die Jahreszahl» Fun
umfallende kolossale Guirlande in einem besonders
dazu gefertigten Glaslchrein prangen wird.
Das zur Concursmaffe der Wittwe des verstor
benen Tsschlermeisters Marcus Ludwig Hein-
r l ch K uh l Sophie, geb. B o o g, gehörige Wohn
haus mit Zubehorunge». soll am bevorstehenden Frei-
de» 27 d M., Mittags 12 Uhr, an Ort und
Stelle, öffentlich verkauft werden.
Am gedachten Tage losten im genannten Hause,
Vormittags von 0 Uhr an, verschiedene Mobilien.
etwas^Bettzeug, Haus- und Küchengeräth, sowie son
stige Dache» in öffentlicher Auction aus 4wöchigen
Credit, gegen genügende Sicherheit, verkauft werden.
Rendsburg, den 23. Decbr. 1850.
• - Der Magistrat.
BektnmtmacļmnH
Der für die Ausgabe und Einnahme der Stadt-
caffe im Fahre 1851 entworfene Veranschlag, demzu
folge die Ausgaben der Stadt auf 01,512 Mb.,
i>ie Einnahmen aber auf 01,5»? Mk berechnet
Ittid. wird vom Sonnabend den 21. d. M. angerech
net, 14 Tage lang auf hiesigem Raihhause zur Schau
liegen, und kann dort in den Vormittagsstunden von
l. ein hiejigen Einwohner auf der Kämmereistube
einge,ehen werden, welches i» Gemäßheit tz 98 des
-ocalstatuts hiemittelst bekannt gemacht wird.
Rendsburg, den 20. December 1850.
D e r M a g i st r a t.
Aumert. In bev vorige», Nummer r. Bl. waren in por-
icymder Anzeige die Sumnicn der Einnahme und Ansaabe
in Reichsthalern anstatt in Mark angegeben, und ist sonach
die srilherc Anzeige nach obiger zu berichtigen.
Bekanntmachung
_ Die Administration der hiesigen' Spar- und Leih
kasse wird außer den gewöhnlichen Sitzungen, noch
an de» Mittwochen den 8ten und 15ten Januar
1851, Nachmittags von 2 bis 4 Uhr Extra-Sitzun-
gen halte».
Empfehlung.
hinein geehrten Publicum die ergebene
Anzeige, dass mein
Porcelain-, Galanterie- und
Steinzeug- Lager
aids Beste assortirt ist, und ich um zahl
reichen Zuspruch bitte.
Carl sen, Wire.,
;im Altstädler Kirchhof .No. 166.
Anzeige.
ì, Pferdeauction
Am Sonnabend den 28stcn December d. I. Vor
mittags 11 Uhr läßt das 2le Dragoner Regiment
ein Pferd
aus dem Hofe des adelichen Guts Osterrade durch
den Unterzeichneten in öffentlicher Auction verkaufen.
Osterrade im Auditoriate der Cavallcrie-Brigade,
den 22. December 1850.
Hennings.
• Unterzeichneter empfiehlt »ich dem gechrtcil Piibliciun mit
einer klenien Auswahl Parfümerien zur Toiletie, besonder»
passend zu Weihnachtsgeschenken:
d'w berühmte und beliebte Eaii de milles lleures vr
(TS . . Æ . . , „ Flasche 1 mĶ, pr. Dutzend 8 Ct^.
<Die,czla,chk» sind großer als die Kau de Cologne Gläser'.
Ean de Cologne double, pr. Flasche 10 /•', pr. Dutzend
hau de Cologne. Pr. Flasche 8 ß, pr. Dtzd. / *
hau de J.avande double. pr. Flasche 8 /0, pr. Dutzend
1 5 m D, (6 Loth-Flaschen.)
'io. do. pr. Flasche 4 /3, pr. Dutzend
, , , 3'»/»8/0,(3Loth-Flaschen.)
1 rIo. Pr. Flasche 3 /3, pr. Dutzend
... ,, . 2 mļ/, (1 Lotb-Flasche.)
.paar-Pomade a Pans pr. Glas oder Krücke 12 /.!, pr.
.. _ Dutzend 6 tiiĶ.
(Bitte Pomade ist von mehreren Phvstcaten untersucht
und für gut und als sehr probat aiicstiren nicht allein daß
diese Pomade das Haar bei Farbe und Schönheit erbätt,
i»id das Ausfallen der Haare verhindert, erzeugt dasselbe
auch da wo die Haarzwiebel (Wurzel) nicht ganz abgester-
> den ist, auch wieder neue Haare.»
Haar-Pomade à Paris, sehr empfehlenswert!), pr. Glas 8 ß,
_ ' , ... pr. Dutzend 4 mb.
.Das berühmte und gesuchte Mecliö - Kräuter - Haaröl pr.
. _ ,. . Flasche 10/3, pr. Dtzd. 6„ch.
Schweizer Krauter-Haarol, pr. Flasche 8/3, pr. Dtzd. 4 ,«L 8ß.
..lacaffarol, acht, pr. Flasche 6 ß, pr. Dutrcnd 4 mit.
(gut Kinder, besonders Mädchen, sind kleine Flaeonr
in, letzterwähntem Oel zu 3 ß pr. Flasche zu haben, eben
falls kan» für einzelne Schillinge vom Macassaröl ab ge.
lassen »verde».)
ķ Von Freitag de» 20. d. bis Neujahr bcsindet sich ein
s.ffihsS Assortiment zum Verkauf und Ausstellung bei
Buchbinder Herrn Ulrich aus der Nienstädt. Um zahl-
reichen Zuspruch bittet
3- Storniern.
Am 2. Weihnachtsfesttage, als den 20. d. M.
ree-Bi
Definitlo ii eines Gentleman von einem
Negericlaven. Als llr. Franklin »»sterblichen
Andenkens leine erste Reise »ach England machte,
hielt er sich längere Zeit in den Fabrikdistricten im
Norden auf. Sein Diener, ein Negcrsclave, den er
mit von Amerika gebracht hatte, ein treuer Mensch,
aber ein Erz-Nigger, fchien der gewaltigen Betrieb-
iainkeit in Birmingham, Manchester und Lancashire
eben so große Aufmerksamkeit zu widmen als sein
Herr. Aber der Gesichtspunkt, von welchem er seine
Beobachtungen anstellte, war etwas eigenthümlicher
Art, wie die nachfolgende ganz lustige Anec-
dote zeigt, die Franklin selbst mit großem Er
götzen wiedererzählte. „Massa — redete Sambo einst
den Doctor an — England sonderbar Land, Massa
AU arbeiten, Männer arbeiten, Weiber arbeiten klein
Kind arbeiten. Feuer arbeit, Wasser arbeit, Luft
arbeit. Pferd arbeit, Kuh arbeit, Bull arbeit, Esel
Şeit, all arbeit. Nur Schwein arbeit inch, Schwein
Şchwei» trinkt, Schwein schläft wo will, Schwein
.0^3 singt: Yankee doodle, Schwein brummig schilt
Arbeitsleute. Schwein thut nichts, Schwein geht aus
und nieder und spaziert den ganzen Tag herum wie
ein wahrer Gentleman, blos hat kein Hemd an kein
Hm auf. keine Perüke ans Kopf,'gebt barfuß und
weiss nicht wie viel Uhr es ist, sonst ganz und gar
Gentleman. O die glücklich Schwein! Sambo möchte
wohl Schwein fein in England, wenn nicht .. —
„Wenn nicht was?" — unterbrach ihn der Doctor.—
„Wenn nicht Wurstmachen und geräucherte Schinken
Massa." '
Intelligenz - Anzeigen.
Am 27. d. M., Vormittags um 11 Uhr, sollen
dem zur Concursmaffe der Wittwe Sophie
Kühl, geb. Bvog, gehörigen Hause, annoch zur
BerlaffenschastSmasfe der verstorbenen Eheleute Mainz
husen gehörige Ul großhuiidert Soden Torf, welche
auf dem. Schwader Damm stehe», in öffentlicher Auc
tion verkauft werde».
'Rendsburg, den 28. Dec. 1850.
D e r Ni a g i st r a t.
V o v siebe V u n.rs - Ģes - llş «ļ» * f t
iu Frankfurt a/M.,
hat in Berücksichtigung der besonderen Art des am
'• August d. hieselbst stattgefundene», den Einzelnen
uiiverhaltnissmaßig getroffenen, Unglücks beschlossen,
den bei diejer Gesellschaft Versicherten, die durch die
Explosion des Festungs-Laboratoriums verursachten
Schaden, foweit solche rechtzeitig bei mir gemeldet,
zu erfetzen, obwohl selbige nach den klaren Worten
des tz. 2 nuferer Police für Kriegs- und Explosions-
Schaden nicht haftet.
"suche daher diejenigen Versicherten beim
Deutschen Phonix, welche Entfchädigung für die durch
die gerächte Explosion erlittenen Schäden bei mir
beansprucht haben, ,ich am Freitage, den 27. d. Mts.,
Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, zur Empfangnahme
der dessalllgen Betrage bei mir zu lnelden.
..-.Antrage zu Verficherungen gegenFeuersgefahr zu
billigen Prämien nehme ich stets entgegen.
Rendsburg, den 20. December 1850.
Joh. Gottfr. Petersen,
Agent der Deutschen Phönix.
Holsteinische Eisenbahnen.
Frequenz
in rer Woche vom 15. -21. Dccbr. 1850.
Altona - Stiel.
6,125 »4 ln,3
Gutcrfracht 6,591 - 13-
— 12,717 «ch 7/3
Olh'icf statt (s-l nt «born.
dM Peksoneu 469 ş 7 )3
Giiterfracht 389 - 14 .
—_— 859 ,„Ķ 5 ß
RkiidSburg NriiMtinftkr.
2,229 Personen 2,136 ş 3/3
Gntcrsracht 2,939 . 7 .
5,075 mķ 10 ß
Altona, de» 23. December 1850.
D i c Direction
der Altona-Kļeler Eisenbahngesschaf.
b" , .„ H. 2- Rixen, Kanzleistraß«.
Anfang4 Ubr^""" " 12 Ä wofür die Musik s»i ist.
Am zweiie» Weihnachtsfesttage
Entree-Ball im Schauspielbause.
Entree für Herren 12 ß für die Musik und Belcuchtunq.
Nur unbescholtenen Mädchen »oird der Zutritt gestattet.
Zugleich wird hiermit nachrichtlich bemerkt, daß Herr
Ahrens an diesem Abend die Tänze arrangiren nnv leiten
wird, und daß »edcr Tänzer im eigene» Interesse und zur Er.
berückstchUgcn^hat Vergnügens dessen Anordnungen zu
/« rei hitusen.
Im Castboi „Stadt Hamburg und Lübeck“ in Rends
burg stell» ein nicht viel gebrauchter dreisliihliger Feder
wagen /.um Verkauf.
Annonce.
Da Unterzeichneter 5—600 Tonnen gute Eßkartoffeln für
den Preis a Tonne 4 Ķ 4 ß frei am Bahnbofc zu Rends-
burg bereut kann, so bittet derselbe, die Bestelluiiqkii geiälligfi
bei dem Brückengeld-Einnehmer Herrn Berg email ii in Rend«-
burg zu machen.
Die Angabe muß spätestens bis zum 1. Januar 185t be
schafft werden.
J. F. C. S.lueidler.
Zn »ersaufen.
Ein fast neuer, nur sehr wenig gebrauchter Brennkcsset, so
wie mehrere ganz neue kupferne und nlesstngenc Sachen, sieben
billig zu verkaufen bei
Wittwe Hinrichsen.
Mühlenstraße siìro. 137.
Offcncr Dienst.
Z" tl i'“ '""sich großen bürgerlichen Haiishaltui-g wird
Şt kl» mit guten Zeugnissen versehene!
Mädchen gesucht. Zu erfahren in der Erped. d. Bl.
Lehrliugsgefuch
Ein Bursche, der die Tischlcrprofessivn zu crlerneu wüutcht,
kaun bei mit in die Lehre treten.
G. Otto sen.,
>» der Altstadt hinterm Kirchhof Nr. >52.
Aiyeige.
Ş Unterzeichnete ciiipschleii sich dem geehrten Publikum
zur Anfertigung von Winier-Dainenhüten, Häub-
W che» ’-r* »nd alle» in dieses Fach fallciidcii Arbeiten.
,...7ş Auch werden bei denselben Bestellungen auf .S>aarar-
beit entgegen genommen! wie auch alte Hüte modernisirt,
voubkN gewaschen und nach der neuesten Mode aufgeputzt.
Geschwister Ro'nnow
Nienstädt Nr. 188.
Nedtguļ, gedruckt nnd hernutigsgebe» von A. M. Wendell.
Zu vermiethen.
, Zu Ostern ļìinstigen Jahres ist die obere Etage meine»
pauses am -Schloßplatz Pro. :j<jo Mictbe zu baben.
Drefclbc enthält 3 heizbare Wohnstuben, 2 Schlafstuben.
Küche, Feuerungsraum und Mädchenkammer, auch führt eine
eigene Hausthür zu der)elbe» und ist bequem Wasser zu be-
konimen.
. Siendsbnrg, den 24. December 1850-
I Ulrich Rohwrr.