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ivc-
ris-
res.
mit
, ist
Der
lnh-
au-
:is-
res
'igc
jj^krwehr zugestimmt. Die Lieferfirma ist
bet,." ?^ik von Fischer, Görlitz. Der Kaufpreis
"ragt mit allem Zubehör 3300 NM. Der
à îeuerwehrfûhrer D. Petersen, Fusing,
ben w 1Tl şoļgenden Tage hier und bestätigte
» Ankauf. Durch namhafte Beihilfen von
kg, ņèkassen und vom Kreis wurde der An-
' "^günftigt. Für unseren großen, recht
^ ^^auten Ort ist diese Maßnahme sehr zu
grüßen. — Seine« 82. Geburtstag begeht
De der Zimmermeister B. Daljahn.
im! ist noch recht rüstig und arbeitet
^ gern an seiner Hobelbank.
^T. Friedrichstadt, 17. Juli. Einquartierung
^*27. bis 28. Juli werden hier der Kom-
- Şdeur der Nachrichtentruppen 10, der Stab
die 2. Kompagnie der Nachrichtenabtlg. 60
uartier beziehen. Auch diesmal wird die
, Uttvohnerschast der Stadt alles tun, den Svl-
ren den Aufenthalt in der freundlichen
.reenestadt so angenehm wie möglich zu ma-
yen. — Versetzung. Der Bezirkskommissar
.sicher verläßt nunmehr Friedrichstadt, um
ach dem neuen Dienstort Wittenberg über-
aUNedeln. Sein Nachfolger wird der zum Zvll-
st^Mmissar beförderte Zollinspektor A. Hempel,
Mühlhausen i. Th.
Am êideededt
Koldenbiittel, 17. Juli. Oeffentliches
.vukurrenzschietzeu d. Militär-Kameradschaft.
^»Militär-Kameradschaft Koldenbiittel im
ķ chauserbund veranstaltete ein großes Kon-
ürrenzschießen um wertvolle Preise. Das
leinkaliberschießen war öffentlich und hatte
Neu selten großen Besuch gefunden. Es
^ürde an 2 Tagen auf der 24er Kleinkaliber-
.şîûgscheibe geschossen ans dem neuen Schieß-
and beim Kirchspielskrug von Müsch. Es er-
] Preise in der Klasse über 45 Jahre:
à Preis Heinrich Paulsen 67 Ringe,- 2 Preis
Ģh Mertens 66 Ringe,' 3. Preis Johs. Rüge
Z Ringe,- 4. Preis H. Meister 65 Ringe: 6.
preis Jakob Hansen 65 Ringe. In der Klasse
is 45 cv st ş re erhielten Preise: 1. u. 2. Preis
je ^rich Schröder und Joh. Sierks, die beide
/ '1 Ringe schossen und noch umschießen sol-
3. Preis Chr. Schmidt-Tüchsen 70 Ringe,'
^ Preis Georg Feddcrs 70 Ringe: 5. Preis
?flh. Müsch 69 Ringe. — Schießauszeichnttng
Eb Kysfhäuserbundes. Die Silberne Schieß-
Wennadcl des Kysfhäuserbundes erhielt
Kristian Schmidt-Tychsen, Koldcnbüttel, mit
.şi Ringen, und die bronzene Ehrennadel er
best Wilhelm Müsch, Koldenbiittel mit 130
Mgen, beide von der Militärkameradschaft
Oldenbüttel.
Am Prôzdļderfand
lr. Stedesand, 16. Juli. Zur letzten Ruhe
^Urde am gestrigen Nachmittag der im 79. Le-
rnsjahre und nach kurzer schwerer Krankheit
Erstorbene Landmann And. Sönnichsen unter
Ņher Beteiligung der Einwohnerschaft be
setz Der Verstorbene war früher Landwirt
ivr Ņìsum, war längere Zeit Besitzer der Gast
wirtschaft j,, Broweg und lebte seit vielen
Eiren als Rentner in Stedesand. Der Feuer-
J? 1 in Risum stand Sönnichsen viele Jahre
* Hauptmann vor.
Uphusum, 16. Juli. Die Eheleute Peter
1' Hansen und Frau, früher Kahlebüll, feier-
ü das Fest der goldenen Hochzeit bei bester
Gl
tofu
Wundheit. Die beiden Alten verleben ihren
"ensabend im Hause ihrer Tochter in Up-
m.
^-'5. Bredstcdt, 17. Juli. Einbruch! In der
t^cht von Donnerstag auf Freitag drangen
^ übrecher in den Laden des Kaufmannes
^tlef Thiele und nahmen Getränke an sich,
^ach Eindrücken einer Fensterscheibe von der
Osteite aus waren der oder die Diebe durch
Fenster in den Laden gestiegen. 2 Flaschen
wş t, 1 Flasche Kognak, 1 Flasche Rum, 1
Ņascho Wein und etliche Konserven ließen sie
^'lgehen. An Ort und Stelle sind gleich 3
^.ellmops verzehrt worden. In der Laube sind
Puren vom Einpacken dieses Diebesgutes
l üterlassen worden. — Ein weiterer Ein-
^üchsversuch bei dem Nachbarn, Kaufmann
^Ril Carstens, mißglückte. Die polizeilichen
^nittlungen sind sofort aufgenommen.
I kr. Niebüll, 16. Juli. Die neue Chanssee im
Snder-Gotteskoog wurde unter Führung von
Bürgermeister Kuhs von einer dazu bestimm
ten Kommission abgenommen. Der Bau der
Straße erforderte 6 Wochen Arbeit. Die Bau-
arbeiten waren der Firma Claus Husen-
Flensburg übertragen, während die Anfuhr
des Materials von den Bauern des Süder-
gotteskoogs unter Leitung des Ortsbauern
führers Hans M. Karstensen in vorbildlicher
Weise durchgeführt wurde. Die Straße bleibt
bis zum 1. September d. I. laut Verfügung
des Landrats für sämtlichen Kraftfahrzeugver-
keyr gesperrt, auch nach diesem Termin bleibt
der Verkehr mit Motorkraftfahrzeugen nur
beschränkt. Die Kosten der Straße betrugen
23 000 bis 24 WO die aus den laufenden
Mitteln des Etats der Gemeinde Niebüll
stammen.
mo. Insel Sylt, 17. Juli. Die Snlter Insel-
bahn hat ihren Wagenpark wieder vergrößert,
um den immer mehr zunehmenden Ansprüchen
gerecht zu werden, u. a. wurden auch drei
neue Maschinen angeschafft. — Ein Festgottes
dienst im Freilichttheater am Dünenrand ioll
mit der 600jährigen Ortsfeier verbunden wer
den. Am Sonntagnachmittag zeigen die Sylter
Ringreiter in ihren alten Uniformen Ring
stechen und Neiterspiele. Der Sonnabendabend
sieht ein großes Militürkonzert auf der Platt
form mit Zapfenstreich und anschließendem
Fackelzug vor. — 200 junge Maulbeerbäume
wurden im Fricdrichshain angepflanzt. Wenn
der Versuch glückt, dürften Interessenten
nachfolgen und zugleich versuchen, Seidenrau
penzucht einzuführen.
Am DUUmcmcUeH
gb. Vrunsbnttelkoog, 17. Juli. „Monte Sar-
miento" auf Grund. Ein Schiffsunfall, der
verhängnisvolle Folgen Hütte haben können,
ereignete sich in der vergangenen Nacht in der
Elbmündung. Der bekannle Passagierdamp
fer „Monte Sarmiento" der „Hamburg-Süd",
der sich vollbesetzt auf der Rückreise von Nor
wegen befand, geriet in der Nacht von Mitt
woch auf Donnerstag um 24 Uhr bei Hochwas
ser bei Scharhörn auf Grund. Sämtliche an der
Nordfeeküste stationierten Bergungsdampfer
eilten nach der Unglücksstelle. Als ein Glück
ist es zu bezeichnen, daß der in der Nordsee
herrschende Sturm unvermindert anhielt und
die Flut in derselben außerordentlichen Höhe
wiederkehrte. Mit 5 Bergungsschleppern ge
lang es heute morgen, das Schiff frei zu be
kommen. Da das Schiff weiter nicht beschädigt
war, konnte es seine Reise nach Hamburg
fortsetzen. — Von der Kriegerkamcradschaft.
In der hiesigen Kriegerkameradschaft wurde
am Sonntag die zweite silberne Kyfshäuser-
ehrennadel erschossen von dem Kameraden
Bärensprung mit 137 Ringen. B. ist Maschi
nist beim hiesigen Wasserstraßenamt und war
früher Maschinistenmaat bei der Marine an
Bord „S. M. S. Markgraf". — Betriebsaus
flug. Die Betriebsbelegschaft des hiesigen Was-
senstraßenverkehrsamtes veranstaltete am
kommenden Dienstag einen Ausflug nach
Burg in Dithmarschen. — Fremdenverkehr.
Heute weilte die Kreisbauernschaft aus Segc-
ber mit 250 Personen in unserm Ort, die nach
einer Besichtigung der Rhenania-Dünger-
fabrik auch die Schleusen besichtigten. Im gan
zen wurden die Schleusenanlagen heute von
annähernd 500 Personen besucht.
Wrohm, 17. Juli. Stratzennressung bei
Wrohm. Unter Leitung eines Technikers ist
seit mehreren Tagen ein Meßtrupp damit be
schäftigt, die neue Linienführung der künftigen
Reichsstraße festzulegen. Die neue Reichs
straße wird nördlich von Wrohm vorbei
führen.
fp. Wrohm, 18. Juli. Haftbefehl wurde er
lasse». In das Heider Amtsgericht wurde Th.
aus Wrohm eingeliefert, der unter dem drin
genden Verdacht steht, einen Ucberfall auf ein
BDM.-Mädchen vor einigen Abenden in
Wrohm verübt zu haben.
fp. Heide, 18. Juli. Ihren 85. Geburtstag
kann am Montag, dem 27. d. M., die Witwe
des früheren Formermeisters Blase, Marie
Blase, geb. Thöming, Hochfeldcrwcg, bei guter
Gesundheit begehen.
Am tiddeUt
Amerikaner, Türken, Portugiesen, Ungarn
demnächst in Kiel
Kiel, 17. Juli. Während in Kiel schon zahl
reiche Olympia-Segler eifrig trainieren, lau
fen jetzt die Meldungen von der Abreise neuer
weiterer ausländischer Olympia-Mannschaften
für Kiel tagtäglich ein. So meldeten die Ame
rikaner ihren Ankunftstag für Sonnabend aus
London: ebenfalls werden die Türken am
Sonnabend erwartet. Die portugiesischen Seg
ler werden am Montag ankommen und die
Ungarn am nächsten Donnerstag.
Juni-Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal.
Kiel, 17. Juli. Der Nord-Ostsee-Kanal wurde
im Monat Juni 1936 von insgesamt 8987
Schiffen mit einem Raumgehalt von 1674151
NNT. befahren. Gegenüber dem Vormonat hat
der Verkehr der Anzahl nach um 5 v. H. und
dem Raumgehalt nach um 5,2 v. H. zugenom
men. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des
Vorjahres beträgt die Verkehrssteigerung in
Bezug auf Tonnage 20,8 v. H.
* * *
Kellinghusen, 17. Juli. Regulierung der Stör
und Bunzan beendet. In zweijähriger Ar
beitszeit wurden in der Gegend von Brokstedt-
Sarlhusen die Bunzau und die Stör begra
digt, verbreitert und reguliert. Die vom
Reichsarbeitsöienst vorgenommenen Arbeiten
sind nunmehr beendet. Um die neuen, durch
die Regulierung notwendig gewordenen
Grenzfeststellungen durchführen zu können,
werden in der nächsten Zeit Messungen auf
genommen.
Itzehoe, 17. Juli. Rückwärts statt vorwärts.
Eine Fahrschülerin aus Glückstadt kam gestern
nachmittag die Gartenstratze heruntergefahren.
Um nicht mit einem die Feldschmiede entlang-
Grotzkmdgebimg des Rordmarklagers irr Nortorf
Der gestrige Freitag gestaltete sich für die
gesamten 3500 Hitlerjungen und Jungvolk
pimpfe im Nordmarklager am Brahmsee zu
einem gewaltigen Erlebnis.
Nachdem am Donnerstag der Schriftsteller
Hans Friedrich Blunck im Nordmarklager zu
den 3500 Jungen gesprochen hatte, weilte am
Freitag der Dichter Rudolf Kinau im Lager
und las vor der gesamten Lagermannschaft
aus seinen Werken, erzählte aus seinem Le
ben und dem Leben seines Bruder Gorch Fock,
der sein Leben für uns ließ in der gewaltigen
Seeschlacht im Skagerrak. Seine Ausführun
gen wurden von den Jungen begeistert aufge
nommen.
Vom 17. bis 18. d. M. weilten im Lager 10
Bauerntumsreferenten der Kreisbauernschaf-
ten Schleswig-Holsteins, um hier aus eigener
Erfahrung das Nordmarklager kennen zu ler
nen. Bannführer Kröger von der Gebiets
führung sprach gestern zu diesen über die
Personalarbeit der Hitler-Jugend.
Am UoUettwesledt, Ucuiexau-Hüdemacechzi*
und Ufng&fyCtod
- b- Vaale, 17. Juli. Meiereigenossenschaft
. siliert. Am 18. Juli feiert die Meiereigenos-
5,ņşchaft Vaale, Vaalcrmoor und Nutteln ihr
,. Ihriges Bestehen beim Gastwirt und Ge-
^Isen Herbert Böge in Vaale.
Innren, 17. Juli,
"wohner aus Bünzen
Ausslug. Mehrere
- 33 an der Zahl —
M^ten einen Ausflug. Morgens 6 Uhr fuhren
itiis en "lit einem modernen Verkehrsauto
fl) Brunsbüttelkoog zur Besichtigung der
b^^usenanlagen, von dort über Marne nach
" Adolf-Hitler-Koog, wo die Teilnehmer
bei strömendem Regen in Empfang genommen
wurden. Nach einem Rundgang unter guter
Führung strebte man dem Hauptziel, dem
Nordseebad Büsum, zu. Zuvor wurde noch ein
kurzer Aufenthalt in Meldorf zur Besichtigung
des Museums genommen. Das Wetter hatte
inzwischen aufgeklart und bei herrlichem Son
nenschein landete man in Büsum. Hier wurde
zunächst gemeinsam Mittag gegessen, nach
Besichtigung vieler Sehenswürdigkeiten trat
man abends 7 Uhr die Rückfahrt an und tra
fen alle Ausflügler bei frohem Gesang nach
10 Uhr in Bünzen ein.
Am Spätnachmittag erschien unverhofft der
Führer des Gebietes 6 (Nordmarkj Gebiets
führer Wilhelm Kohlmeyer im Lager. Der
Gebietsführer besichtigte nochmal eingehend
das Lager und erkundigte sich nach dem Wohl
der einzelnen Jungen.
Den Höhepunkt des Tages bildete der ge
waltige Fackelmarsch der 3600 Jungen in Nor
torf.
Die gesamte Bevölkerung nahm an diesem
Allfmarsch regen Anteil und hatte ihre Häuser
zahlreich mit den Fahnen des Dritten Reiches
geschmückt. Der Hoheitsträger, Bürgermeister
und Ortsgruppenleiter Hein hatte sich zum
Empfang des Lagers mit den örtlichen Füh
rern der NS.-Formationen am Ausgang der
Stadt eingefunden.
Gegen 10 Uhr rückte die gesamte Lager
belegschaft des 1. Lehrganges, der heute beendet
ist, unter Vorantritt der Kieler Traditions-
schalmeienkapelle in Nortorf ein und nahm
vor dem Ehrenmal am Rathausplatz zu einer
Großkundgebung Aufstellung.
Ein chorisches Spiel und Fanfarenmärsche
leiteten die Feier ein, in welcher der Leiter
der Gauführerschule Pg. Jordan-Bordesholm
mit kernigen Worten auf die Bedeutung des
Nordmarklagers hinwies. Zum Schluß appel
lierte Pg. Jordan an die gesamte Jugend und
an die zahlreich anwesenden Volksgenossen
zur Treue zum Führer. Mit dem Liede der
Hitlerjugend nahm die eindrucksvolle Feier
ihren Ausklang.
Die 3500 Hitlerjungen formierten sich dann
zu einem gewaltigen Fackelzug, der von dem
Gebietsführer angeführt wurde, durch die
Stadt. Nach einem Vorbeimarsch ans dem
Marktplatz an dem Gebietsführer zogen die
Hitlerjungen und Jungvvlkpimpfc gegen
Mitternacht freudigen Herzens in das Nord
marklager zurück. N.
Auch das ist auf der „Deutschland" zu sehen.
Auf der gewaltigen Teutschlandschau vom 18.
Juli bis 16. August in Berlin wird auch die
ses Modell des berühmten Knochenhauer-
Amtshauses in Hildesheim zu sehen sein, das
im Jahre 1529 erbaut wurde und eins der
schönsten deutschen Bauwerke darstellt.
(Scherl Bilderdienst, K.)
fahrenden Wagen zusammenzustoßen, zog sie
die Bremse stark an, und als sie dann weiter
fahren wollte, stellte sie versehentlich den Rück
wärtsgang ein. Obgleich der Fahrlehrer sofort
eingriff, fuhr der Wagen in ein großes Fen
ster eines Kaufhauses. Der Schaden war er
heblich.
hg. Neucnrade, 15. Juli. Bei dem Gewitter
am Nachmittag wurde eine wertvolle Milchkuh
des Siedler M. vom Blitz erschlagen. Bier
weitere Tiere wurden in unmittelbarer Nähe
betäubt, konnten sich indessen langsam erholen.
Das getötete Tier stand in Berührung mit
dem Drahtzaun.
x. Neumünster, 18. Juli. Schwere Kugel
blitzschäden. Bei dem stürmischen Unwetter,
das über Neumünster hinwegzog und ein kur
zes, aber heftiges Gewitter mit sich brachte,
richtete ein Kugelblitz erheblichen Schaden an.
In der Wittorfer Straße sprang er zunächst
in eine Antenne, dabei den Radioapparat ei
nes Einwohners zerstörend, dann auf eine
Dachrinne über, diese aufschmelzend, und
schließlich in die Erdleitung, die gleichfalls
aufschmolz. Aus der Hofpflasterung wurde
ein ganzes Stück herausgerissen. Von dort ging
sein Weg auf die Hochspannungsleitung, wo
durch eine Anzahl von Sicherungen und Pan
zersicherungen zerstört wurden. Sogar in der
Feuerwache wurden die Sicherungen der Feu
eralarmanlage durchschlagen. Die Frau eines
Feuerwehrmannes, die sich gerade im Keller
aufhielt, wurde an den Armen gelähmt und
zu Boden geschleudert und vermochte sich erst
nach einigen Stunden zu erholen. Außerdem
wurden fünf Rundfunkempfangsanlagen und
eine Anzahl von Fensterscheiben zerstört. In
einer Wohnung in der Boostedter Straße fuhr
ein Kugelblitz in einen geheizten Feuerherd
und explodierte dort mit donnerndem Getöse,
während die Einwohner vor Schreck zu Boden
sielen.
Am dem ĢedcàfosaûZ
x. Neumünster, 17. Juli. Reuige Querulan
ten. Das hiesige Schöffengericht verhandelte in
einem Falle gegen den 64jährigen Bauern La.,
der den zuständigen Bürgermeister in Bc-
schwerdeschreiben an obere Instanzen als
„Ausbeuter" und „Erpresser" bezeichnet hatte,
weil er glaubte, zuviel Steuern zahlen zu
müssen und in diesem Zusammenhang sogar
von „Raubrittern" sprach. Da er auch sonst als
Querulant bekannt ist, wurde ihm eindringlich
ins Gewissen geredet und mit 60 Mark Geld
strafe ein mildes Urteil zuteil. In einem wei
teren Falle war ein 74jähriger pensionierter
Beamter wegen falscher Anschuldigung ver
klagt, der in ähnlichen Schreiben einen Rechts
anwalt als Lügner und Erpresser hingestellt
hatte wegen der an den Angeklagten bestehen
den Forderungen. Der „Alte" sah schließlich
seine Verfehlungen ein und war bereit, an die
NSV. ein Bußgeld von 60 Mark zu zahlen. —
Ein ungetreuer Gutsvcrwaltcr stand in der
Person des 34 Jahre alten Georg Petrich vor
Gericht, der im Laufe von 9 Monaten seiner
Gutsherrin nicht weniger als 4000 Mark un
terschlagen hatte. Auf gemeine Art und Weise
hat er dieses zu verschleiern verstanden. Da
seine Aussagen recht zweifelhaft waren und
weitere Zeugen noch gehört werden sollen,
wurde die Verhandlung vertagt.